Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Institut für Molekulare Zellbiologie
Prof. Dr. Peter Lipp
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Wechselwirkungen von Koffein mit anderen Medikamenten

Durch die Einnahme von Koffein kann es zu verschiedenen Wechselwirkungen mit Medikamenten kommen. Aufgrund der anregenden Wirkung auf das Zentrale Nervensystem wird der beruhigenden Wirkung einiger Medikamente entgegengewirkt. Als Beispiele können hier Barbiturate (Sedativa) oder H1-Antihistaminika genannt werden. Medikamente, die anregend auf den Sympathikus wirken, werden in ihrer Wirkung verstärkt wodurch es zu Tachykardien kommen kann. Darunter zählen zum Beispiel Asthmamedikamente (Beta-2-Sympathomimetika).

Eine genutzte Wechselwirkung mit Coffein ist die verstärkende Wirkung auf verschiedene Schmerzmittel wir z.B. Aspirin (genaueres unter dem Punkt „Koffein in Schmerzmitteln“)

Einige Medikamente wirken sich negativ auf den Abbau und die Ausscheidung von Koffein und den Abbauprodukten aus, wodurch es zu einer verstärkten Wirkung des Koffeins kommen kann. Darunter zählen zum Beispiel Östrogen-Gestagen-Kombinationen zur Verhütung oder Antibiotika aus der Wirkstoffgruppe der Gyrasehemmer(1).

Die Einnahme der Pille kann die Halbwertszeit des Koffeins bei Frauen verdoppeln. Rauchen hingegen beschleunigt den Abbau von Koffein und mindert somit die Wirkung. Die Halbwertszeit des Koffeins kann um 30% bis 50% verkürzt sein(2).

 

 

Quellen:

(1) https://www.onmeda.de/Wirkstoffe/Coffein/wechselwirkungen-medikament-10.html

(2) www.kaffee-wirkungen.de/wirkungen/inhaltsstoffe/koffein/