Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Institut für Molekulare Zellbiologie
Prof. Dr. Peter Lipp
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Doping

Koffein ist der Inhaltsstoff aus dem Kaffee oder Tee, der eine Leistungssteigerung erzielen kann und somit auch zu Dopingzwecken eingesetzt werden kann. Koffein stand bis 2004 auf der Liste der verbotenen Substanzen der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), seitdem wird der Konsum lediglich beobachtet, um einen Missbrauch in Wettkämpfen zu erkennen.

Durch die Stimulation des zentralen Nervensystems wird das Konzentrationsvermögen gesteigert. Es wurden zudem weitere positive Effekte nachgewiesen wie zum Beispiel die Erweiterung von Blutgefäßen, eine Steigerung der Sauerstoffaufnahme und eine Schmerzlinderung.

Bereits geringe Mengen an Koffein können zu dieser Leistungssteigerung führen, wobei es keinen signifikanten Unterschied macht, ob das Koffein durch das Trinken von Kaffee oder durch das Einnehmen in Pulverform dem Körper zugeführt wird.

Verschiedene Studien belegen, dass vor allem im Ausdauersport aber auch im Kraftsport ein positiver Effekt nachgewiesen werden kann.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit stellte 2011 fest, dass die Einnahme von 3mg Koffein pro kg Körpergewicht die Ausdauerleistung verbessert. Einnahmen über 6mg pro kg Körpergewicht führen jedoch nicht zu einer weiteren Leistungssteigerung, weswegen diese Dosierung häufig von Sportlern eingenommen wird.

Koffein sorgt dafür, dass die Wachheit und Konzentration bei sportlicher Aktivität erhöht ist und somit die Erschöpfung später einsetzt und die Anstrengung positiver wahrgenommen wird.

 

 

Quelle: http://www.kaffee-wirkungen.de/infomaterial/ Broschüre „Kaffee und physische Leistungsfähigkeit“