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24.05.2023
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Aufsichtsrat und Vorstand des UKS bedanken sich bei der Unabhängigen Aufarbeitungskommission für wertvolle Arbeit

Im Rahmen der heutigen Abschlussveranstaltung der Unabhängigen Aufarbeitungskommission (UAK) am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) dankten Aufsichtsrat und Vorstand des UKS den Mitgliedern der Kommission für ihre wertvolle Arbeit. Der heute veröffentlichte, rund siebenhundert Seiten umfassende Abschlussbericht soll in den kommenden Wochen intensiv durchgearbeitet werden, um anschließend konkrete Maßnahmen für die Umsetzung der einzelnen Empfehlungen der UAK abzuleiten. Diese sollen der Öffentlichkeit im Juli vorgestellt werden. 


„Menschen haben Leid erfahren, das nach allem, was wir heute wissen, vermeidbar gewesen wäre. Sie haben Antworten verdient und eine gründliche Aufarbeitung, die nach menschlichem Ermessen sicherstellt, dass so etwas heute nicht noch einmal geschehen kann. Der Aufsichtsrat dankt der Unabhängigen Aufarbeitungskommission (UAK) für die geleistete Arbeit, sie hat ihren Auftrag äußerst umfassend erfüllt. Nach Abschluss dieser Aufarbeitungsleistung wird es einige Wochen brauchen, die Ergebnisse zu bewerten, etwaige Konsequenzen zu beraten und im Aufsichtsrat zu beschließen. Auf dem eingeschlagenen Weg ist das Universitätsklinikum Homburg heute einen wesentlichen Schritt vorangekommen“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende, der Chef der Staatskanzlei des Saarlandes, David Lindemann in einer ersten Reaktion.


„Die UAK hat es uns im Rahmen ihrer Arbeit ermöglicht, Teil der Aufarbeitung und des damit verbundenen Annäherungsprozesses zu sein. Dafür sind wir der Kommission dankbar. Gerade das Gespräch mit den Betroffenen und deren Familien war für mich persönlich eine wichtige Erfahrung und mit vielen Erkenntnissen verbunden“, erklärte Prof. Dr. Jennifer Diedler, Ärztliche Direktorin und Vorstandsvorsitzende des UKS. An die Betroffenen und deren Angehörige gerichtet erneuerte sie die bereits im Oktober öffentlich ausgesprochene Entschuldigung für das erfahrene Leid und fügte hinzu: „So etwas hätte nicht geschehen dürfen und wir als Organisation – deren Aufgabe es ist, für die Sicherheit und den Schutz unserer Patientinnen und Patienten ebenso wie unserer Mitarbeitenden zu sorgen – haben hier ganz klar Fehler gemacht. Ich kann Ihnen versichern, dass wir in den vergangenen Jahren viel dazugelernt haben. Gemeinsam mit vielen engagierten Mitarbeitenden und unterstützt von erfahrenen, externen Expertinnen und Experten haben wir ein umfassendes Schutzkonzept ausgearbeitet. Wir haben klare Meldestrukturen und Dokumentationspflichten eingeführt und neutrale Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner benannt – mit dem Ziel, heute und in Zukunft sicherzustellen, dass jeder Verdachtsfall konsequent nachverfolgt wird. Auf unserem weiteren Weg zu einer offenen Kommunikationskultur und gesunden Fehlerkultur werden wir sicherlich auch von den heute ausgesprochenen Empfehlungen der UAK profitieren.“


Die 83 im Abschlussbericht enthaltenen Empfehlungen sollen in den kommenden Wochen intensiv durchgearbeitet werden. Der Aufsichtsrat des UKS beabsichtigt, noch im Juli eine Entscheidung zur Umsetzung der einzelnen Maßnahmen zu treffen. Nach dieser Entscheidung folgt kurzfristig eine Information der Öffentlichkeit. Das gilt insbesondere für den Prozess der Entschädigung. Aufsichtsrat und Vorstand des UKS sind dankbar für den von der UAK vorgeschlagenen Rahmen und die bereits vorgenommene Kategorisierung der Entschädigungszahlungen.


Losgelöst von der konkreten Umsetzung der einzelnen Empfehlungen gibt es schon jetzt eine wichtige Botschaft für Betroffene und deren Angehörige. Auch nach dem Abschluss der UAK kann man sich weiterhin an einen unabhängigen Ansprechpartner wenden: den ehemaligen Leitenden Polizeidirektor Peter Becker, der heute stellvertretender Landesvorsitzender der Opferschutzorganisation „Weisser Ring“ im Saarland ist. Als externer und unabhängiger Ombudsmann des UKS setzt er sich bereits seit Anfang 2020 für die Belange der Menschen ein, die ihn um Hilfe oder Vermittlung bitten (Kontakt: ombudsstelle@uks.eu oder Telefon 0175-114 69 56). Das UKS hat eine Reihe weiterer interner und externer Kontaktstellen, u.a. einen Compliance Officer, eine Beauftragte für das Schutzkonzept und einen Kinder-schutzbeauftragten. Diese sind im Schutzkonzept und auch in dieser Übersicht aufgeführt. Nicht zuletzt ist ebenso der Vorstand des UKS weiterhin und jederzeit offen für den Austausch und steht für Dialoge bereit.