Hinweis - Diese Webseite verwendet nur technisch notwendige Cookies, ohne Tracking-Funktion. Durch Klicken auf "OK" wird ein zusätzlicher Cookie gesetzt, damit dieser Hinweistext nicht erneut erscheint. Weitere Informationen
OK
Saarland University Faculty of Medicine
Institut für Molekulare Zellbiologie
Prof. Dr. Peter Lipp
Sie befinden sich hier: >> Startseite >> Klinische Zentren und Einrichtungen >> Fachrichtungen Theoretische und Klinische Medizin >> Zellbiologie >> Entkoffeinierung

Entkoffeinierung

Entkoffeinierung von Kaffee


Erfindung von Entkoffeinierung 1903:


Nachdem der Vater vom Kaffeehändler Ludwig Roselius gestorben ist , hat
er unheimlich viel Kaffee getrunken , was ihn dazu veranlasst hat , das
nach ihm benannte Roselius Verfahren zu entwickeln , wobei er die
Bohnen in Salzwasser einlegte und dem dann Benzol zufügte , um das
Koffein aus den Bohnen zu extrahieren . In unserer gegenwärtigen Zeit
wird dieses Verfahren nicht mehr verwendet , da Benzol als
krebserregend gilt.


Entkoffeinierung mit Lösungsmitteln:


Die rohen Bohnen werden in heißem Wasser zum Quellen gelassen und
anschließend 10 Stunden lang mit Dichtormethan oder Ethylacetat
behandelt , so dass die Bohnen einen Großteil des Koffeins verlieren .
Danach werden die Bohnen gewaschen und getrocknet , bevor man sie
weiterverarbeiten kann.
Obwohl Dichtormethan möglicherweise als krebserregend gilt und der
Gebrauch davon umstritten ist, wird er immer noch zum Entkoffeinieren
verwendet.
Im Gegensatz dazu wird Ethylacetat aus dem Rohrzucker gewonnen und
ist damit ein natürliches Lösungsmittel.


Entkoffeinierung mit dem Kolenstoffdioxid-Verfahren:


Dieses Verfahren ist vorteilhaft , da es chemiefrei ist . Im ersten Schritt
werden Kaffeebohnen zu heißem Wasser gegeben, damit diese
einweichen. Bei hohem Druck wird danach das Koffein vom Co2
aufgenommen und nach draußen transportiert, wo es dann medizinisch
verwendet wird z.B. Koffeintabletten.
Entkoffeinierung mit Schweizer-Wasser Verfahren :
Die Bohnen werden hier auch in heißes Wasser eingelegt bis alle
Bestandteile herausgelöst sind . Während die Bohnen entsorgt werden ,
wird das Wassergemisch weiterverwendet . Durch einen Kohleaktivfilter
wird das Koffein entfernt und es werden neue Bohnen eingelegt .
Dadurch dass , das Wasser im ersten Schritt vollständig mit
Kaffeebestandteilen versetzt wurde , wird das Koffein von den neuen
Bohnen weggenommen .
Nach mehreren Wiederholungen dieses Schrittes wird nur noch 0.1 %
Koffein in den Bohnen bleiben und somit ist der Kaffee als entkoffeiniert
bezeichnet . Dieses Verfahren ist unwirtschaftlich und nicht
umweltfreundlich.

 

 

 

 

 



Entkoffeinierung von Tee


Den Teeblättern werden auch wie Kaffee durch dieselben Lösungsmittel
oder das Kohlenstoffdioxid Verfahren das Koffein entzogen. Außerdem
kann man durch Aufbrühen von Tee den Koffeingehalt deutlich
reduzieren.
Junge Teeblätter haben mehr Koffein als ältere Blätter.
Eine Tasse Tee enthält circa die Hälfte des Koffeins einer Tasse Kaffee.

 


Quellen:

de.wikipedia.org/wiki/Entkoffeinierung


www.coffeecircle.com/de/b/entkoffeinierter-kaffee


praxistipps.chip.de/kaffee-entkoffeinieren-so-funktio

niert-es_112853