Centre Hospitalier Universitaire de la Sarre et Faculté de Médecine de l'Université de la Sarre
Klinik für Allgemeine Chirurgie, Viszeral-, Gefäß- und Kinderchirurgie
Leitung: Prof. Dr. Matthias Glanemann
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Venöser Port

Die Verabreichung von Chemotherapeutika oder von Infusionen zur hochkalorischen Ernährung ist wegen der Aggressivität der Medikamente über eine Vene am Handrücken, Arm oder in der Ellenbeuge nicht möglich. Bei entsprechender Notwendigkeit einer Chemotherapie oder künstlichen Ernährung über Infusionslösungen werden die Patienten uns deshalb zur Implantation eines sogenannten venösen Ports zugewiesen.

 

Das Prinzip des venösen Ports besteht darin, dass ein Schlauch unmittelbar in die obere Hohlvene gelegt wird, wo die verabreichte Substanz maximal durch den Blutstrom verdünnt wird und so die Venenwand nicht angreift. Der Schlauch wird dann mit einer Titankammer verbunden, die unter der Haut durch eine Gummimembran angestochen werden kann. Das oft mühselige Suchen von geeigneten Venen und die oftmals sehr unangenehme Punktion entfallen also bei einem funktionsfähigen Port.

 

Dennoch kann ein Port neben seinen unbestreitbaren Vorteilen auch Probleme bereiten. Vor allem, wenn es zur Infektion der Portkammer bzw. des Portschlauches kommt. Infektionen von Fremdkörpern (der Port ist ja letztendlich auch ein Fremdkörper) sind im Allgemeinen sehr hartnäckig und sprechen auf eine Antibiotikabehandlung nur sehr schlecht an. Deshalb muss ein infizierter Port in der Regel wieder entfernt werden. Manchmal kommt es auch zur Blutgerinnselbildung im Port und damit zum Verschluss des Ports. Zur Vorbeugung einer Portinfektion und des Portverschlusses ist deshalb auf ein sorgfältiges Anpunktieren mit einer sterilen Nadel genau zu achten, wie darauf, dass über einen Port kein Blut abgenommen wird.

 

Es gibt verschiedene Techniken, den Portschlauch in die obere Hohlvene vorzuschieben. Wir präparieren hierzu über einen etwa 2 cm großen Hautschnitt an der Furche zwischen Schulter und Brust eine oberflächliche Vene und schieben darüber unter Röntgenkontrolle den Schlauch bis kurz vor der Einmündung der oberen Hohlvene in das Herz. Die Portkammer wird unter das Haut-/Fettgewebe vor dem Brustmuskel angenäht. An dieser Stelle ist sie kosmetisch nur wenig beeinträchtigend und gut zugänglich.