Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Aktuelles
Sie befinden sich hier: >> Startseite >> Aktuelles >> Einzelansicht_News >> Aktuellesseite

Aktuellesseite

04.11.2019
VeranstaltungenAktuelles
Kardiologen des Universitätsklinikums informieren zu plötzlichem Herztod / Homburg zertifiziertes TAVI-Zentrum

Kardiologen des Universitätsklinikums informieren zu plötzlichem Herztod


Verengung der Aortenklappe ohne Operation behandeln: Homburg zertifiziertes TAVI-Zentrum

 

Am Montag, 4. November 2019, findet ab 17 Uhr im großen Sitzungssaal des Homburger Forums in Zusammenarbeit mit der Deutschen Herzstiftung das Herz-Seminar für Patienten, Angehörige und alle Interessierten statt. Die Klinik für Innere Medizin III – Kardiologie, Angiologie und internistische Intensivmedizin am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg (Leitung: Univ.-Prof. Dr. Michael Böhm) beteiligt sich mit dieser Veranstaltung an den Herzwochen. Die Teilnehmer erwarten verschiedene Vorträge rund um das Thema „plötzlicher Herztod“. Der Eintritt ist frei.

 

Auch 2019 beteiligt sich die Klinik für Innere Medizin III – Kardiologie, Angiologie und internistische Intensivmedizin am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg wieder an den Herzwochen der Deutschen Herzstiftung. Schwerpunkt in diesem Jahr ist das Thema „plötzlicher Herztod“. Klinikdirektor Univ.-Prof. Dr. Michael Böhm und sein Team haben ein informatives Programm für Betroffene, Angehörige und alle Interessierten zusammengestellt. Die Klinik will die Bevölkerung für das Thema sensibilisieren sowie rund um Erkennung, Behandlung und Vermeidung der Ursachen informieren. Nach Grußworten durch Schirmherr Michael Forster, Oberbürgermeister der Stadt Homburg, wird Prof. Böhm als Moderator in das Thema einführen. Danach folgen Fachvorträge der Homburger Herz-Experten, die Vorträge im Einzelnen:

 

  • Wie kommt es zum plötzlichen Herztod? Wer ist gefährdet? Was tun im Notfall? (Oberarzt PD Dr. Christian Ukena)
  • Häufigste Ursache ist die koronare Herzkrankheit: Wie kann man sich optimal vor dem plötzlichen Herztod schützen? (Oberarzt PD Dr. Sebastian Ewen)
  • Welche Ursachen eines plötzlichen Herztodes können chirurgisch behandelt werden? (Prof. Dr. Hans-Joachim Schäfers, Direktor der Klinik für Thorax- und Herz-Gefäßchirurgie des UKS)
  • Schutz durch einen Defibrillator: Wer braucht einen? Worauf muss man im Alltag achten? (Dr. Yvonne Bewarder)

 

Prof. Böhm fasst die Kernbotschaften abschließend noch einmal zusammen und wird die Teilnehmer verabschieden. Nach jedem Beitrag stehen die UKS-Experten Rede und Antwort. Die Besucher der Veranstaltung können Fragen stellen und mit den Ärzten diskutieren.

 

Das Programm zum Herz-Seminar finden Sie hier, weitere Infos zu den Herzwochen unter www.herzstiftung.de.

 

 

Verengung der Aortenklappe ohne Operation behandeln: Homburg zertifiziertes TAVI-Zentrum

 

Erkrankungen der Herzklappen werden aufgrund der steigenden Lebenserwartung immer häufiger. Die Aortenklappenstenose, also eine hochgradige Verengung der Herzklappe zwischen der linken Herzkammer und der Hauptschlagader, schränkt nicht nur die Belastbarkeit der Betroffenen stark ein, sondern kann unbehandelt auch zum Tode führen. Dass die Homburger Herz-Experten ihr Handwerk verstehen, zeigt die aktuelle Zertifizierung als sogenanntes TAVI-Zentrum durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DKG). Mit der Abkürzung TAVI bezeichnen die Mediziner ein spezielles Verfahren, bei dem eine verengte Aortenklappe ohne Operation behandelt wird. „Wir setzen dabei per Katheter eine neue künstliche Herzklappe in die kranke Herzklappe ein“, erklärt Klinikdirektor Prof. Böhm. Der Eingriff erfolgt meist ohne Vollnarkose, dauert in der Regel weniger als eine Stunde und die Mehrzahl der Patienten kann am nächsten Tag schon wieder aufstehen. „In vielen klinischen Studien wurde mittlerweile die Überlegenheit dieses Verfahrens gegenüber operativen Lösungen eindeutig belegt“, so Prof. Böhm.

Im neuen Gebäude für Innere Medizin IMED verfügt die Klinik über hochmoderne Gerätschaften und Räumlichkeiten: Es gibt vier technisch exzellent ausgestattete Herzkatheterlaboratorien. Die Räume sind miteinander verknüpft, sodass sich bei schwierigen Fällen alle Spezialisten mit besonderer Expertise an einem Ort befinden. Die Katheter-geführte Therapie der Herzklappenfehler erfolgt im Hybrid-OP des Herzkatheterlabors, einer Anlage mit spezialisierter Ausstattung für die operative Eingriffsmöglichkeit der Katheter-geführten Herzklappentherapie. Neben den baulichen Strukturen sorgen auch die Organisationsprozesse für eine bestmögliche Behandlung. Das beginnt bei der Herzklappenambulanz, die als erster Anlaufpunkt für die Patienten dient. Dort wird vorab geprüft, ob eventuell die Therapie mit Medikamenten verbessert werden kann oder ob andere Therapieoptionen empfohlen werden. Die vorliegenden Befunde werden anschließend ausgewertet und ggf. vervollständigt, im sogenannten Herzteam zusammen mit den Mitarbeitern der Herzchirurgie im Hause werden die Ergebnisse besprochen. Auch Zweitmeinungen können eingeholt werden. Danach werden gemeinsam mit dem Patienten, Angehörigen und dem zuweisenden Arzt die möglichen therapeutischen Möglichkeiten abgeklärt.

„Die Zertifizierung der DKG zeigt unsere hohen Qualitätsstandards, sowohl bei Ausstattung, bei internen Prozessen und Strukturen als auch bei der Expertise unseres Teams“, freut sich  Prof. Böhm.

 

Kontakt

Univ.-Prof. Dr. med. Michael Böhm

Direktor der Klinik für Innere Medizin III

– Kardiologie, Angiologie und internistische Intensivmedizin

Universitätsklinikum des Saarlandes

Kirrberger Straße

66421 Homburg

Tel. 0 68 41 / 16 - 1 50 31

Fax 0 68 41 / 16 - 1 50 32

www.uks.eu/kardiologie