Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Institut für Molekulare Zellbiologie
Prof. Dr. Peter Lipp
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Hemidesmosomen

Hemidesmosomen sind desmosomen-ähnliche Strukturen und unterscheiden sich vor allem in ihrem Aufbau nur gering von den zuvor behandelten Macula adhaerens. Ein auffälliger Unterschied ist der Wirkungsort der Hemidesmosomen. Im Gegensatz zu den regulären Desmosomen findet keine Fixierung im Interzellularspalt statt. Die Hemidesmosomen verbinden die Epithelzellen vielmehr mit der darunterliegenden extrazellulären Matrix, die auch unter dem Begriff der Basalmembran bekannt ist.
Die Befestigung wird ebenfalls durch den Einsatz von Proteinen ermöglicht, doch anstatt der Cadherine, die bei Desmosomen zum Einsatz kommen, wird diese Aufgabe durch sogenannte Integrine erfüllt. Sie verhindern, dass Epithel und Endothelzelle über die Basallamina rutschen und tragen somit zu einer Fixierung der Zelle bei.
Wie bereits zuvor erwähnt gibt es sehr viele Übereinstimmungen was den Aufbau der Hemidesmosomen und der Desmosomen betrifft. Die Integrine sind auf der zytoplasmatischen Seite über Ankerproteine (zytoplasmatische Plaque) an Intermediärfilamente gebunden. Damit weisen sie den desmosomen-typischen Aufbau aus Intermediärfilamenten, Ankerprotein und Proteinen auf.

[1]

Beteiligte Proteine

Funktion

- Integrine

- Ankerproteine

- Intermediärfilamente (Zytokeratin)

- Fixierung von Zellen auf der Basallamina

 

 

 


Quellen

 

[1]Medi-learn, „Hemidesmosm“, im Bilderarchiv
https://www.medi-learn.de/examen/bildarchiv/2013/index.php?skr=Biologie%201&auflage=