Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Zentrum für Informations- und Kommunikationstechnik
Leitung: Dipl.-Inform. med. Andreas Jeck
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Jahresbericht 2008

Ohne Informations- und Kommunikationstechnik geht nichts mehr

 

Für die Patientenversorgung sowie auch für Forschung und Lehre ist der Einsatz von modernster Informations- und Kommunikationstechnik (I&K) unabdingbar. Zum Betrieb und weiteren Ausbau der I&K stehen im Zentrum für Informations- und Kommunikationstechnik (ZIK) fachkompetente Spezialisten  zur Verfügung.


Das "Integrierte Medizinische Multimedia-Netz" - kurz IMMUN genannt - stellt die Basis für die Übertragung vielfältiger digitaler Daten und Bilder zwischen den einzelnen Kliniken und Instituten dar. IMMUN ermöglicht auch die weltweite Kommunikation und sichert gleichzeitig mit neuester Technik die klinikumsinternen Rechner und Daten vor unbefugten Zugriffen. Um den Anforderungen einer mobilen Nutzung der I&K zu entsprechen, steht ergänzend zum Festnetz ein flächendeckendes Funknetz (Wireless LAN, WLAN) zur Verfügung.


In den Kliniken und Instituten sowie in den Verwaltungs- und Logistikbereichen werden die Arbeitsabläufe durch ein modernes Klinikinformationssystem nachhaltig unterstützt. Klinische Behandlungspfade prägen die Prozesse und sorgen dafür, dass den Patienten die jeweils optimale Betreuung zukommt. Die Erstellung von Befunden und Arztbriefen wird durch Digitales Diktieren und automatische Spracherkennung beschleunigt und qualitativ verbessert. Diese innovative Technik entlastet Ärzte und Schreibkräfte gleichermaßen und beschleunigt die Behandlung im Klinikum und die Information des Hausarztes. Bei der Visite unterstützen mobile IT-Geräte - wie Notebooks oder Tablet-PCs - Ärzte und Pflegekräfte bei ihrer Arbeit: Aktuelle Labor- und Radiologiebefunde können direkt am Bett abgerufen und neue Verordnungen sofort online in das Klinikinformationssystem eingegeben werden. Auch Bilder von CT- und MRT-Untersuchungen können jederzeit angesehen werden. Hierfür stehen im Klinikum 4.600 Rechner und 2.300 Drucker zur Verfügung, alle über IMMUN vernetzt.


Im Internet präsentiert das UKS unter www.uks.eu vielfältige Informationen über die einzelnen Kliniken und ihre Therapieangebote. Im Schnitt werden täglich nahezu 38.000 Seiten bei ca. 7.500 Besuchen unserer Homepage abgerufen. Für die Mitarbeiter des UKS steht ein eigener interner Webserver zur Verfügung. Dort werden durchschnittlich 18.000 Seiten von ca. 3.000 Besuchern pro Tag aufgerufen.


Das ZIK ist das IT-Kompetenzzentrum auf dem Campus. Es gliedert sich organisatorisch in die Bereiche

Planung und Sicherheit
Bild- und Sprachmanagement, Kommunikationsnetze und IT-Service
SAP Basis und Standardmodule, Server- und Storage-Management
SAP Healthcare und Klinische IT-Systeme
Am Ende des Jahres 2008 waren im ZIK insgesamt 36 Vollkräfte beschäftigt. In den Berufen IT-Fachinformatiker, IT-Systemelektroniker, Mediengestaltung für Digital- und Printmedien und Medizinisches Informationsmanagement (Dipl.-Ing. BA) werden 6 Personen ausgebildet. Aufgrund der in den vergangenen Jahren stetig gestiegenen und auch weiterhin wachsenden Anforderungen an IT-Unterstützung aus allen Bereichen des Klinikums ist die personelle Situation im ZIK zunehmend schwierig. Mit jedem neuen Vorhaben steigt der im Routineeinsatz erforderliche laufende Pflegeaufwand, für neue Projekte stehen damit immer weniger Ressourcen zur Verfügung.


Das ZIK ist eine Dienstleistungseinrichtung für die betriebliche und technische Unterstützung von Informations- und Kommunikations-Systemen im Klinikum. Zu seinen Aufgaben gehören die Bereitstellung und der Betrieb der Klinik-Server und der Kommunikationsnetze, die Administration der fachübergreifenden Datenbanken, der Aufbau und die Pflege zentraler Informationsdienste, die Beratung und Mitwirkung bei der Konfiguration und Beschaffung von IT-Systemen, die Installation von Hard- und Software, die Organisation und Durchführung von Maßnahmen zur Aus- und Fortbildung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik, die Konzeption von IT-Verfahren, die Programmentwicklung bzw. Programmübernahme und Programmanpassung, der Routineeinsatz und die laufende Betreuung der Verfahren sowie die Instandhaltung und Instandsetzung der IT-Anlagen, IT-Geräte und Rechnernetze des Klinikums.


Grundlage für die Arbeiten des ZIK ist das im Jahre 1994 erstmals erstellte ?Rahmenkonzept für das Klinikinformationssystem der Universitätskliniken des Saarlandes?, das ständig fortgeschrieben und dabei an die aktuellen Anforderungen und technischen Möglichkeiten angepasst wurde.


Ein Arbeitsschwerpunkt war auch im Berichtsjahr wieder die laufende Betreuung und die Einführung von zusätzlichen Komponenten des SAP-Systems mit den Modulen Finanzbuchhaltung (FI), Anlagenbuchhaltung (AM), Kostenrechnung und Controlling (CO), Materialwirtschaft (MM), Investitionsmanagement (IM), Instandhaltung (PM), Personalwirtschaft, Personalabrechnung und Betriebsarzt (HR), Patientenmanagement und Leistungsabrechnung (IS-H) sowie Klinisches Arbeitsplatzsystem (i.s.h.med). Den steigenden Anforderungen entsprechend wurde die für das SAP-System zur Verfügung stehende Hardware ausgebaut. Einen breiten Raum nahmen die Vorbereitung und die Durchführung der Migration auf  ERP 6.0 unter Netweaver ein, die im November erfolgreich abgeschlossen werden konnte.


Aufbauend auf den administrativen Funktionen von IS-H unterstützt i.s.h.med im stationären und ambulanten Bereich die medizinische Dokumentation, die Arztbriefschreibung, die Anforderung von Leistungen, die Entgegennahme von Befunden und die Ablage dieser Informationen in einer Elektronischen Patientenakte (EPA). In der Radiologie wird die Software zur Terminierung von Untersuchungen und zur Erfassung der erbrachten Leistungen eingesetzt. Für das Ende 2006 geschaffene Ambulante Onkologiezentrum steht in i.s.h.med ein klinikübergreifender Terminplan zur Verfügung. Im OP werden die Operationen mit i.s.h.med geplant und dokumentiert. Die Zugriffsrechte auf die in IS-H/ i.s.h.med gespeicherten Informationen regelt ein klinikweit gültiges Berechtigungskonzept, das auch 2008 wieder an die geänderten Anforderungen angepasst werden musste.


Zur Verbesserung und Beschleunigung der Befund- und Arztbriefschreibung wurde in weiteren Kliniken Software zum Digitalen Diktieren und zur automatischen Spracherkennung eingeführt. In Pilotversuchen wurde die mobile Nutzung der Elektronischen Patientenakte getestet; dabei wird z. B. auf dem Visitenwagen ein Notebook mitgeführt, das über WLAN mit dem Klinikinformationssystem (KIS) verbunden ist. Zur jeweiligen Person gespeicherte Informationen können so am Patientenbett abgerufen und neue Daten sofort eingegeben werden. Die elektronische Materialanforderung (Medikamente und Wirtschaftsgüter) von Stationen, Ambulanzen und Funktionsbereichen ist inzwischen flächendeckend etabliert.


Integriert in das KIS hat das ZIK die von der Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) vorgegebenen Module zur externen vergleichenden Qualitätssicherung nach § 137 SGB V sowie eine übergreifende Workbench weiter entwickelt und den geänderten Anforderungen angepasst. Diese Eigenentwicklung wird inzwischen in mehrerer Universitätskliniken und anderen großen Krankenhäusern eingesetzt. Die zur KV-Abrechnung genutzte Software mosaik ist in ca. 50 Ambulanzen des Klinikums eingeführt. In Zusammenarbeit zwischen dem ZIK, der Klinik für Allgemeine Chirurgie, Viszeral-, Gefäß- und Kinderchirurgie sowie der Firma Siemens Medical Solutions GSD GmbH Berlin wurde ein in i.s.h.med integriertes Softwaremodul zum Aufbau und zur Dokumentation von Klinischen Behandlungspfaden entwickelt und ist bereits mit mehr als 30 Pfaden im Routinebetrieb eingesetzt. Im Berichtsjahr hat das ZIK mehrere Pfade für die Augenklinik entwickelt; in 2009 werden weitere Kliniken folgen. Zur Anforderung und Dokumentation von Konsilen steht eine in i.s.h.med integrierte Eigenentwicklung zur Verfügung.


Im Verwaltungsbereich wurde als AddOn zum SAP-System vom ZIK ein Programm zur Erstellung und Verbuchung von Ausgangsrechnungen geschaffen und ist mittlerweile in mehreren Bereichen des UKS im Einsatz. Im Personalbereich waren umfangreiche Arbeiten insbesondere bezüglich der neuen Tarifverträge notwendig. Die Verfahren zur Dienstplanung (SIEDAPLAN) incl. der eigen entwickelten Schnittstelle zu SAP HR, zur Arbeitszeiterfassung (MeinDienstpan), zur Erfassung der Gleitzeit (TIMAC) sowie zur Telefon- und Mietabrechnung (Medcom/TMA) wurden im Routineeinsatz betreut und weiterentwickelt. Die Schnittstelle HR-SIEDAPLAN konnte im Berichtsjahr in weiteren externen Krankenhäusern eingeführt werden.


Ein sehr wichtiges Projekt stellt auch die Implementierung eines Management-Portals auf Basis von SAP BI (BW) und einer Balanced Scorecard dar. Schwerpunkte bilden die Bereiche DRG-Berichte, Belegungsstatistik, Leistungsbericht, Ambulanz und Wirtschaftsplan. Zur Aufteilung der Erlöse auf die beteiligten Kliniken wurde ein spezielles Verfahren geschaffen. Seit März 2007 werden - teilweise täglich - Daten aus den Modulen IS-H, FI und HR routinemäßig extrahiert und im BI abgelegt. Ergänzend zum SAP-Standard und zu zahlreichen Eigenentwicklungen wird das Produkt i.c.m.health mis von Siemens GSD eingesetzt. Für 2009 steht auch in diesem Bereich ein Release-Wechsel an, der 2008 bereits detailliert vorbereitet wurde. In weiteren Stufen soll das System zu einem Patienten- und einem Einweiser-/Zuweiserportal ausgebaut werden. Vorab soll eine Analyse des Krankenhausmarktes mit der IT-Lösung von trinovis Entscheidungshilfen für den Vorstand liefern.


Zur qualitativen und wirtschaftlichen Verbesserung des klinikweiten OP-Betriebs wurde im Sommer 2008 vom Vorstand eine Projektgruppe OP-Management eingerichtet. Die notwendigen Softwaremodifikationen am bestehenden OP-Dokumentationssystem in i.s.h.med wurden vom ZIK vorgenommen, so dass das Projekt planmäßig im Januar 2009 starten konnte. Zur Planung von Chemotherapien und zur Kommunikation zwischen den Kliniken und der Apotheke wurde als mögliche Ergänzung zum bereits seit Jahren erfolgreich eingesetzten System Zenzy die Software megaManager getestet. Das Qualitätsmanagement soll künftig klinikweit auf Basis von Microsoft SharePoint Services erfolgen; erste Implementierungen konnten bereits im Berichtsjahr erfolgen.


Weitere mit dem SAP-System über Schnittstellen verbundene Informationssysteme werden z.B. im Zentrallabor (GLIMS), in der Mikrobiologie und Virologie (m/lab, x/lab), in der Pathologie (dc-pathos) sowie in der Blutbank und im Blutspendedienst (ESB) eingesetzt. Das bisher in der Neuropathologie genutzte Verfahren PathoPro wurde im Berichtsjahr durch eine Eigenentwicklung auf Basis von i.s.h.med abgelöst. Zur Optimierung der Patiententransporte wurde Ende 2008 die Software SychroTess eingeführt, mit deren Hilfe Fahrten angefordert und automatisch disponiert werden können; die Kommunikation mit den Fahrern erfolgt über PDAs und WLAN. Darüber hinaus sind in den Kliniken und Instituten weitere spezifische IT-Anwendungen in das KIS integriert.


Nachdem im Februar 2004 der erste HBFG-Antrag für ein Patientendatenmanagement-System für Intensivstationen (PDMS) bewilligt wurde, konnte der Antrag für die 2. Stufe bereits im September 2005 gestellt werden. Aus der EU-weiten Ausschreibung der beiden Stufen ging die Firma COPRA als Sieger hervor. Das PDMS ist im Mai 2007 für 26 Intensivbetten der Anästhesie und Chirurgie in den Routinebetrieb gegangen und wurde im Berichtsjahr schrittweise ausgebaut. Weitere Kliniken sollen im Laufe des Jahres 2009 folgen. Das PDMS dient der Übernahme und Aufbereitung von Daten aus dem intensivmedizinischen Monitoring und verfügt über Schnittstellen zum Klinikinformationssystem IS-H/i.s.h.med und zum Laborinformationssystem GLIMS.


In einer interdisziplinären Projektgruppe wurde die Einführung eines Zahnklinikinformationssystems für die vier Zahnkliniken begleitet. Nach HBFG-Antrag und Ausschreibung fiel hier die Entscheidung für die Software der Firma Dampsoft. Erste Komponenten konnten bereits 2007 implementiert, die restlichen weitgehend im Berichtsjahr umgesetzt werden. Eine weitere Projektgruppe befasste sich mit der Ablösung des IT-Systems ESB im Blutspendedienst und in der Blutbank. Der Ende 2007 auf den Weg gebrachte Antrag nach Artikel 143c GG wurde im Jahr 2008 von der DFG bewilligt. Nach erfolgter Ausschreibung und Beauftragung im 2. Halbjahr 2008 steht nun die Umsetzung des Projekts mit der Firma G.L.I. in 2009 an.


Die Elektronische Patientenakte (EPA) auf Basis von IS-H/i.s.h.med wurde wie in den Vorjahren weiter entwickelt. Am Jahresende waren über 6 Mio. Dokumente in der EPA gespeichert. In 2007 wurde begonnen, die konventionellen Krankenakten nach Abschluss der Behandlung zu digitalisieren; in 2008 wurde dies flächendeckend für alle Kliniken eingeführt. Die hierbei entstehenden Dokumente werden in der EPA abgelegt. Darüber hinaus wurden vielfältige Arbeiten für die Abrechnung auf Basis der Diagnosis Related Groups (DRGs) erledigt. Die Dokumentation der DRG-relevanten Daten erfolgt in IS-H/ i.s.h.med, wo seit Ende 2008 in einer vom ZIK entwickelten Erweiterung nun auch die verabreichten Chargen von Blutprodukten festgehalten werden.


Die 2004 zum Aufbau eines digitalen Bilddatenmanagementsystems (PACS: Picture Archiving and Communication System) von einer Projektgruppe unter Leitung des ZIK erstellte EU-weite Ausschreibung wurde aufgrund der offenen Nachfolgeregelung des Klinikdirektors für Diagnostische Radiologie im September 2005 aufgehoben und nach dem Dienstantritt des Nachfolgers im Sommer 2006 nochmals aufgenommen. Die Umsetzung des Projekts wurde Ende 2007 mit der Einführung des PACS der Firma GE in den Bereichen Radiodiagnostik, Neuroradiologie, Kernspintomographie, Nuklearmedizin, Pneumologie und Urologie begonnen. Funktionalität und Stabilität des Systems waren im Berichtsjahr leider noch nicht zufriedenstellend.  Die geplanten Einsparungen an Filmmaterial konnten dennoch voll erreicht werden. In 2009 sollen weitere Bereiche (z.B. Kardiologie) in das PACS integriert werden.


Zur Bearbeitung und Archivierung von nicht radiologischen digitalen Bildern wurde 2006 ein HBFG-Antrag für die Software der Firma Imagic und die Schnittstelle zu i.s.h.med gestellt. Die Software unterstützt klinische Anwendungen ebenso wie die Anforderungen von Forschung und Lehre. Wegen des PACS-Projekts konnte der Rollout in 2008 nicht wie geplant erfolgen; er soll im Folgejahr nachgeholt werden.

Auch die am UKS etablierten Zentren für Kindervorsorge im Saarland und in Rheinland-Pfalz wurden vom ZIK bei der Beschaffung und beim Einsatz der notwendigen Hard- und Software unterstützt.

Die für den Einsatz der o.g. IT-Verfahren notwendige Hardware (Server, PCs, ThinClients, Peripheriegeräte) wurde den steigenden Anforderungen entsprechend erweitert oder erneuert. Ein im April 2006 gestellter HBFG-Antrag zum Ausbau der Infrastruktur für das Klinische Arbeitsplatzsystem wurde im Laufe der Jahre 2007 und 2008 weitgehend umgesetzt. Zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) konnten im Berichtsjahr erste Vorbereitungen getroffen werden. Zur Speicherkonsolidierung wurde das zentrale Storage Area Network (SAN) ausgebaut. Zahlreiche bisher dezentral in den Kliniken stehende Server wurden durch Blade-Systeme an zwei zentralen Standorten ersetzt. Soweit möglich wurden Server mittels VMWare virtualisiert. Die PCs im Klinikum wurden in eine einheitliche Domäne aufgenommen. Das zentrale Exchange System wurde auf Version 2007 migriert. Außerdem wurden die Vorbereitungen getroffen, die im Klinikum vorhandene vielfältige Druckerlandschaft auf wenige Typen zu konsolidieren; eine entsprechende Ausschreibung wurde vorbereitet.  Außerdem wurden 2008 die Vorbereitungen für die dringend notwendige Sanierung und Erweiterung der Server-Räume des ZIK getroffen.

Für die Krankenversorgung sowie auch für Forschung und Lehre ist ein leistungsfähiges Rechnernetz unabdingbar notwendig. Den steigenden Anforderungen entsprechend wurde das Kommunikationsnetz IMMUN auch im Berichtsjahr weiter ausgebaut. Ein Gigabit-Backbone verbindet die einzelnen Gebäude des Klinikums. In den Kliniken und Instituten stehen Ethernet-, Fastethernet- und Gigabitethernet-Netze mit Geschwindigkeiten von 100 bzw. 1.000 MBit/sec zur Verfügung. In Ergänzung zu diesem Festnetz wurde ein campusweites Wireless LAN auf der Basis von Funktechnologie aufgebaut. Ärzte und Pflegekräfte können mobil auf die EPA zugreifen und aktuelle Informationen abrufen oder eingeben. Wissenschaftler, Gäste und Studierende tauschen über das WLAN Informationen aus und stationären Patienten wird hierüber der Zugang zum Internet ermöglicht. Die durch eine FireWall sowie einen Viren- und SPAM-Filter gesicherte Außenanbindung des Klinikums zum Wissenschaftsnetz und ins Internet erfolgt mit einer Übertragungskapazität von 100 MBit/sec. Im Jahr 2007 wurde ein Antrag nach Artikel 143c GG zum Ausbau der Netzwerkinfrastruktur mit den Schwerpunkten 10 GBit-Backbone und verbesserte Außenanbindung erarbeitet. Nach der Bewilligung durch die DFG wurden die neuen Komponenten im Herbst 2008 ausgeschrieben; die Implementierung wird Anfang 2009 erfolgen.

Aufgrund der Insolvenz des Herstellers musste Ende 2008 damit begonnen werden, die bestehenden und auf dem Content Management System (CMS Zope/xiteflex) basierenden Internet- und Intranetseiten des Klinikums auf eine neue Basis (Typo3) zu migrieren. Die Arbeiten sollen im 1. Quartal 2009 abgeschlossen sein.

Am Ende des Jahres 2008 wurden vom ZIK 4.633 Rechner mit 4.161 Monitoren, 2.300 Drucker, 1.546 Netzwerkkomponenten, 265 Geräte zum Digitalen Diktieren und 1.447 sonstige IT-Geräte (z.B. Beamer, Scanner, Plotter, externe Speicher und CD/DVD-Brenner, USV) und damit insgesamt 14.352 IT-Komponenten betreut.