Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
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Eine Auswahl bisheriger Forschungspreisträger

So vielfältig die Forschungsthemen auch sind, für die die Preisträgerinnen und Preisträger in den vergangenen Jahren aus­gezeichnet werden, so fällt doch auf, dass ein Großteil davon sich der Erforschung der Krebsentstehung widmet. Die Vielfalt der bereits in dieser Broschüre vorgestellten Forschungsfelder weist darauf hin, wie anspruchsvoll die Erforschung zellbiologischer Vorgänge ist, die unerwünschtes und abweichendes Zellwachstum ermöglichen. Trotz aller Forstschritte der modernen Medizin sind weitere erhebliche Anstrengungen erforderlich, um zukünftig von einer Krebserkrankung betroffenen Menschen noch besser helfen zu können. Mit großem Engagement arbeiten junge Wissenschaftler auf diesem wichtigen Forschungsfeld, das bei den Preisvergaben der letzten Jahre besonders berücksichtigt wird. Daneben haben junge Wissenschaftler ein hohes Interesse an der Grundlagenforschung zum Themengebiet der Gewebe- und Knochenheilung, bzw. entzündlicher Veränderungen von Gewebe und Organen, aber auch von Themen rund um die Todesursache Nr. 1 in Deutschland, den Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei den Forschungen zum besseren Verständnisses von Nervenerkrankungen haben junge Wissenschaftler am UKS in den vergangenen Jahren wichtige Erkenntnisse gewonnen. Und es gibt ganz konkrete Ansätze, die unmittelbare Auswirkungen auf praktische medizinisch-technische Hilfsmittel wie z.B. Hörprothesen haben: So forscht eine junge Wissenschaftlerin, wie man mittels Licht bzw. Laser in Zukunft Hörhilfen herstellen könnte. Der Forschungspreis ist somit ein Spiegel aktueller internationaler und nationaler Forschung, in der die Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes wie auch das Universitätsklinikum seinen wichtigen Teil beizutragen hat. Die Freunde fungieren hier als Unterstützer aber auch als wichtiger Kommunikator für die Öffentlichkeit.

 

Der Verein der Freunde fördert auf diese Weise den wissenschaftlichen Nachwuchs – und damit nicht zuletzt die Grundlagenforschung der Bekämpfung jetzt noch unheilbarer Krankheiten. Der Forschungspreis der Freunde ist eine Investition in unsere medizinische Zukunft und die Gesundheit der Gesellschaft.

Themen- und Standorttreue:
Prof. Dr. Martina Sester (Homburg)


Prof. Dr. Martina Sester ist Leiterin der Abteilung für Transplantations- und Infek­tionsimmunologie in der Klinik für Innere Medizin IV (Nieren- und Hochdruckkrankheiten) am UKS. Nach dem Studium der Biologie, Promotion und wissenschaft­licher Arbeit am Max-Planck-Institut für Immunbiologie in Freiburg kam sie 1997 ans UKS, wo sie bereits zwei Jahre später mit dem Forschungspreis der Freunde ausgezeichnet wurde: Sie forscht über Abstoßungsvorgänge nach Organtransplantationen und der immunologischen Früherkennung von Infektionen. Sie ist verheiratet mit Prof. Dr. Urban Sester, dem Transplantationsbeauftragten des UKS – die beiden haben also in Homburg ein optimales Forschungs- und Arbeitsgebiet, das sie bis heute am Standort Homburg festhalten lässt.

Studie mit weitreichender Wirkung:
Prof. Dr. Markus Menges
(Schwäbisch Hall)

Der Gastroenterologe Prof. Dr. Markus Menges ist seit 10 Jahren Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II am Diakonie-Klinikum Schwäbisch-Hall. Er erhielt die Auszeichnung der Freunde 2001 für seine saarländisch-pfälzische Adenom-Studie über erbliche Voraussetzungen des Darmkrebses. Dieser Studie ist es zu verdanken, dass die gesetzlichen Krankenversiche­rungen die vorsorgliche Darm­spiegelung in ihren Leistungskatalog übernommen haben; die Vorsorge-Aktion hat bis heute großen Erfolg und zeigt, dass die Anzahl der Dickdarm-Karzinome abnimmt. Auch Prof. Menges ist seinem Forschungsgebiet treu geblieben: Noch immer interessiert er sich dafür, wie aus einer chronischen Entzündung – in Speiseröhre, Bauchspeicheldrüse oder Dickdarm – Krebs werden kann und forscht weiter auf diesem Gebiet.

Frauenpower in der Experimentellen Chirurgie:
Prof. Dr.
Brigitte Vollmer (Rostock)

In der Chirurgie gibt es wenige Frauen, noch weniger in der Experimentellen Chirurgie: Prof. Dr. Brigitte Vollmer, die Direktorin des Instituts für Experimentelle Chirurgie der Universität Rostock hat als eine dieser wenigen konsequent Forschung und Karriere verfolgt: Im Jahr 2000 zeichneten sie die Freunde für ihre Arbeit zu „Mikrovaskuläre, zelluläre, humorale und molekulare Analysten zum Mechanismus der Gewebeprotektion durch lokale Kältetherapie“ aus. Heute forscht sie weiterhin
an therapeutischen Strategien zur Organreparatur und –regeneration. Der Forschungspreis der Freunde ist nur einer unter vielen, mit denen die Wissenschaftlerin ausgezeichnet wurde, ein Höhepunkt darunter die Berufung an die Leopoldina. Die Nationale Akademie der Wissenschaften beruft nur Spitzenwissenschaftler in ihre Reihen.

NEU ab 2014: "Prof. Dr. Theiss-Forschungspreis“
für junges Forschertalent: Dr. Maximilian Linxweiler (Homburg)


Der im Jahr 2014 erstmals vergebene Prof. Dr. Theiss-Forschungspreis ist vom gleichnamigen Gründer des Homburger Unternehmers gestiftet und mit 20 000 Euro dotiert. Er ging 2014 an Dr. Maximilian Linxweiler, der bereits im Jahr 2012 zusammen mit seinem Zwillingsbruder Johannes mit dem Forschungspreis der Freunde ausgezeichnet worden war. Dr. Maximilian Linxweiler forscht zur mög­lichen Unter­drückung des Wachstums von Tumorzellen mithilfe der Pflanze „Thapsia garganica“ („Karotte des Todes“) – und untersucht damit die Grundvoraussetzungen für ein mögliches Krebsmedikament. Bestandteile der Pflanze, einem Doldenblütler, kommen bereits im Medikament Trifluoperazin mit dem Wirkstoff Thapsigargin zum Tragen und werden in der Psychiatrie eingesetzt.

Forschungspreisträger 2013

Dieses sind die Forschungspreisträger 2013, die der Fachbeirat des Vereins der Freunde des UKS e.V. kürte und am 5. Juni im Rahmen einer Feierstunde offiziell vorstellte: Je einen Scheck über 5.000 Euro erhielten (v.l.n.r.): M. Sc. Cornelia Lerner (Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Dir.: Prof. Dr. Bernhard Schick, in Kooperation mit dem Institut für Humangenetik, Prof. Dr. Eckart Meese), Diplom-Biologe Kan Xie (Promovend AG Prof. Dr. Faßbender, Dir.: Klinik für Neurologie), Dr. med. Steven Becker (Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Dir.: Prof. Dr. Tim Pohlemann) und Dr. med. Dr. sc. nat. Timo Speer (Klinik für Innere Medizin IV, Dir.: Prof. Dr. Danilo Fliser). Die Preisträgerin und die drei Preisträger werden auf dem Foto umrahmt von Prof. Dr. Bernhard Schick, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Direktor der HNO-Klinik, sowie Uwe Welsch, Schatzmeister des Vereins der Freunde.

Die Forschungsthemen beschäftigen sich mit der Entwicklung eines Bluttests in der Erkennung und Behandlung von Kopf- und Halstumoren, einer neuen Alzheimertherapie, Untersuchungen zum Zusammenhang von Artherosklerose und Knochenheilung sowie den Möglichkeiten Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Folgeerscheinungen einer Niereninsuffienz verhindern zu können. Mit den Geldern aus dem Forschungspreis 2013 können alle Preisträger ihre Forschungen auf den jeweiligen Gebieten ausbauen.

 

Forschungspreisträger 2012

Auch im Jahr 2012 verlieh der Verein der Freunde des UKS erneut Forschungspreise in Höhe von 20.000 Euro. Es gab fünf Preisträger, wobei sich die Zwillinge Johannes und Maximilian Linxweiler die Auszeichnung teilten. Je 5.000 Euro erhielten, v.l.n.r.: Johannes Linxweiler, Jeannette Rudzitis-Auth, Maximilian Linxweiler, Denise Fischer und Epameinondas Lyros. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden auf dem Foto umrahmt von Prof. Dr. Bernhard Schick, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Leiter der HNO-Klinik, sowie Prof. Axel Mecklinger, 2.v.r., Neuropsychologe an der Universität des Saarlandes und Vorsitzender des Fachbeirates. Die Forschungsthemen der Nachwuchswissenchaflterinnen und – wissenschaftler drehten sich dieses Mal um die Organe Lunge und Herz, Morbus Parkinson und Erkrankungen der Gebärmutterschleimhaut.

 

Forschungspreisträger 2011

Bereits zum 13. Mal vergab der Verein der Freunde des UKS am 15. Juni im gut besuchten Kasino seinen jährlichen Forschungspreis in Höhe von 20.000 Euro. Diesmal teilten sich insgesamt sechs junge Nachwuchswissenschaftler, dabei ein Zweierteam, den Preis zu je 4.000 Euro. Vereinsvorsitzender Prof. Bernhard Schick lobte das hohe Niveau der insgesamt 31 eingegangenen Arbeiten, weshalb man sich entschieden hatte, in diesem Jahr einen Preisträger mehr zuzulassen, und ermunterte die nicht Ausgezeichneten, es im nächsten Jahr nochmals zu versuchen. Prof. Axel Mecklinger, Neuropsychologe der Universität des Saarlandes und Vorsitzender des Fachbeirates, der die Jury des Preises bildet, führte in die Arbeiten der Preisträger ein, die diese dann in einem siebenminütigen Vortrag selber vorstellten.

Von links nach rechts:
Dr. Christine Wittig, Prof. Bernhard Schick, Dipl. Biol. Adam Zawada, Dr. Kyrill Rogacev, Dr. Carolin Schneider, Dr. Patric Garcia Caso, Dr. Wenlin Hao und Prof. Axel Mecklinger. (Foto: Koop)

 

Forschungspreisträger 2010

Dr. rer. nat. Vivienne Willnecker, Labor der HNO-Klinik, Geb. 6 (Direktor: Prof. Dr. Bernhard Schick)
Neue Erkenntnisse zur Ätiologie des juvenilen Angiofibroms: Der Weg zu innovativen Therapieansätzen – oder: Die lange Suche nach der Tumorursprungszelle - (Neue wachstumsbegrenzende Therapieansätze des juvenilen Angiofibroms, einer gutartigen Tumorerkrankung im Kopf-Hals-Bereich bei männlichen Jugendlichen)

 

Dr. med. Janine Pöss, Klinik für Innere Medizin III, Kardiologie, Angiologie und internistische Intensivmedizin, (Direktor: Prof. Dr. Michael Böhm)
Neue Möglichkeiten der Vorbeugung einer Arteriosklerose (Gefäßverfettung bzw. -verkalkung)

Dr. rer nat Marcus O.W. Grimm, MBA, Laborleiter (AG Prof. Dr. Tobias Hartmann), Institut für Neurodegeneration und Neurobiologie, Deutsches Institut für Demenzprävention,
Die regulatorische Funktion der APP-Prozessierung in der Gangliosidhomöostase und daraus folgende Implikationen für die Alzheimer Krankheit (Zusammenhang zwischen dem Fettstoffwechsel in Zellen und der Entstehung von Alzheimer (Eiweiß-Ablagerungen im Gehirn) und somit einem möglichen präventiven ernährungsphysiologischen Ansatz)

 

Dr. Markus Greiner, Medizinische Biochemie und Molekularbiologie, (AG Prof. Richard Zimmermann)
Die Funktion des ER-Membranproteins Sec62 in der Tumorprogression und Metastasierung, (Neue prognostische Marker und neue Therapieansätze zur Einschränkung der Metastasierung bei Prostatakrebs und möglicherweise weiteren Krebsarten)

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Plakat zum Forschungspreis 2017