Hinweis - Diese Webseite verwendet technisch notwendige Cookies. Durch Klicken auf "OK" wird ein zusätzlicher Cookie gesetzt, damit dieser Hinweistext nicht erneut erscheint. Weitere Informationen
OK
Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Innere Medizin I - Onkologie, Hämatologie, Klin. Immunologie und Rheumatologie
Leitung: Priv. Doz. Dr. med. Lorenz Thurner
Sie befinden sich hier: >> Startseite >> Klinische Zentren und Einrichtungen >> Klinische Zentren und Einrichtungen am UKS >> Medizinische Kliniken >> Innere Medizin I >> Klinik >> HIV Ambulanz

HIV-Ambulanz

Ärztliche Leitung

Dr. med.
Bewarder, 
Moritz
Stellvertreter des Kommissarius, leitender Oberarzt, Personaloberarzt
Leitung hämatologisches Speziallabor, Translationale Forschung
Mildred Scheel Station für Stammzelltransplantation
06841-16 15001
06841-16 15012
4580
Bewarder Moritz

HIV-Ambulanz


In unserer HIV-Ambulanz betreuen wir Menschen mit HIV und bieten das gesamte Spektrum der Diagnostik und Therapie der HIV-Infektion an. Im Rahmen unserer HIV-Sprechstunde erfolgt bei Erstvorstellung eine entsprechende Statuserhebung (u.a. HIV-Viruslast, CD4+-Zellzahl, Einschätzung des kardiovaskulären Risikoprofils, laborchemische und weitere virologische Diagnostik) sowie die ausführliche Beratung bezüglich der aktuell vorhandenen Therapiemöglichkeiten. Heutzutage werden Patienten mit HIV-Erkrankung bereits bei Diagnosestellung mit einer Kombinationstherapie aus 3 verschiedenen Medikamenten behandelt - in unserer HIV-Sprechstunde wird der Patient ausführlich über die vorhandenen Therapieoptionen aufgeklärt und entsprechende Kontrolltermine vereinbart.

 

Ihr Termin bei uns

Bitte bringen Sie bei Erstvorstellung in unserer HIV-Ambulanz die folgenden  Unterlagen mit:

  • Überweisungsschein
  • Elektronische Gesundheitskarte (früher: Krankenversichertenkarte)

 

Alle Ihnen zur Verfügung stehenden medizinischen Dokumente wie z.B.

  • Befunde von Röntgen-, CT- und/oder MRT-Untersuchungen
  • Laborwerte
  • Ergebnisse vorheriger Untersuchungen
  • Impfpass (sehr wichtig!)

PrEP - PräExpositionsprophylaxe

Die sog. PrEP schützt HIV-negative Menschen vor HIV, wenn sie zuverlässig eingenommen wird. Aktuell steht für MSM (Männern, die Sex mit Männern haben) seit August 2016 das Medikament Tenofovir/Emtricitabin (Truvada®) zur Verfügung - in Deutschland ist die PrEP seit Oktober 2019 zugelassen / verschreibungsfähig und wird von den Krankenkassen finanziert (Teil des GKV-Leistungskataloges (TSVG).

Bevor eine PrEP verschrieben werden kann müssen entsprechende Kontrolluntersuchungen und ein umfassendes Aufklärungsgespräch erfolgen.

 

Für wen? Personen mit hohem HIV-Risiko:

  • nach individueller und situativer Risikoüberprüfung drogeninjizierende Personen ohne Gebrauch steriler lnjektionsmaterialien
  • HIV-negative MSM und Transgender (> 2x analer GV ohne Kondom innerhalb der letzten 3-6 Monate)
  • HIV-negative Personen mit penetrativem Sex ohne Kondom und neu diagnostizierte STI im letzten Jahr
  • HIV-negative Personen in serodiskordanter Konstellationen mit virämischen HIV-positiven Partner*in ohne antiretrovirale Therapie (ART) oder in der Anfangsphase einer ART

 

Untersuchung zu Beginn / Erstvorstellung:

  • HIV-Test
  • Ausführliche Anamnese
  • Test auf Hepatitis B, C
  • Untersuchung auf Geschlechtskrankheiten (Chlamydien, Syphilis, Gonokokken)
  • Bestimmung von Kreatinin (Nierenwert)

 

Verlaufsuntersuchungen während der PrEP-Einnahme:

  • Alle 3 Monate:
    • HIV-Test
    • Untersuchung auf Geschlechtskrankheiten (Chlamydien, Syphilis, Gonokokken)
    • ggf. Nierenwertkontrolle
    • Alle 6-12 Monate:
      • Bestimmung von Kreatinin (Nierenwert)
      • Test auf Hepatitis B und C

 

Möglichkeiten der PrEP-Einnahme:

 

Tägliche PrEP-Einnahme

Hier wird täglich eine Tablette Truvada® eingenommen, diese Einnahmemodalität bietet einen dauerhaften Schutz, wenn die Einnahme zuverlässig täglich erfolgt. Wenn es häufiger zu ungeplanten oder wöchentlichen Sex kommt ist diese Form empfehlenswert.

  • Einnahmestart: sollte man innerhalb der ersten 4 Tage nach Beginn der PrEP Geschlechtsverkehr haben, dann sollten am ersten Tag 2 Tabletten genommen werden
  • Wenn die tägliche Einnahme beendet werden soll, dann sollte man sie jedoch mindestens bis 2 Tage nach dem letzten Geschlechtsverkehr einnehmen

 

PrEP-Einnahme bei Bedarf

Diese Einnahmemodalität ist nur sinnvoll, wenn man selten ungeschützten Sex hat und wenn man weiß, wann man Sex haben wird. Das Medikament ist hierfür offiziell nicht zugelassen!

 

  • Einnahmestart: Mindestens 2 bis 24 Stunden vor dem Geschlechtsverkehr 2 Tabletten einnehmen
  • 24 Stunden nach der ersten Einnahme wieder eine Tablette einnehmen und fortfahren mit der Einnahme einer Tablette, solange die sexuellen Aktivitäten andauern
  • Bis 2 Tage nach dem letzten Geschlechtsverkehr sollte eine Tablette täglich genommen werden

 

Tablette vergessen?

  • Wenn man 3 oder mehr Tabletten pro Woche vergessen hat, sollte man umgehend mit seinem Arzt/Ärztin sprechen
  • Nie mehr als 7 Tabletten pro Woche nehmen - mehr Tabletten erhöhen den Schutz nicht!
  • Wenn man im Rahmen der täglichen PrEP 1 oder 2 Tabletten pro Woche vergisst, sollte der Schutz trotzdem bestehen bleiben
  • Nie mehr als 2 Tabletten zum Start einnehmen!
  • Bei PrEP bei Bedarf darf keine Tablette vergessen werden - falls doch, umgehende Arzt-Vorstellung

 

Online-Informationen:

www.hivandmore.de/hiv-prep/prep-faq.shtml

www.daignet.de

www.aidshilfe.de/hiv-prep

 

 

 

 

Stand: 02/20, Dr. Kaddu-Mulindwa

HIV und Corona-Impfung

 

Seit dem 27. Dezember 2020 steht eine Impfung gegen Covid-19 / SARS-CoV2 in der EU bzw. Deutschland zur Verfügung. Im Jahr 2021 werden zudem weitere Impfstoffe zugelassen.

Ihre Fragen zu diesem wichtigen Thema beantwortet die Deutsche Aids-Hilfe unter folgendem Link:

https://www.aidshilfe.de/corona-impfung

Nachfolgende Fragen werden dort für Sie beantwortet:

 

  • Das Wichtigste zur Corona-Impfung und HIV
  • Sollte man sich gegen Covid-19 impfen lassen?
  • Sind Menschen mit HIV besonders durch die Covid-19-Erkrankung gefährdet?
  • Können und sollten sich Menschen mit HIV gegen Covid-19-impfen lassen?
  • Sind bei Menschen mit HIV mehr Nebenwirkungen durch die Impfung zu erwarten?
  • Kommen Menschen mit HIV bevorzugt an eine Impfung?
  • Wie funktionieren m-RNA-Impfstoffe?
  • Welche Nebenwirkungen gibt es?
  • Welche Impfungen kommen noch?
  • Kann ich mich trotz Impfung mit SARS-CoV-2 anstecken?
  • Wie viele Impfungen braucht man?
  • Wie lange hält die Schutzwirkung der Impfung an?

 

Im Saarland wird die saarländische Covid-19-Impfstrategie zentral über die Landesregierung gesteuert. Ihre wichtigsten Fragen hierzu werden unter folgendem Link beantwortet:

https://www.saarland.de/DE/portale/corona/impfung/impfung_node.html

Sprechzeiten

Dienstag: 09:00 - 12:00 Uhr

Dienstag: und 13:00 - 16:00 Uhr

Mittwoch: 08:30 - 12:00 Uhr

Mittwoch: und 14:00 - 16:00 Uhr

Terminvereinbarungen

HIV Ambulanz
06841-16 15900/1
06841-16 15248