Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Innere Medizin III - Kardiologie, Angiologie und internistische Intensivmedizin
Leitung: Prof. Dr. Michael Böhm
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Wie wird ein sekundärer Bluthochdruck diagnostiziert?

Nicht selten liegt bei Patienten mit schwer einstellbarerem Bluthochdruck eine potenziell reversible Ursache der Hypertonie vor. Hierbei spricht man von einer sogenannten sekundären Form der Hypertonie. Die häufigsten Formen der sekundären Hypertonie sind kurzzeitige Phasen von Sauerstoffmangel durch Atemaussetzer während des Schlafs  (obstruktives Schlafapnoesyndrom), chronische Nierenerkrankungen bzw. Nierenfunktionsstörungen, eine Überfunktion der Nebennierenrinde (primärer Hyperaldosteronismus, auch „Conn-Syndrom“ genannt) sowie Verengungen der blutzuführenden Nierengefäße (Nierenarterienstenose). Neben einem ausführlichen Arzt-Patienten-Gespräch (inklusive Medikamentenanamnese), einer körperlichen Untersuchung und der ambulanten Langzeit-Blutdruckmessung sollten bei Patienten mit einem Verdacht auf einen sekundären Bluthochdruck laborchemische Analysen der Blutelektrolyte, des Blutzuckers, der Schilddrüsenhormone und der Nierenparameter sowie eine Urindiagnostik durchgeführt werden. Des Weiteren empfehlen wir eine farbkodierte Duplexsonographie der Nierenarterien zum Ausschluss einer Engstelle. Nachdem die Ergebnisse der oben genannten Untersuchungen vorliegen, kann über eine weiterführende Diagnostik sowie spezifische Therapien nachgedacht werden.

Häufige Ursachen Seltene Ursachen
Obstruktives Schlafapnoesyndrom Phäochromozytom
Nierenarterienstenosen Cushing-Syndrom
Primärer Hyperaldosteronismus Hyperparathyreoidismus
Chronische Niereninsuffizienz Coarcatio aortae