Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Informations- und Behandlungszentrum für Vergiftungen des Saarlandes
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GIZ

ACHTUNG: Giftnotruf des Universitätsklinikums des Saarlandes hat am 31.03.2021 ihren Betrieb eingestellt!


Ab dem 1. April 2021 übernimmt das Giftinformationszentrum in Mainz die Giftberatung für das Saarland (Pressemeldung vom 30.3.2021: https://www.saarland.de/muv/DE/portale/gentechnikundchemikalien/aktuelles/aktuelle-meldungen/2021/q1/pm_2021-03-30_055_Giftinformationszentrum.html).

 

Im Falle eines Vergiftungsnotfalls wählen Sie bitte die Beratungsnummer der GIZ Mainz: 06131-19240.

 

Die Behandlung vergifteter Patienten und die Durchführung von toxikologischen Analysen bleibt von der Schließung der Giftnotrufzentrale unberührt. An den Universitätskliniken Homburg sind für Patienten mit schwerer Vergiftung sämtliche Therapiemöglichkeiten, insbesondere alle Methoden der sekundären Giftentfernung und ein Antidotarium verfügbar. Es werden in Homburg auch weiterhin rund um die Uhr toxikologische Notfall-Analysen im Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie durchgeführt (KlinTox-Service: http://www.pzms.uni-saarland.de/index.php/kontakt/klintox-service).

 

Hintergrund

Seit fast 60 Jahren besteht an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin in Homburg/Saar eine Giftberatung und seit dem Jahr 2000 ist nach dem Chemikaliengesetz (§16e) die GIZ Homburg als zuständiges Giftinformationszentrum für das Saarland benannt. Die Giftberatung hat in dieser Zeit das Profil der Kinderklinik in Homburg mitgeprägt. Mit großartigem Einsatz haben die Kinderärztinnen und -ärzte neben ihrer Stations- und Ambulanzarbeit auch die wichtige Aufgabe in der Giftberatung verantwortungsvoll erfüllt. Gemessen an den 2.000 Beratungsfällen pro Jahr galt die GIZ Homburg unter den 8 deutschen Giftinformationszentren immer als die „Kleinste“. Aufgrund der eingeschränkten Entwicklungsperspektive für eine speziell eingerichtete Giftzentrale am Standort Homburg wurde gemeinsam von der GIZ-Leitung, dem Vorstand des Universitätsklinikums des Saarlandes und dem Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz die Verlagerung der Giftberatung in ein anderes Giftinformationszentrum beschlossen. Ab dem 1. April 2021 übernimmt das Giftinformationszentrum der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen an der Universitätsmedizin in Mainz die Giftberatung für das Saarland. Für die saarländischen Anrufer steht zukünftig eines der größten Giftinformationszentren in Deutschland (ca. 40.000 Fälle pro Jahr) für Beratungen bei Vergiftungen zur Verfügung (àInternetseite der GIZ Mainz: http://www.giftinfo.uni-mainz.de/giz/uebersicht.html).