Logistik und Energie
Rund 100 Handwerker betreuen im Universitätsklinikum die Gebäude mit 1.088.378 m3 umbautem Raum und einer Hauptnutzfläche von 177.617 m2. Darin sind die Gebäude des theoretischen Fachbereiches enthalten.
Das Klinikum verfügt über eine Fläche von insgesamt 302 ha; davon sind 198 ha Wald, 38 ha Gebäude- und Freiflächen, 48 ha Acker- und Grünland und 18 ha sonstige Flächen (Wege, Wasser, Brachland). Das Waldgelände, in dem sich drei Tiergehege befinden, umfasst eine eigenständige Jagd, die verpachtet ist.
Beschaffung, Bewirtschaftung, Lagerhaltung
Für die Wartung, Instandhaltung und Instandsetzung der Gebäude, der maschinellen Anlagen und der technischen Einrichtungen wird ein Materiallager von über 15.000 Artikeln vorgehalten..
Fuhrpark (Ver- und Entsorgung; Hol- und Bringdienst)
Bedingt durch die Pavillonbauweise, muss das Universitätsklinikum mit 34 Kraftfahrzeugen, 5 Zugmaschinen und 10 Anhängern einen verhältnismäßig großen Fuhrpark unterhalten. Eine wesentliche Verbesserung für die Patiententransporte brachte im April 1990 der Einsatz eines Niederflurbusses - inzwischen werden hier Fahrzeuge mit Erdgasantrieb und allen modernen Einrichtungen für Behinderte eingesetzt - zur Beförderung der gehfähigen Patienten und der Besucher. Der Bus, dessen Benutzung kostenfrei ist, verkehrt auf einem Rundkurs durch das Klinikum in einem 15-minütigen Turnus. In Verbindung mit dem Parkhaus vor dem Eingang des Klinikums hat er entscheidend zur Verkehrsberuhigung im Klinikum beigetragen.
Müllentsorgung
1992 wurde eine neue Abfallrichtlinie erarbeitet. Vor deren Inkrafttreten im Jahr 1993 wurde schon in der HNO- und Urologischen Klinik mit einem Pilotprojekt begonnen, das richtungsweisend für die zukünftige Entsorgung war. In diesem Zusammenhang wurde ein neues Containersystem für B-Abfall (klinikspezifischer Müll) eingeführt. Eine eigene Umweltstelle bemüht sich kontinuierlich darum, Abfall - soweit nicht überhaupt vermeidbar - möglichst umweltfreundlich zu entsorgen und in den Wertstoffkreislauf zurückzuführen.
Entwicklung des Energieverbrauchs
1. Stromverbrauch
Das Gebäudevolumen und vor allem die medizintechnische und EDV-Ausrüstung haben sich in den letzten zehn Jahren durch Um-, Erweiterungs- und Neubauten erheblich erweitert. Entsprechend entwickelte sich auch der Stromverbrauch in Relation zum umbauten Raum und den medizinischen Großgeräten und haustechnischen Anlagen. Nur Rationalisierungsinvestitionen durch Einsatz modernster technischer Mess-, Regel- und Steuerungseinrichtungen in allen technischen Anlagen und medizinischen Einrichtungen können eine weitere Optimierung und damit auch eine Begrenzung des Gesamtstromverbrauchs bewirken. Entsprechende Planungen sind im Gange.
2. Wärmeversorgung
Die Wärmeversorgung des gesamten Klinikums erfolgt durch ein zentrales Heizkraftwerk. In diesem wird neben der eigentlichen Heizenergie für das Klinikum auch Strom erzeugt, der in das Netz der Stadt Homburg eingespeist wird. Trotz des gestiegenen Gebäudevolumens konnte der Wärmebedarf in den letzten Jahren kontinuierlich gesenkt werden.
3. Gasversorgung
Beim Gasverbrauch ist trotz einer Erhöhung des umbauten Raumes eine Verbrauchsreduzierung festzustellen. Ursache ist die Verringerung der Zahl der einzelnen Gasverbraucher, der Einsatz wirtschaftlicher Verfahren sowie eine Zentralisierung der Anlagen.
4. Sauerstoffversorgung
In bezug auf den Sauerstoffverbrauch ist mit steigendem umbauten Raum und somit steigender Patientenversorgung auch eine kontinuierliche Zunahme des Verbrauches festzustellen.
5. Wasserversorgung
Trotz einer deutlichen Verbrauchsreduzierung sind die Wasser- und Abwasserkosten im letzten Jahrzehnt enorm angestiegen. Für das Klinikum wurden zentrale Abwasser-, Mess- und Kontrollstationen gebaut. Für die Abwasserentsorgung ist ein Kanalisationsprojekt für über 10 Mio. Euro im Bau.
