Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Innere Medizin III - Kardiologie, Angiologie und internistische Intensivmedizin
Leitung: Prof. Dr. Michael Böhm
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Abb.1 - Neuhauser et al. Journal of Human Hypertension 29, 247-253 (April 2015) - doi:10.1038/jhh.2014.82
Abb.1: Prävalenz des Bluthochdrucks (in %) in Deutschland nach Altersgruppen und Geschlecht. (Quelle: Bundes-Gesundheitssurvey 1998)

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen in den westlichen Industrienationen. Weltweit ist ein erhöhter Blutdruck für etwa 7 Millionen Todesfälle pro Jahr verantwortlich. In Deutschland sind fast 30 Millionen Menschen von dieser Erkrankung betroffen. Der Blutdruck unterliegt jedoch großen Schwankungen und die Diagnose einer arteriellen Hypertonie sollte immer auf zahlreichen Messergebnissen zu mindestens zwei Zeitpunkten beruhen. Die Blutdruckmessungen können sowohl in der Arztpraxis/Klinik als auch vom Patienten in Selbstmessung zuhause oder automatisch mittels einer 24h-Langzeitmessung stattfinden. Die Einzelmessung sollte im Sitzen in einer ruhigen Atmosphäre erfolgen. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass für den jeweiligen Patienten eine passende Messmanschette ausgewählt wird. Bluthochdruck erhöht deutlich das Risiko einen Herzinfarkt, eine Herzschwäche, einen Schlaganfall oder eine Nierenerkrankung zu entwickeln. Trotz Gewichtsabnahme, gesunder Ernährung, Sport und einer Vielzahl wirksamer und gut verträglicher blutdrucksenkender Medikamente, erreichen jedoch lediglich ein Viertel der behandelten Patienten die von den Fachgesellschaften vorgeschriebenen Zielblutdruckwerte (<140/90 mmHg). Das Behandlungsziel für Patienten mit einem Bluthochdruck lautet folglich die Reduktion des individuellen Risikos eine Folgeerkrankung des Bluthochdrucks zu erleiden.

Die wissenschaftlichen Tätigkeiten der Arbeitsgruppe werden unterstützt von der Deutschen Hochdruckliga (Hochdruckliga) sowie der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK).