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Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Institut für Klinische Hämostaseologie und Transfusionsmedizin
Leitung: Prof. Dr. Hermann Eichler
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Was ist Plasma? Und wozu wird das verwendet?

Gut die Hälfte des Blutes (55%) ist eine klare, gelbliche Flüssigkeit: das Plasma. Das Plasma selber besteht zu 91% aus Wasser. 9% sind Nährstoffe, Hormone, Mineralien und mindestens 120 verschiedene Eiweißstoffe, die z.B. zur Blutgerinnung und Abwehr von Infektionen lebenswichtig sind.

Aus mehr als einem Viertel der Proteine können lebensrettende Medikamente hergestellt werden, z.B. Präparate aus

  • Antikörpern (= Immunglobulinen): Sie werden bei einer chronischen Schwäche des Abwehrsystems und akuten Erkrankungen wie Hepatitis Tollwut, Tetanus eingesetzt. Antikörper fangen Krankheitserreger ab und machen sie unschädlich. Bei Schwangerschaften beugen sie einer drohenden Rhesusfaktor-Unverträglichkeit zwischen Mutter und Kind vor. 
  • Gerinnungsfaktoren: Sie ermöglichen bei Bluterkranken zusammen mit den Blutplättchen die Blutstillung nach Verletzungen und dämmen den Blutverlust ein. Ca. 6.000 Menschen leiden in Deutschland an einer schweren angeborenen Hämophilie A (Faktor 8-Mangel). Bis in die 50er Jahre wurden diese Bluterkranke kaum älter als 18 Jahre. Seit 1972 ist es möglich, den Faktor 8 in konzentrierter Form aus menschlichem Blutplasma herzustellen. Bluter haben dadurch heute nahezu die gleiche Lebenserwartung wie andere Menschen auch. Auch am Universitätsklinikum des Saarlandes werden diese Patienten im Hämophilie-Zentrum behandelt. 
  • Albumin: Dieses Protein ist vor allem für den Transport von Stoffwechselprodukten verantwortlich und stabilisiert die Flüssigkeitsverteilung zwischen Blutgefäßen und Gewebe. Albumingaben sind z.B. bei Unfallschock,  Verbrennungen, Nierenschäden oder großen Operationen unverzichtbar.
  • Fibrinkleber: Dieser wird unter anderem bei der Behandlung innerer Verletzungen oder auch zum lokalen Wundverschluss benötigt.