Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Institut für Klinische Hämostaseologie und Transfusionsmedizin
Leitung: Prof. Dr. Hermann Eichler
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Was wird vom Arzt vor der Spende untersucht?

Vor jeder Spende wird Ihre Spendentauglichkeit festgestellt – sowohl im Hinblick auf Ihre eigene gesundheitliche Verfassung wie auch im Hinblick auf eine mögliche Gefährdung für die Empfänger des Blutes oder seiner Bestandteile.

Neben der Untersuchung des allgemeinen Gesundheitszustandes (Puls-, Temperatur- und Blutdruckmessung, Körpergewicht) wird der Arzt Ihnen noch eine Reihe von Fragen stellen, z.B. nach bestimmten Erkrankungen und Infektionen in der Vergangenheit, und bestimmte Blutwerte feststellen lassen. Hierzu wird Ihnen vor dem eigentlichen Spenden ein kleiner Tropfen Blut aus dem Ohrläppchen oder dem Finger zur Bestimmung des Blutfarbstoffs entnommen, um eine Blutarmut ausschließen zu können. Erst wenn dieser so genannte Hb-Test in Ordnung ist und aus ärztlicher Sicht auch sonst nichts gegen eine Spende spricht, wird mit der Blutentnahme begonnen.

 

Sollte der ärztliche Check vor der Spende ergeben, dass Ihr Gesundheitszustand einmal eine Spende nicht zulässt, wird Ihnen das erläutert und ggf. ein späterer Spendetermin vereinbart. Bevor Ihre Spende zur weiteren Verwendung freigegeben wird, wird das Blut im Labor untersucht. Überprüft werden u.a. Hinweise auf Infektionskrankheiten wie Hepatitis, HIV/Aids und Geschlechtskrankheiten wie Syphillis. Das gibt sowohl Sicherheit für die Blutspender als auch für die Empfänger des Blutes. Weichen die Laborergebnisse vom üblichen ab, werden Sie vom Blutspendedienst schriftlich informiert, wenn Sie möchten auch Ihr Hausarzt. Ihre Daten unterliegen jederzeit der ärztlichen Schweigepflicht und dem gesetzlich vorgeschriebenen Datenschutz.

Eine Blutspende ist allerdings kein Ersatz für einen HIV/Aids-Test, denn mit einem fraglichen Risiko werden Patienten gefährdet. Wo Sie sich anonym und kostenlos beraten bzw. testen lassen können, erfahren Sie z.B. unter www.aidsberatung.de.