Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Innere Medizin V - Pneumologie, Allergologie, Beatmungs- und Umweltmedizin
Leitung: Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Robert Bals
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Ursache und Häufigkeit

 

Bei pulmonaler Hypertonie sind die Lungenarterien verengt, wodurch der Blutdruck und somit auch der Widerstand in diesen Gefässen ansteigt. Dies führt zu einer verschlechterten Sauerstoffaufnahme sowie zu einem Blutrückstau im rechten Herzen. Es folgt eine zunehmende Überlastung und Vergrößerung der rechten Herzkammer (Cor pulmonale), was bishin zum Herzversagen führen kann.

Es gibt viele verschiedene Erkrankungen, die einen Lungenhochdruck hervorrufen. Einige dieser Krankheiten werden unter dem Begriff PAH (pulmonal arterielle Hypertonie) zusammengefasst. Dies sind z.B. die idiopathische PAH (deren Ursache unbekannt ist), die erblich bedingte PAH und die PAH, die mit anderen Erkrankungen, wie Bindegewebserkrankungen (z.B. Sklerodermie), Lebererkrankungen, HIV-Infektion u. angeborenen Herzfehlern zusammenhängen. Ausserdem kann die Erkrankung Folge von einer Appetitzügler-Einnahme sein.

 

Andere Lungenhochdruck-Formen sind:

 

- PH bei Linksherzerkrankungen z.B. Herzklappenfehler oder Herzschwäche
- PH bei Lungenerkrankungen, z.B. COPD (chronisch obstruktive Bronchitis), Lungenfibrose, Sarkoidose
- PH bei bestehenden Lungenembolien und die Blutgerinsel nicht ausreichend vom Körper abgebaut werden (Chronisch-thromboembolische pulmonale Hypertonie [CTEPH]). Der Patient muss diese Lungenembolie nicht unbedingt bemerkt haben.

 

Die PAH zählt zu den seltenen Erkrankungen, die geschätzte Häufigkeit beträgt 30-50 Fälle auf 1 Mill. Einwohner. In Deutschland sind schätzungsweise 5.000 bis ca. 10.000 Menschen von PAH betroffen, wobei die Dunkelziffer hoch sein dürfte, weil die Diagnose aufgrund unspezifischer Beschwerden oft schwer zu stellen ist. Die Häufigkeit anderer Formen von PH ist wesentlich höher.