Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Klinik für Neurochirurgie
Leitung: Prof. Dr. Joachim Oertel
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Fallbeispiele aus unserer Klinik

Die kernspintomographischen Aufnahmen wurden von der Neuroradiologie, unter der Leitung von Prof. Reith, aufgenommen und uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Fall 1:

Olfaktoriusmeningeom bei einer 51 Jahre alten Patientin. In der Vorgeschichte berichtete die Patientin, dass sie seit 3 Jahren unter Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sowie an Intensität zunehmenden Kopfschmerzen litt. Bei der neurologischen Untersuchung fand sich bei der Patientin ein vollständiger Verlust der Riechfähigkeit, sowie ein Geschmacksverlust.


Der Tumor konnte mikrochirurgisch vollständig entfernt werden. Histologisch handelte es sich um ein Meningeom WHO Grad I.



Fall 2:

Großes links frontal gelegenes Konvexitätsmeningeom bei einem 56 Jahre alten Patienten. Der Patient berichtete, dass es bei ihm zweimalig zu unwillkürlichem Urinabgang gekommen war. Die Familienangehörigen berichteten zusätzlich, dass es bei diesem Patienten zu einer Wesensänderung gekommen sei.


Der Tumor konnte mikrochirurgisch vollständig entfernt werden. Histologisch handelte es sich um ein Meningeom WHO Grad II.


Fall 3:

Rechtsseitiges Tentoriummeningeom bei einer 66 Jahre alten Patientin. Die Patientin berichtete, dass es bei ihr vor wenigen Monaten zu einem ungerichteten Schwindelgefühl gekommen wäre. Im Rahmen einer solchen Schwindelattacke war sie dann gestürzt, was zur Diagnose der Raumforderung im Bereich des Kleinhirnes rechtsseitig führte. Bei der klinisch-neurologischen Untersuchung fand sich ein Hörverlust auf der rechten Seite.


Der Tumor konnte mikrochirurgisch vollständig entfernt werden. Histologisch handelte es sich um ein Meningeom WHO Grad I.


Fall 4:


Die 64-jährige Patientin klagte seit mehreren Monaten über ein an Intensität zunehmendes, rechtsseitiges Ohrgeräusch mit Schwindelsymptomatik. Auf Nachfragen gab die Patientin außerdem an seit ca. einem Jahr mit dem rechten Auge nur noch sehr verschwommen zu sehen. Zur weiteren Abklärung der Beschwerdesymptomatik wurde bei der Patientin eine Kernspinuntersuchung des Kopfes mit und ohne Kontrastmittel durchgeführt.

 

Kernspintomographisch zeigte sich eine ca. 3 bis 4 cm große Raumforderung im Bereich der vorderen Schädelgrube. Die Sehnervenkreuzung wurde durch diesen Prozess angehoben und der rechtsseitige Sehnerv verlagert und gedrückt.

 

Die Patientin wurde mikrochirurgisch mittels Neuronavigation operiert, wobei der Tumor nach Schädeleröffnung total entfernt werden konnte. Der Eingriff verlief komplikationslos. Umgehend stellte sich eine Verbesserung der Sehschärfe auf dem rechten Auge ein. Zehn Tage nach der Operation konnte die Patientin nach Hause entlassen werden.

Kernspintomographie vor der Operation:
großer Tumor der Schädelbasis



Kernspintomographie 7 Tage nach Operation:
totale Tumorentfernung



Fall 5:


Sehr ausgedehntes Meningeom beidseits occipital, sowie beidseits über den Kleinhirnhälften bei einer 61 Jahre alten Patientin. Der Tumor hat den Knochen infiltriert und wächst bereits unter der Kopfhaut weiter. Aus der Vorgeschichte berichtete die Patientin über eine an Intensität zunehmende Kopfschmerzsymptomatik, sowie eine Gangstörung. Bei der klinisch-neurologischen Untersuchung fiel ein erheblicher Sehverlust sowie eine erhebliche Gesichtsfeldeinschränkung auf.


Der Tumor konnte mikrochirurgisch vollständig entfernt werden. Histologisch handelte es sich um ein anaplastisches Meningeom WHO Grad III. Trotz der vollständigen Entfernung des Tumors kam es zu einem erneuten Wachstum, so dass nach erneuter Operation eine Strahlentherapie eingeleitet wurde.

Aufnahmen vor der Operation:


 


Aufnahmen 6 Monate nach der Operation:





Fall 6:


Nasoethmoidales Meningeom bei einer 16-jährigen Patientin, die über Kopfschmerzen klagte.


Der Tumor konnte mikrochirurgisch vollständig entfernt werden. Histologisch handelte es sich um ein fibroblastisches Meningeom WHO Grad II.


Der zytogenetische Befund:



Aufnahme vor der Operation


 

Aufnahme nach der Operation



Fall 7:


31-jähriger Patient. Zytogenetisch ergab sich ein normaler Karyotyp (46,XY). Seit der Operation (1995) ist kein Rezidiv aufgetreten.

Aufnahmen vor der Operation


 


Aufnahmen nach der Operation


 



Fall 8:


41-jähriger Patient. Nach der 2. Operation 2002 ist kein Rezidiv aufgetreten. Der zytogenetische Befund ergab den folgenden Karyotyp: 42,XY,del(1)(p21),-6,-14,-18,-22

Aufnahme vor der Operation


Aufnahme nach der Operation