Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Innere Medizin V - Pneumologie, Allergologie, Beatmungs- und Umweltmedizin
Leitung: Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Robert Bals
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Was ist Lungenhochdruck?

 

Lungenhochdruck oder Pulmonale Hypertonie (PH, griech: „pulmo“=Lunge, „hyper“=übermässig, „tonus“=Spannung) ist eine Sammelbezeichnung für Erkrankungen, die durch einen erhöhten Gefäßwiderstand und einen erhöhten Blutdruck in den Lungenarterien des Lungenkreislauf (s. Abb.1.) gekennzeichnet sind. Mit fortschreitender Erkrankung tritt oft eine Rechtsherzinsuffizienz auf. Ab einem pulmonalarteriellen Mitteldruck (PAPm) von 25 mmHg (in Ruhe) liegt eine manifeste PAH vor, ein Druck zwischen 21 und 24 mmHg gilt als grenzwertig (gemäß 4. PH-Weltkonferenz, Dana Point 2008).

 

 

Der Blutkreislauf

 

Das Blutkreislaufsystem wird in einen großen "Körperkreislauf" und einen kleinen "Lungenkreislauf" unterteilt (s. Abb.1): Die linke Herzhälfte versorgt den gesamten Körper (Muskeln, Organe) mit sauerstoffreichem Blut, das sauerstoffarme Blut fließt zur rechten Hälfte des Herzens zurück. Die rechte Herzhälfte pumpt das sauerstoffarme Blut durch die Lungenarterien in die Lunge, wo es mit Sauerstoff aufgesättigt wird und über die Lungenvenen zum linken Herz befördert wird, dann beginnt der Kreislauf von vorne.

 

 

 

 

 

 

Abb.: Lungenkreislauf des Menschen (kleiner Kreislauf), www.lungenhochdruck.ch: Abb. modif.