Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Klinik für Kieferorthopädie
Leitung: Univ.-Prof. Dr. med. dent. Jörg Lisson, M.Sc.
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Wann und wie entsteht eine LKGS?

Eine Spaltbildung kann zwischen dem 38. und 54. Tag (ca.-Angaben) der Schwangerschaft entstehen, also schon sehr früh. Die Ursachen hierfür sind nicht endgültig geklärt, diskutiert wird von A wie Alkoholmissbrauch bis Z wie Zufall alles. Tatsache ist, dass es derzeit keine Möglichkeit gibt, eine Spaltbildung medikamentös oder sonstwie therapeutisch sicher zu verhindern bzw. deren Entstehung zu beeinflussen.

 

Eine gesunde Lebensführung der Mutter während der Schwangerschaft, also der Verzicht auf Genussgifte wie Tabak, Alkohol und sonstige Drogen ist sicher zweckmäßig, sollte aber zugunsten des entstehenden Lebens ohnehin selbstverständlich sein.


Familien, in denen bereits eine Spaltbildung bei Eltern, Großeltern oder anderen Verwandten vorliegt, haben ein höheres Risiko, ein Kind mit Spaltbildung zu bekommen.


Zu Beginn der Entstehung des Menschen besteht dieser nur aus zwei Zellen. Aus diesen beiden Zellen differenzieren sich während der Schwangerschaft alle Gewebe, die den Menschen in seiner Gesamtheit später ausmachen. Einige dieser Strukturen entstehen vergleichsweise einfach; das Gesicht und hier besonders Oberlippe, Kiefer und Gaumen dagegen sehr kompliziert. Bei jedem Menschen setzen sich diese Strukturen aus vielen Einzelteilen zusammen. Einen Eindruck von der Komplexität der Konstruktion "Gesicht" vermittelt die beiderseitige vollständige LKG-Spalte, wo einige dieser Einzelteile als solche zu erkennen sind.


Merke: jeder Spaltpatient hat alles, was er braucht. Die einzelnen Teile sind nur nicht richtig miteinander verbunden worden, weswegen die Mediziner von einer "Fehlbildung" sprechen.