Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Innere Medizin III - Kardiologie, Angiologie und internistische Intensivmedizin
Leitung: Prof. Dr. Michael Böhm
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Was ist eine koronare Herzkrankheit (KHK)?

Die koronare Herzkrankheit (kurz KHK) ist eine Erkrankung der Blutgefäße des Herzens. Die Herzkranzgefäße versorgen den Herzmuskel mit sauerstoffreichem Blut und Nährstoffen. Die koronare Herzkrankheit wird durch Engstellen oder Verschlüsse in den Herzkranzgefäßen (auch als Koronararterien bezeichnet) verursacht. Diese führen zu einer Unterversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff und Nährstoffen. Eine Unterversorgung verursacht Beschwerden und schädigt den Herzmuskel.

Die Ursache für Engstellen der Herzkrankgefäße sind Verkalkungen der Gefäßwand (Arteriosklerose). Wenn sich an den Verkalkungen Blutgerinsel anlagern kann es zum vollständigen Verschluss des Gefäßes kommen (Herzinfarkt). Herz- und Kreislaufkrankheiten stellen die häufigste Todesursache dar in Deutschland dar.

Wie macht sich eine koronare Herzkrankheit bemerkbar?

Typische Symptome der KHK sind Brustschmerzen, Druck und Engegefühl hinter dem Brustbein. Die Beschwerden treten typischerweise bei körperlicher Belastung auf, da dann das Ungleichgewicht zwischen dem Sauerstoffbedarf des Herzmuskels und dem Sauerstoffangebot durch die verengten Koronargefäße größer ist.

Die Beschwerden der KHK können sehr unterschiedlich sein. Zu den möglichen Symptomen gehören die Luftnot und Herzrhythmusstörungen. Auch Beschwerden in der Magengegend, im Kiefer und im linken Arm können vorkommen. Manche Menschen, insbesondere mit Diabetes mellitus haben trotz hochgradiger Durchblutungsstörungen nur geringe oder keine Beschwerden.

Bei anhaltendem (>15 Minuten) Druck und Engegefühl hinter dem Brustbein kann ein Herzinfarkt vorliegen. Bei diesen Beschwerden ist eine sofortige ärztliche Untersuchung notwendig.

Welche Risikofaktoren für eine KHK gibt es?

Folgende Faktoren verursachen und beschleunigen die Entwicklung der Gefäßverkalkung (Arteriosklerose):

  • Rauchen
  • Erhöhte Blutfette (Cholesterin im Blut)
  • Bluthochdruck
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Bewegungsmangel

Weiterhin ist das Risiko vom Lebensalter und von unseren Genen abhängig, Menschen mit Herz- oder Gefäßerkrankungen in der der Familie haben ein erhöhtes Risiko.

Wie kann eine KHK behandelt werden?

Die Ziele der Behandlung sind die Linderung der Beschwerden und die Steigerung der Lebenserwartung.

Die Basis der Therapie ist eine Änderung des Lebensstils zugunsten einer "herzgesunden" Lebensweise. Dies beinhaltet an erster Stelle den Rauch-Stopp. Weiterhin ist körperliche Aktivität von zentraler Bedeutung. Die Möglichkeiten einer Ernährungsumstellung werden häufig überschätzt, tragen aber zu einer gesunden Lebensweise bei.

Sehr häufig sind Medikamente erforderlich, um erhöhte Blutfette (Statine) und Bluthochdruck zu kontrollieren und die Entstehung von Blutgerinseln (Acetylsalicylsäure) zu hemmen. Diese Maßnahmen senken das Herzinfarktrisiko und führen nachweislich zu einer Verlängerung des Lebens. Außerdem kommen Medikamente zum Einsatz, welche die Symptome lindern.

Bei hochgradigen Engstellen der Herzkrankgefäße ist eine Wiederherstellung des Blutflusses durch eine Stent-Implantation oder eine Bypass-Operation erforderlich. Um festzustellen, ob hochgradige Stenosen vorliegen, ist eine Herzkatheter-Untersuchung notwendig (Herzkatheter).

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