Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Klinik für Nuklearmedizin
Prof. Dr. Samer Ezziddin
Sie befinden sich hier: >> Startseite >> Klinische Zentren und Einrichtungen >> Klinische Zentren und Einrichtungen am UKS >> Radiologie >> Nuklearmedizin >> Herzlich Willkommen

Herzlich Willkommen

Herzlich Willkommen auf den Seiten der Klinik für Nuklearmedizin

Die Nuklearmedizin ist im Vergleich zu anderen medizinischen Dispziplinen ein relativ junges Fach der naturwissenschaftlich geprägten Medizin, das für die Diagnostik und Therapie radioaktive Arzneimittel einsetzt. Durch eine Vielzahl von schwach radioaktiven Medikamenten ist es möglich Stoffwechselvorgänge im Körper sichtbar zu machen und so Krankheitsherde frühzeitig und für den Patienten sehr schonend zu finden. Im Gegensatz zum Röntgen kommen hierbei Stoffwechselvorgänge und nicht Organstrukturen bildlich zur Darstellung.

Wie an den meisten nuklearmedizinischen Universitätskliniken liegen besondere Schwerpunkte bei der Versorgung von Schilddrüsenerkrankungen und onkologischen Fragestellungen, nicht zuletzt wegen der Möglichkeit von SPECT-CT-Untersuchungen. Bei onkologischen Fragestellungen setzen wir die PET-Diagnostik ein, die in enger Kooperation mit der internistischen und chirurgischen Onkologie sowie der Klinik für Strahlentherapie etabliert wurde. Eine weitere bedeutende Untersuchung in unserer Klinik ist die Wächterlymphknoten-Diagnostik, welche schon seit Jahren für die Hautklinik in der Melanom-Versorgung und für das Brustzentrum als Mamma-Sentinel-Untersuchung eingesetzt wird.

Neben der Diagnostik führt die Nuklearmedizin auch Therapien durch. Dabei kommen radioaktive Medikamente zum Einsatz, welche sich hauptsächlich im erkrankten Organ ansammeln und dieses damit behandeln, ohne im restlichen Körper Schäden zu verursachen. Die häufigsten so durchgeführten Therapien betreffen Schilddrüsenerkrankungen.

Weitere nuklearmedizinische Therapien, die in unserer Klinik etabliert sind, sind die Radioimmuntherapie bei Lymphomen, die Schmerztherapie bei Skelettmetastasen sowie die SIRT-Behandlung von Lebermetastasen.

Die Strahlenexposition für den Patienten ist durch den kompetenten und verantwortungsvollen Umgang meist gering, da nur kleine Mengen der radioaktiven Substanz eingesetzt werden, diese schnell zerfällt und rasch ausgeschieden wird. Daher kommt es bei so gut wie allen nuklearmedizinischen Verfahren zu keinerlei Nebenwirkungen.

Die Klinik ist seit Jahren als Regionales Strahlenschutzzentrum der Berufsgenossenschaft für Feinmechnanik und Elektrotechnik eingebunden in ein Netz von 11 Regionalen Strahlenschutzzentren in der Bundesrepublik Deutschland und somit erster Ansprechpartner bei Strahlenunfällen in der Region. Das Konzept des Regionalen Strahlenschutzzentrums sieht eine Doppelnutzung sämtlicher Geräte und Funktionsräume vor. So wird z.B. die Bettenstation mit 15 Betten ständig zur Routinetherapie mit offenen Radionukliden in der Krankenversorgung genutzt. Damit ist gewährleistet, dass das Personal durch die tägliche Routine mit allen Geräten und Verfahren, die auch bei einem Strahlenunfall eingesetzt werden, vertraut ist und so deren Funktionstüchtigkeit und Ablauf ständig überwacht ist.