Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Klinik für Nuklearmedizin
Prof. Dr. Samer Ezziddin
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Allgemeine Informationen zu nuklearmedizinischen Untersuchungen

Was und wie wird in der Nuklearmedizin untersucht?

In der Nuklearmedizin wird die Funktion von verschiedenen Organen untersucht, mit deren Hilfe Erkrankungen oder Funktionsstörungen sehr frühzeitig erkannt werden können. Hierzu wird eine sehr geringe Menge eines radioaktiven Medikaments eingesetzt, welches meist über eine Armvene gespritzt wird. Für bestimmte Untersuchungen werden die Medikamente auch anders verabreicht, z.B. als Kapsel geschluckt, unter die Haut gespritzt oder über eine Maske eingeatmet.

Je nach Medikament nimmt die schwach radioaktive Substanz an verschiedenen Stoffwechselvorgängen im Körper teil oder kann sich in bestimmten Körperorganen anreichern. Beim Zerfall des radioaktiven Stoffes werden Gamma-Strahlen ausgesandt, welche mit speziellen Geräten (Gamma-Kamera, PET-Scanner) aufgenommen und zu Bildern weiterverarbeitet werden. Da die Strahlen vom untersuchten Patienten ausgesandt werden und die Geräte selbst keine Strahlung abgeben, führen Zusatzaufnahmen zu keiner erhöhten Strahlenbelastung. Es ist für eine gute Abbildungsqualität erforderlich, dass man während der Untersuchung still liegt, da die Bilder ansonsten ?verwackelt? werden. Insbesondere bei länger dauernden Untersuchungen kann dies unter Umständen als unangenehm empfunden werden. Daher sind wir bei jedem Patienten um eine bequeme Lagerung bemüht.


Wie sieht der zeitliche Ablauf einer nuklearmedizinischen Untersuchung aus?

Je nachdem, welches Organ untersucht werden soll, werden Aufnahmen zu verschiedenen Zeitpunkten angefertigt. Manchmal wird unmittelbar nach der Injektion des Medikamentes schon das erste Bild gemacht, während bei anderen Untersuchungen eine Wartezeit von mehreren Minuten bis Stunden erforderlich ist. Bei bestimmten Untersuchungen ist auch eine Aufnahme am Folgetag notwendig. Je nach Art der Untersuchung muß ggf. mehrfach Blut abgenommen werden. Für einige Untersuchungen ist ein nüchternes Erscheinen unerlässlich. Da nur sehr geringe Mengen eines radioaktiven Stoffes eingesetzt werden, sind Überempfindlichkeitsreaktionen oder Allergien gegen das eingesetzte Medikament nicht zu erwarten.


Wie hoch ist die Strahlenexposition bei einer nuklearmedizinischen Untersuchung?

Die Strahlenexposition bei einer nuklearmedizinischen Untersuchung ist vergleichbar mit der bei einer Röntgen-Untersuchung des Brustkorbs aber niedriger als die einer CT-Untersuchung. Das verabreichte Medikament ist kurzlebig und zerfällt daher sehr schnell im Körper. Ein Grossteil wird schon nach kurzer Zeit über die Nieren ausgeschieden. Bleibende Schäden sind unbekannt und nicht zu erwarten.

Während einer Schwangerschaft wird eine nuklearmedizinische Untersuchung jedoch nur dann durchgeführt, wenn sie dringend notwendig ist und kein anderes Verfahren alternativ angewendet werden kann. Weil radioaktive Substanzen über die Muttermilch abgegeben werden können, ist es in der Stillzeit manchmal notwendig, das Stillen nach einer nuklearmedizinischen Untersuchung für einen bestimmten Zeitraum zu unterbrechen.


Können auch Kinder nuklearmedizinisch untersucht werden?

Gerade bei Kindern bietet die Nuklearmedizin den Vorteil, dass die Untersuchungen wenig invasiv sind, d.h. kaum Schmerzen verursachen. Wie bei einer normalen Blutabnahme kann es gelegentlich auch zu einem kleinen blauen Fleck an der Einstichstelle kommen. Bei Kindern wird die Dosierung des radioaktiven Medikaments an das Körpergewicht angepasst. Insgesamt ist die Strahlenexposition im Vergleich zu einer Röntgenuntersuchung bei bestimmten Fragestellungen sogar geringer (z.B. Nierenuntersuchungen).

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Prof. Dr. med. Samer Ezziddin

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