Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
Leitung: Univ.-Prof. Dr. med. Arno Bücker M.Sc.
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Facharztweiterbildung zum Radiologen


Großen Raum in unserer täglichen Arbeit nimmt die Fort- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter ein. Mit zunehmender Bedeutung des Radiologen als zentrale Stelle in klinischen Entscheidungsprozessen wird das Anforderungsprofil der zukünftigen Radiologen kontinuierlich erweitert.

Waren die Radiologen lange Zeit als blasse Mitarbeiter verschrien, die in dunklen Räumen Befunde verfassten, die mit dem klinischen Alltag wenig zu tun hatten, so ist heute die Radiologie ein wichtiger Anlaufpunkt für alle Disziplinen. Radiologische Befunde stellen in klinischen Konferenzen eine wesentliche Grundlage von Therapieentscheidungen. Die ideale Radiologie sollte damit lebendige Kommunikationszentrale eines modernen Krankenhauses sein.

Wir versuchen durch hohe Qualität und vor allem partnerschaftlichen Kontakt mit den Kliniken diese Dreh- und Angelstelle zu sein.

 

Daher stellt das reine Lernen richtigen Befundens, also der Befunderkennung und - beschreibung, nur einen kleinen Teil der zu erwerbenden Fähigkeiten dar. Der Umgang mit Patienten, die Informationsweitergabe an die anfordernden Kliniken und vor allem auch die klinische Wertung aller erhobenen Befunde fordert den Radiologen als klinisch tätigen Arzt heute mehr als früher.

 

Um diesen (erfreulichen) Tendenzen Rechnung zu tragen, haben wir unsere curricularen Weiterbildungsmaßnahmen diversifiziert und wollen auf diesem Wege dazu beitragen, auch in Zukunft eine qualitativ hochwertige Radiologie anzubieten.

 

Im Einzelnen bieten wir folgende Veranstaltungen an:


1.  Morgendliches fallbasiertes Lernen (Mo, Di, Do, Fr 7:45 Uhr - 8:30 Uhr)

„Heißer Stuhl“: ein Assistent bereitet einen Fall vor, ein anderer Assistent „löst" diesen Fall, mit Zwischenfragen und Hilfestellung der anwesenden Fach- und Oberärzte.

Ziel ist hier neben dem reinen Wissenserwerb die aktive Vorbereitung auf die Facharztprüfung und klinische Konferenzen.

 

2.  Problem-orientiertes Lernen (jeden Mi, 7:45 Uhr - 8:30 Uhr)

In der offenen Runde werden zu radiologischen „Alltagsproblemen“ Literaturrecherchen besprochen sowie Lösungsvorschläge erarbeitet.

Ziel hierbei ist vor allem das Erlernen eines Grundgerüstes für wissenschaftliches Vorgehen, d.h. die Bewertung von Literatur, das Arbeiten mit und Erarbeiten evidenzbasierter Medizin.


3.  Klassische themenzentrierte Fortbildung (jeden Mo, 16:30 Uhr - 17:15 Uhr)

Assistenten behandeln in einem kurzen Vortrag interessante radiologische Themen, auch Referenten aus anderen Kliniken werden eingeladen; dabei besteht die   Möglichkeit TED-Fragen einzubauen.

Ziel ist die Übung, Vorträge vor einem Fachpublikum zu halten sowie die systematische Erarbeitung eines umschriebenen Themas, um dieses in einer Fortbildung didaktisch geschickt vermitteln zu können.

 

4.  M & M-Konferenz (1. Mi im Monat 7:45 Uhr - 8:30 Uhr)

Besprechen von Fehlbefunden oder kritischen Ereignissen in der Patientenversorgung

Ziel ist hier das Erlernen eines sinnvollen Umganges mit Fehlern sowie deren frühzeitige Erkennung aber auch das Lernen aus Fehlern


5.  Befundbesprechung

Befunde werden von den freigebenden Fach- und Oberärzten direkt mit den Assistenten besprochen.

Ziel ist hier neben der korrekten Befundung vor allem das Erkennen klinischer Zusammenhänge, die Wertung der erhobenen Befunde und die Weitergabe an die Kliniken.