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Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Klinik für Allgemeine Chirurgie, Viszeral-, Gefäß- und Kinderchirurgie
Leitung: Prof. Dr. Matthias Glanemann
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Shunt-Referenzzentrum

Herzlich Willkommen auf den Seiten des Shunt-Referenzzentrums der Klinik für Allgemeine Chirurgie, Viszeral-, Gefäß- und Kinderchirurgie

Der demographische Wandel in unserer Gesellschaft führt zu einer Zunahme der Lebenserwartung, aber auch zu einer Zunahme altersbedingter Erkrankungen. Die Anzahl Nierenkranker Menschen, die zum Weiterleben eine dauerhafte Blutwäsche (sog. Dialyse) benötigen, steigt beständig. Der Zuwachs dialysepflichtiger Patienten wird pro Jahr mit etwa 2-3% angegeben.

 

Allein im Saarland ist der Anteil dialysepflichtiger Patienten innerhalb der letzten 12 Jahre um ca. 30% gestiegen. So müssen heute mehr als 1.300 Saarländer jede Woche dreimal zur Blutwäsche (Dialyse).

 

Diese erfolgt in der Regel über eine operativ angelegte Verbindung (Shunt) zwischen Arterie und Vene am Unterarm, aber auch andere Möglichkeiten der Dialyse existieren. Dabei muss eine für den Patienten individuelle Lösung gefunden werden, wozu Erfahrung und Fachkenntnis erforderlich sind.

 

In vielen Kliniken werden dialysepflichtige Patienten behandelt. Die Dialyse ist ein Routineverfahren, welches auch in speziellen Praxen ambulant durchgeführt wird.  Aber was ist zu tun, wenn es Probleme bei der Dialyse gibt? Wenn das Blut nicht mehr ausreichend von den Giftstoffen gereinigt werden kann? Wer kümmert sich um die Patienten, die die lebensnotwendige Blutwäsche dringend benötigen?

 

Dieser Thematik haben sich verschiedene medizinische Fachgesellschaften angenommen. Die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) trägt gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN), der Deutschen Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie (DeGIR) in der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) und der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA) das Zertifizierungssystem "ZFD" – Interdisziplinäre Zentren für Dialysezugänge.

 

So heißt es  auf deren Webseite (www.clarcert.de) Die Initiative zur Zertifizierung von  Interdisziplinären Zentren für Dialysezugänge wurde vor dem Hintergrund einer stetig wachsenden Anzahl von Dialysepatienten mit dem begleitend hohen Bedarf an Erstanlagen und Korrekturen von Gefäßzugängen zur Hämodialyse sowie der zunehmenden Komorbiditäten dieser Patienten … gegründet. Die Implementierung der pflegerischen Leitlinien und der interdisziplinären Empfehlungen zum Umgang mit Gefäßzugängen soll hier Anwendung und Unterstützung finden. Ziel ist es einerseits bei größtmöglicher Wohnortnähe flächendeckend die Erstanlage von optimalen Gefäßzugängen zu gewährleisten, gleichzeitig aber auch die Behandlung von Komplikationen auf hohem fachlichem Niveau rund um die Uhr sicher zu stellen.

 

 

Am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) in Homburg/Saar hat sich in den letzten Jahren ein Zentrum für Dialysezugänge entwickelt, welches im Oktober 2020 von o.g. medizinischen Fachgesellschaften als Shunt-Referenzzentrum eingestuft  worden ist. Es gibt kleinere, regionale sowie große, überregionale Versorgungszentren in Deutschland. Bundesweit existieren insgesamt lediglich 30 zertifizierte Shuntzentren (Website Clearcert Stand 06/2022), davon werden 19 als überregionale Shunt-Referenzzentren ausgewiesen. Das Shuntzentrum in Homburg/Saar ist ebenfalls ein überregionales Referenzzentrum und das einzige zertifizierte Zentrum im Saarland, Luxemburg und dem Nordwesten von Rheinland-Pfalz (siehe Kartenausschnitt).

 

Shunt-Referenzzentren zeichnen sich durch eine vollumfassende Versorgung zu jeder Tages- und Nachtzeit aus. Neben der Routineversorgung muss auch eine Notfallversorgung auf höchstem medizinischem Standard durch Spezialisten gewährleistet sein. Aber auch Mindestmengen sind als Kriterium gefordert. Diese sind bei Referenzzentren selbstverständlich deutlich höher als bei regionalen Zentren. Mehr als 200 operative Eingriffe werden für ein Referenzzentrum gefordert. So findet am UKS beinahe an jedem Wochenarbeitstag ein derartiger Eingriff statt.

Wir am UKS wünschen eine wohnortnahe Versorgung der Patienten aus und in dieser Region, und wir möchten dafür eine gute und enge Vernetzung zwischen stationärer und ambulanter, ebenso wie zwischen universitärer und fach- bzw. hausärztlicher Versorgung.

 

Das interdisziplinär besetzte Team am Universitätsklinikum in Homburg/Saar steht Ihnen und Ihren Patienten hierfür rund um die Uhr zur Verfügung, immer zum Wohl der Patienten in dieser Region.

 

Infos: www.clarcert.de

 


 

Kartenausschnitt: Mit einem Klick auf das Bild erhalten Sie eine vergrößerte Ansicht

 


 

Shunt-Referenzzentrum

Leiterin Shunt-Referenzzentrum
Dr. Barbara Stange
Tel.: 0 68 41 / 16 - 3 10 00
Tel.: 0 68 41 / 16 - 3 10 20
Tel.: 0 68 41 / 16 - 3 10 69

Oberarzt
Dr. Christian Schlüter
Tel.: 0 68 41 / 16 - 3 10 00
Tel.: 0 68 41 / 16 - 3 10 20

Koordinator des Shunt-Referenzzentrums
Hr. Heitz - Tel.: 0 68 41 / 16 - 3 10 20
Fax: 0 68 41 / 16 - 3 10 21

Ambulanz
Fr. Dr. Jäger
Tel.: 0 68 41 / 16 - 2 26 19
Fax: 0 68 41 / 16 - 2 25 21

Sprechstunde:
Dienstags
von 08:30 - 11:30 Uhr

Ärztliche Mitarbeiter

Pflegerische Mitarbeiter der Station CA-03

Gefäßzentrum