Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Klinik für Urologie und Kinderurologie
Leitung: Prof. Dr. Michael Stöckle
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Nierensteinleiden (Uroltihiasis)

Urolithiasis (Nierensteinerkrankung) ist eine häufige Erkrankung und wird teilweise unterschätzt. Ca. 5 % der Bundesbevölkerung leidet an Nierensteinen; allerdings wird dies nur bei 1,2% der Bevölkerung durch eine Steinepisode (Koliken) auffällig.
Das höchste Risiko für ein solches Erstereignis liegt zwischen dem 25-50 Lebensjahr; die meisten Patienten befinden sich somit im erwerbsfähigen Alter mit hohen Belastungen in Beruf und Familie.
Bis zu 60% der Harnsteine gehen zwar (meist unter starken Schmerzen) spontan ab, dennoch bedarf mehr als 1/3 der Patienten eine klinische Intervention.

Nach einer Steinepisode muss in bis zu 50% der Fälle mit einer erneuten Episode im Verlauf (Rezidiv) gerechnet werden.
Dies hängt u.a. auch von der Steinzusammensetzung ab.
Neben der üblichen urologischen Basisdiagnostik, die bei allen Steinpatienten durchgeführt werden sollte, ist es speziell für Rezidivsteinbildnern und auch für Patienten die sich in einer Risikogruppe für erneute Steinbildung befinden notwendig eine weiterführende so genannte metabolische Abklärung durchzuführen. Hiernach können dem Patient entsprechende Verhaltensregeln und ggfs. auch Medikamente empfohlen werden, die Rezidive verhindern bzw. die erneute Steinbildung aufhalten können (sog. Metaphylaxe).

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