Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Klinik für Urologie und Kinderurologie
Leitung: Prof. Dr. Michael Stöckle
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FAQs zur Transrektalen Ultraschalluntersuchung (TRUS) und Prostatastanzbiopsie

Gibt es eine alternative Untersuchungsmethode zur Prostatastanzbiopsie?

Nein. Die Untersuchung dient zum Nachweis bzw. Ausschluss eines Prostatakarzinoms. Die Diagnose Prostatakarzinom kann derzeit nur durch die feingewebliche Untersuchung von Prostatagewebe durch einen Pathologen sichergestellt werden. Insofern ist die Gewinnung von Prostatagewebe eine Voraussetzung zur Diagnosesicherung durch den Pathologen. Die alleinige Ultraschalluntersuchung durch den After ermöglicht zwar den Verdacht auf ein Prostatakarzinom zu äußern, bzw. ein karzinomverdächtiges Areal in der Prostata sichtbar zu machen, kann für sich allein aber einen Karzinombeweis nicht erbringen. Umgekehrt lässt sich durch eine unauffällige Prostatastanzbiopsie ein Prostatakarzinom nicht mit aller letzter Sicherheit ausschließen.

Wie lange muss ich für eine Prostatastanzbiopsie in der Klinik bleiben?

Die Prostatastanzbiopsie wird in unserer Klinik in der Regel ambulant durchgeführt. Das heißt, Sie kommen zu dem vereinbarten Termin, die Prostatastanzbiopsie wird durchgeführt und Sie gehen anschließend wieder nach Hause. Die Befundmitteilung erfolgt dann entweder an den überweisenden Urologen oder es wird eine ambulante Wiedervorstellung zur Befundbesprechung 7-10 Tage später vereinbart.

Wie lange dauert der Eingriff der Prostatastanzbiopsie?

Der Eingriff selbst dauert in der Regel 10-15 min. Hinzu kommt ein ausführliches Vorgespräch.

Muss ich spezielle Vorbereitungen für den Eingriff treffen?

Im Prinzip müssen keine speziellen Vorbereitungen Ihrerseits getroffen werden. Nehmen sie blutverdünnende Medikamente ein (z.B. Aspirin, Herz-ASS, Godamed, Marcumar o.ä), so müssen diese rechtzeitig abgesetzt werden, in der Regel 7-8 Tage vorher, bzw. durch entsprechende Heparin-Bauchspritzen ersetzt werden. Sprechen sie hierzu am besten mit ihrem betreuenden Arzt.

Kann ich nach dem Eingriff selbst mit dem PKW fahren?

Da Sie in der Regel keine Schmerz- oder Betäubungsmittel für den Eingriff erhalten ist prinzipiell das Führen eines Kraftfahrzeuges nach der Prostatastanzbiopsie möglich. Da nach der Stanzbiopsie das Sitzen jedoch für manche Patienten kurzeitig unangenehm ist, ist es gelegentlich von Vorteil, wenn man sich abholen lässt.

Gibt es Gründe, weshalb eine Prostatastanzbiopsie nicht durchgeführt werden kann?

Die Untersuchung wird mit einer Ultraschallsonde über den After durchgeführt. Bei Patienten mit ausgeprägten Hämorrhoidalleiden, Analkanalstenosen oder Analfissuren kann das Einführen des Ultraschallkopfes schmerzhafter oder sogar unmöglich sein. In solchen Fällen ist ggf. eine Durchführung in Narkose oder Sedierung notwendig. Sollten Sie bis zum Untersuchungstag blutverdünnende Medikamente regelmäßig eingenommen haben, so kann der Eingriff aus Gründen des erhöhten Blutungsrisikos nicht durchgeführt werden. Ebenfalls sollte die Untersuchung nicht bei bestehendem Fieber erfolgen.

Wird der Eingriff in Narkose oder örtlicher Betäubung durchgeführt?

In unserer Klinik führen wir die Prostatastanzbiopsie meist ohne Narkose oder örtliche Betäubung durch. Wir verwenden einen Ultraschallkopf mit einem sehr kleinen Durchmesser, wodurch ein weitestgehend schmerzfreies Einführen des Instruments in den After möglich ist. Die Stanzbiopsie selbst wird von der Mehrzahl der Patienten als nicht sonderlich schmerzhaft empfunden.

Wie lange dauert es, bis ich nach der Untersuchung ein Ergebnis bekomme?

Die entnommenen Stanzbiopsien werden von uns direkt in das hiesige Institut für Pathologie gesandt. Den histologischen Befund des Pathologen erhalten wir normalerweise 4-6 Tage nach Einsendung. Sollten spezielle histologische Färbungen zur Beurteilung des Gewebes notwendig sein, so kann die endgültige Befunderstellung durch den Pathologen gelegentlich auch 8-10 Tage in Anspruch nehmen.

Kann mit der Prostatastanzbiopsie ein Prostatakarzinom ganz sicher ausgeschlossen werden?

Bei fehlenden Auffälligkeiten im Ultraschall und fehlendem Nachweis eines Prostatakarzinoms in den entnommenen 8 (oder mehr) Stanzbiopsien ist die Wahrscheinlichkeit eines größeren Prostatakarzinoms sehr gering. Sehr kleine Prostatakarzinome (in einem sehr frühen Stadium) können aber auf Grund der Größe unter Umständen nicht im Ultraschall gesehen und von den Stanzbiopsien nicht erfasst werden. Durch weitere PSA-Wert Kontrollen und ggf. einer erneuten Stanzbiopsie können diese Karzinome jedoch rechtzeitig erkannt werden.

Welche Komplikationen können bei der Prostatastanzbiopsie auftreten?

Durch die Biopsie der Prostata kann es zu Blutungen kommen. Es ist normal, dass kleinere Blutauflagerungen im Stuhl die ersten Tage nach dem Eingriff zu sehen sind. Ebenfalls kann auch etwas Blut im Urin sein. Blut im Samenerguss (sog. Hämospermie) wird von einigen Patienten noch über Wochen nach dem Eingriff berichtet, ist aber völlig harmlos. Stärkere Blutungen über den After oder die Harnröhre sind sehr selten. Sie sollten dann sofort eine Klinik aufsuchen. Desweiteren besteht ein Risiko einer Entzündung der Prostata durch diesen Eingriff. Sie erhalten deshalb vorsorglich vor dem Eingriff eine Tablette eines Antibiotikums sowie eine weitere Tablette für den Abend. In seltenen Fällen entwickelt sich dennoch eine Entzündung in der Prostata. Sollten sie nach dem Eingriff Fieber/Schüttelfrost bekommen, muss eine antibiotische Therapie über die Vene erfolgen. Die Wahrscheinlichkeit eines solchen Ereignisses liegt unterhalb von 1%. Sollte es dennoch eintreten, sollten Sie umgehend eine Klinik aufsuchen.

Wieviele Prostatastanzbiopsien werden in der Regel entnommen?

Es werden in der Regel 8-10 Stanzen aus den verschiedenen Prostataarealen unter Ultraschallkontrolle entnommen. Bei tumorverdächtigen Befunden im Ultraschall werden diese Biopsien gezielt vorgenommen.

Welche Technik verwenden Sie zur Prostatastanzbiopsie?

Die Prostatastanzbiopsie wird in unserer Klinik ultraschallgesteuert durchgeführt. Das heißt, es wird eine Ultraschallsonde in den After eingeführt, über die die Prostata bildlich dargestellt wird. Zunächst wird die gesamte Prostata mit dem Ultraschall ausgemessen und auf Auffälligkeiten untersucht. Es erfolgt dann eine entweder systematische oder gezielte Gewebeentnahme mit einer Biopsienadel, die entlang des Ultraschallgerätes eingeführt wird. Die Probeentnahme erfolgt zielgenau unter Ultraschallkontrolle.

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