Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Klinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin
Leitung: Prof. Dr. E.-F. Solomayer
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Infobroschüre zur
Dysplasie-Einheit

Herzlich willkommen in der
Kolposkolpie-/Dysplasie-Einheit


Das Ziel der Krebsvorsorge ist, abnorme, aber immer noch gutartige Veränderungen in den Zellen des Gebärmutterhalses (sogenannte Krebsvorstufen oder Dysplasien) zu entdecken, lange bevor sie sich zu Krebs entwickeln können. Gebärmutterhalskrebs und seine Vorstufen werden durch eine Infektion mit Humanen Papillomaviren (HPV) verursacht. Wichtig ist, dass sich die Vorstufen selten zu Krebs entwickeln, oft können sie sich ohne Behandlung zurückbilden. In einigen Fällen ist jedoch eine operative Behandlung notwendig. Die Kolposkopie ist eine sehr sichere Methode, um diese Auffälligkeiten zu entdecken und genau einzustufen. Die Früherkennung bietet den Vorteil der schonenden, schnellen und einfachen Behandlung der Krebsvorstufen, in der Regel erfolgt diese ambulant. Nur selten ist ein stationärer Aufenthalt notwendig. Chronische Entzündungen der Haut (z.B. Lichen sclerosus), aber auch bösartige Veränderungen (Vulvakarzinom) können chronische, wiederkehrende Beschwerden im Genitalbereich (Juckreiz, Brennen oder Schmerzen bei Sexualkontakten) verursachen. Da die Veränderungen mit dem bloßen Auge oft nicht sichtbar sind, kann bei Beschwerden oder bei Hochrisiko-Patientinnen die kolposkopische Untersuchung der Vulva und eine Entnahme von Gewebeproben zur Abklärung erforderlich sein.


Dr. med. Zoltan Takacs
OA und Leiter der Kolposkopie-/Dysplasie-Einheit

Leistungsspektrum der Kolposkopie/Dsyplasie-Einheit

Unser Team

Dr. med.
Takacs
, Zoltan
Risikoschwangerenambulanz (DEGUM II), Leitung Dysplasie-Einheit und Zytologie-Labor
0 68 41 - 16 - 2 80 00
Takacs Zoltan
Dr. med.
Baus
, Simona Lucia
Leitung IVF-Ambulanz
0 68 41 - 16 - 2 80 00
Baus Simona Lucia
Dr. med.
Linsler
, Christina
Funktionsoberärztin
0 68 41 - 16 - 2 80 00
Linsler Christina
Mees
, Lisa
Fachärztin
0 68 41 - 16 - 2 80 00
Mees Lisa

Betreuung bei Dysplasie in der Schwangerschaft

Die Abklärung der o.g. genannten Auffälligkeiten ist auch in der Schwangerschaft möglich, eine Gewebeprobeentnahme oder Operation ist nur selten notwendig.

Vorgeschichte, Vorbefunde

Bitte bringen Sie alle relevanten Vorbefunde mit. Gerade bei chronischen Beschwerden sind uns Informationen über die bisher erfolgten diagnostischen (Laborbefunde, Zytologie, Histologie) und therapeutischen Maßnahmen (Operationsberichte, Liste über angewandte Medikamente) für Ihre Behandlung wichtig.

Was sollten Sie vor eine Kolposkopie tun?

Machen Sie oder Ihr Arzt einen Termin in unserer Dysplasie-sprechstunde aus. Bitte beachten Sie, dass die Untersuchung - wenn möglich - nicht während der Periode stattfinden sollte. In dem Fall kontaktieren Sie uns und ändern Sie Ihren Termin. Bitte bringen Sie eine Überweisung von Ihrem Frauenarzt mit.

Was passiert bei der Kolposkopie?

Bei der Kolposkopie – ähnlich wie bei der Krebsvorsorge – liegen Sie auf einer speziellen Liege mit Beinhalter. Das Kolposkop (ähnlich wie ein Fernglas auf  einem Stativ) gibt eine vergrößerte 3-D Ansicht und ermöglicht die detaillierte mikroskopische Untersuchung des Gebärmutterhalses, der Vagina (Kolposkopie) und der Vulva (Vulvoskopie). Die Behandlung vom Muttermund mit Essigsäure und Jodlösung (Lugol`sche Lösung) erleichtert die Erkennung der auffälligen Bereiche. Zur weiteren Abklärung eines auffälligen Bereiches kann die Entnahme von Gewebeproben notwendig sein. Die nur wenige Millimeter große Gewebeprobe wird zur histologischen Untersuchung geschickt. Zur Gewebeprobenentnahme vom Gebärmutterhals werden Sie normalerweise keine Betäubung benötigen. Gewebeprobeentnahmen an der Vulva erfolgen immer in örtlicher Betäubung.

Nach Vorliegen der Befunde

Nachdem alle Befunde ausgewertet sind, erfolgt eine individuelle Beratung über die weiteren Maßnahmen: Ist eine Therapie notwendig? Wenn ja, welche Möglichkeiten gibt es? Welche sind die Vor- und Nachteile der einzelnen Therapieoptionen, etc.

Operative Therapie

Zur Behandlungen von Dysplasien an Gebärmutterhals, Vagina oder Vulva können kleine Operationen notwendig werden. Jeder dieser Eingriffe kann selbstverständlich in Lokalanästhesie und im Rahmen einer ambulanten Behandlung durchgeführt werden. Zum Spektrum der Opertionen gehören Loop-Konisationen und Loop-Exzisionen sowie Laservaporisationen und          Laserexzisionen.

Zytologie

Als universitäre Einrichtung führen wir selbstverständlich erfolgreich ein eigenes Zytologielabor, in dem hochqualifiziertes Personal sämtliche modernen zytologischen Untersuchungen durchführen kann. Ebenso besteht eine enge Zusammenarbeit mit den Kollegen unten genannter Institute.

Kooperationspartner

In unserer Spezialsprechstunde kooperieren wir regelmäßig und mit ausserordentlich gutem Erfolg mit den Kollegen folgender Kliniken:

  • Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
  • Dermatohistologie
  • Institut für Allgemeine und Spezielle Pathologie
  • Institut für Virologie

Kolposkopie- und Dysplasie-Einheit


Oberarzt

Dr. med. Zoltan Takacs
Leitung Dysplasie-Einheit
Gynäkologische Zytologie
Gynäkologische Exfoliativzytologie
E-Mail

zoltan.takacs @uks.eu

Info-Broschüre
Dysplasie-Einheit


Sprechzeiten
Montags 08:00-14:0
Dienstags 08:00-14:00
Donnerstags 08:00-14:00

Terminvergabe unter

0 68 41 - 16 - 2 81 34

Hospitationen sind möglich,
Anfragen bitte per Mail an:
zoltan.takacs @uks.eu

Zertifikat Dysplasie-Einheit