Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Thomas Vogt
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Behandlungsangebot

 

 

Diagnose

 

Vor Beginn einer Behandlung ist eine sorgfältige Diagnosestellung unerlässlich. Hierbei gehört die klinische Untersuchung durch unsere Ärzte zum ersten und wichtigsten Untersuchungsinstrument. Sofern weitere Untersuchungen notwendig sind können diese im Anschluss durchgeführt werden. Hierzu gehören die Auflichtmikroskopie (Dermatoskopie) ggf. in Kombination mit einer Computerdermatoskopie mit digitaler Bildanalyse sowie die feingewebliche Untersuchung von Hautproben mittels histologischer, immunhistologischer und molekularbiologischer Zusatzuntersuchungen. Bei Risikotumoren kann leitliniengerecht eine Wächterlymphknotenbiopsie (Sentinel Node Biopsy) durchgeführt werden. Im Rahmen der apparativen Diagnostik können, teils in Kooperation mit anderen Kliniken und Instituten, Lymphknotensonographien, Computer-tomographische (CT) oder Kernspin-tomographische Untersuchungen (MRT), sowie szintigraphische Untersuchungen incl. PET-CT durchgeführt werden.

 

 

 

Therapie


In der Mehrzahl der Fälle erfolgte die operative Entfernung von Hauttumoren zu Beginn einer Therapie. Diese Eingriffe können je nach Größe in unserer Klinik oder in Kooperation mit z.B. den Kliniken für Hals-Nasen- und Ohrenheilkunde oder für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) oder in Vollnarkose erfolgen. Sofern indiziert, kann dann das Gewebe mittels mikrographisch kontrollierter Histologie untersucht und aufgearbeitet werden. In einigen Fällen kann auch eine Entfernung von Hautkrebs und dessen Vorstufen mittels Laser durchgeführt werden. Zur Flächenbehandlung bei ausgeprägten Hautkrebsvorstufen bieten wir die photodynamische Therapie (PDT) an. Ist eine operative Entfernung von Tochtergeschwülsten (Metastasen) notwendig arbeiten wir eng mit den Kliniken für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Orthopädie, Gynäkologie, Herz-Thorax-Chirurgie und Neurochirurgie zusammen. Zur Behandlung von Lymphomen der Haut steht an unserer Klinik eine große Lichtabteilung zur UV-Therapie zur Verfügung. In Kooperation mit der Klinik für Innere Medizin I kann eine extracorporale Photophesere (ECP) erfolgen. An systemischen Therapien bieten wir adjuvante Immuntherapien an, sowie bei Vorliegen von Metastasen systemische Immuntherapien, Chemotherapien und zielgerichtete Therapien (targeted therapy). Komplexe Bestrahlungen, auch z.B. mittels stereotaktischer Bestrahlung, übernimmt die Klinik und das MVZ für Strahlentherapie. Die Behandlung von tumorbedingten Schmerzen und Beschwerden sowie therapie-bedingten Nebenwirkungen erfolgt gemeinsam mit der Schmerzambulanz, der Klinik für Palliativmedizin, den Kliniken für Innere Medizin und der Klinik für Neurologie. Psychoonkologische Unterstützung bietet die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an.

 

 

 

Nachsorge


An unserem Hauttumorzentrum befinden sich mehr als 1000 Patienten mit malignen Hauttumoren in Nachsorge, die meisten hiervon leiden an einem malignen Melanom. Die Nachsorge von Hochrisikopatienten führen wir leitliniengerecht zusammen mit niedergelassenen Hautfachärzten durch. Ziel der Tumornachsorge ist eine Früherkennung möglicher Tochtergeschwülste (Metastasen) oder neuer Hauttumore durch körperliche Untersuchung, Lymphknotensonographie und Blutuntersuchungen. Unsere Ärzte zeigen den Patienten hierbei auch, wie eine regelmäßige Selbstuntersuchung von Haut und Lymphknoten durchgeführt werden kann. Die Nachsorge dient zudem der Dokumentation des Behandlungsverlaufs und der Qualitäts-kontrolle unserer Behandlungen und dem Erkennen eines psychosozialen oder psychoonkologischen Beratungsbedarfs.

 

 

 

Prävention

 

Sofern Sie bislang nicht an Hautkrebs erkrankt sind sollten Sie Vorsorgeuntersuchungen im Sinne der Hautkrebsvorsorge wahrnehmen. Hierfür stehen in erster Linie niedergelassene Fachärzte zur Verfügung, ein Hautkrebsscreening kann aber auch in unsrer allgemeinen Hochschulambulanz erfolgen. Hautkrebspatienten sollten zur Vermeidung weiterer Tumore intensive Sonnenbestrahlung vermeiden und gleichzeitig auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D achten. Für Interessierte und betroffene Patienten führen wir regelmäßig Aufklärungskampagnen und Informationsveranstaltungen zum Thema Hautkrebs durch, z.B. im Rahmen der Veranstaltung „Lange Nacht der Wissenschaften“ am UKS.

Eine Krebserkrankung stellt für den Patienten selbst und auch für Angehörige eine enorme Belastung dar. Wir vermitteln Ihnen gerne Kontakt zu Psychoonkologen, Sozialarbeitern oder der Selbsthilfegruppe in Saarbrücken (https://xn--selbsthilfe-hautkrebs-saarbrcken-zmd.de).