
AG Prostatakarzinom
Das Prostatakarzinom stellt die häufigste Krebserkrankung des Mannes in Deutschland dar (www.rki.de) und steht in der Krebsmortalitätsstatistik hinter dem Lungen- und Darmkrebs auf Platz 3, in den USA sogar vor dem Darmkrebs auf Platz 2 (www.seer.cancer.gov). Obwohl es als Tumor des alten Mannes gilt, waren in 2002 nahezu 30% der neu diagnostizierten Prostatakarzinompatienten jünger als 65 Jahre (www.krebsregister.saarland.de).
Der Kliniker benötigt für Prostatakarzinom-Patienten zum einen bessere Prognosefaktoren in der Diagnostik für eine individualisierte Therapie und zum anderen effektivere systemische Therapiestrategien vor allem für fortgeschrittene und metastasierte Tumoren. Trotz jahrelanger, intensiver Forschung an PCas konnten keine relevanten Fortschritte auf diesen Gebieten erzielt werden.
Eine sehr moderne Richtung in der Tumorforschung ist die Analyse der molekularen
Veränderungen von Tumorzellen. Neben einem verbesserten Verständnis der Entstehung von Tumoren wird damit die Hoffnung verbunden, mögliche neue Markersysteme zu finden, die eine besserte Vorhersage des Tumorverlaufes (Prognose!) erlauben. In der Zukunft ist durchaus zu erwarten, dass bestimmte molekulare Eigenschaften von Tumoren direkten Einfluss auch auf die Art der Behandlung von Tumorpatienten haben (Prädiktion!). Dies gilt heute schon im Bereich der Leukämien und lymphatischen Systemerkrankungen, ist aber bei den soliden Tumoren bislang nur rudimentär entwickelt.
Molekular-/ zellbiologisches Forschungslabor

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