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10.05.2019
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Wie moderne Medien die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen gefährden können: Homburger Experten erwarten 450 Teilnehmer zu großer Fachtagung

Von Freitag, 10. Mai 2019, bis Samstag, 11. Mai 2019, veranstaltet die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Universitätsklinikum des Saarlandes UKS in Homburg eine Tagung zu modernen Medien in Spiel und Kommunikation. Die Fachveranstaltung im Homburger Saalbau richtet sich an Ärzte, Psychologen, Psychotherapeuten, Erzieher, Sozialarbeiter, Mitarbeiter der Frühen Hilfen und andere pädagogische und medizinische Berufsgruppen. Grußworte sprechen u.a. die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann und der Homburger Bürgermeister Michael Forster. Neben saarländischen und rheinland-pfälzischen Fachkräften sind viele Teilnehmer aus der gesamten Bundesrepublik und aus Luxemburg angemeldet. Eine Anmeldung zur Tagung ist noch bis zum 26. April 2019 möglich, weitere Informationen erhalten Interessierte unter der Telefonnummer 0 68 41 / 16 - 2 43 95 oder per E-Mail an sekretariat.kjp @uks.eu.


In den letzten 20 Jahren hat sich der Alltag von Kindern und Jugendlichen durch die rasante technologische Entwicklung sehr stark verändert. Neue digitale Technologien und Kommunikationsmöglichkeiten sind allgegenwärtig – durch die „kinderleichte“ Bedienung von Smartphone, Tablet und Co. haben heute bereits Kleinkinder Zugang zu digitalen Spielen, Videos und ähnlichen Inhalten. Die vorliegenden Daten zur Mediennutzung im Kindes- und Jugendalter belegen die breite Verfügbarkeit von digitalen Geräten und Angeboten und zudem enorme Nutzungszeiten. „Die Technologie sollte nicht grundsätzlich verteufelt werden, es gibt viele positive Aspekte“, erläutert Univ.-Prof. Dr. Alexander von Gontard, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am UKS. „Negative Seiten wie beispielsweise Computerspielsucht oder Cybermobbing sind aber Teil dieser Entwicklung. Mit der Tagung möchten wir interessante Einblicke in die problematischen Auswirkungen der Digitalisierung auf Kinder und Jugendliche geben.“

 

Für die Fachveranstaltung konnte Organisator Dr. Frank W. Paulus zahlreiche Experten gewinnen, unter anderem aus Bremen, Hamburg, Wien, Mainz, Würzburg, Leipzig und München. Dr. Paulus ist Leitender Psychologe der Homburger Klinik und forscht schwerpunktmäßig zu den Gefahren der Digitalisierung, er referiert selbst national und international zu diesem Thema. Das Programm der Homburger Tagung ist breit gestreut und bietet einen weiten Blick auf das Themengebiet. „Die Vorträge behandeln die gesamte Altersspanne, vom Säuglings- über das Kleinkind- und Vorschulalter bis hin zum Schul- und Jugendalter“, so Dr. Paulus. „Die risikohaften Entwicklungen und Störungen durch digitale Medien werden dabei umfassend betrachtet. Es wird Vorträge zur Vorbeugung, zur Diagnose und zur Behandlung geben und auch die Zusammenhänge zu anderen psychischen Störungen werden aufgezeigt.“ Neben Depressionen und Autismus ist gerade die Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitäts-Störung ADHS eine häufige Begleiterkrankung, die Dr. Paulus in seinem Vortrag beleuchten wird. Darüber hinaus thematisiert die Fachveranstaltung das Cybermobbing sowie die Inszenierung von Essverhalten und Selbstverletzung über die sozialen Medien.

 

Weiterführende Informationen und das detaillierte Programm finden Sie im Flyer.

 

Kontakt

Universitätsklinikum des Saarlandes

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

D - 66421 Homburg

Telefon: 0 68 41 / 16 - 2 43 95

E-Mail: sekretariat.kjp @uks.eu

 

www.uks.eu/kinderpsychiatrie

www.uks.eu