Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Lehrstuhl für Experimentelle Orthopädie und Arthroseforschung
Univ.-Prof. Dr. Henning Madry
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Lehrstuhl für Experimentelle Orthopädie und Arthroseforschung

 

 

Der Lehrstuhl für Experimentelle Orthopädie und Arthroseforschung ist bundesweit der erste Lehrstuhl im Fach Experimentelle Orthopädie. Sein Ursprung liegt in der Gründung des „Labor für Experimentelle Orthopädie“ an der Klinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie des Universitätsklinikums des Saarlandes im Jahre 2000 durch die Initiative des Klinikdirektors Prof. Dr. med. Dieter Kohn. Im Oktober 2009 wurde das Labor zum Lehrstuhl für Experimentelle Orthopädie und Arthroseforschung an der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes erhoben. Zusammen mit der Christa-Huberti-Stiftungsprofessur für Experimentelle Orthopädie und Arthroseforschung erfolgte die Förderung des Lehrstuhls in den Jahren 2009 – 2014 hauptsächlich durch die Deutsche Arthrose-Hilfe e.V. Allen ihren Mitgliedern und Spendern, die diese Professur ermöglicht haben, danken wir für ihre Förderung sehr herzlich. Seit 2014 wird die Finanzierung des Lehrstuhls für Experimentelle Orthopädie und Arthroseforschung von der Universität des Saarlandes übernommen.

 

Das Ziel unserer Arbeit ist die Verknüpfung von Grundlagenforschung mit klinisch-translationalen Fragestellungen in der Orthopädie. Wir suchen nach Möglichkeiten, mit Hilfe von regenerativen Therapien geschädigtem Gelenkknorpel und anderen Geweben wieder seine ursprüngliche Funktionalität zu verleihen. Neue Therapien der modernen Orthopädie haben in den letzten Jahrzehnten eine signifikante Steigerung der Lebensqualität ermöglicht. Viele Patienten mit Arthrose können beispielsweise durch Endoprothesen weiterhin auf hohem Niveau aktiv sein und über viele Jahre hinweg eine gute Lebensqualität haben. Allerdings ist u.a. ihre Implantation bei jungen Patienten ein ungelöstes Problem. Der Fokus unserer experimentellen Forschungsarbeit liegt hierbei auf dem Erkennen der Grundlagen der Knorpelentwicklung und Knorpelregeneration. Basierend auf den klinischen Erfordernissen entwickeln wir molekulare Therapien zur Behandlung von Knorpeldefekten, der Arthrose und von Meniskusschäden. Ein weiterer Bereich unserer Forschung betrifft die Entwicklung von künstlichen Knorpelimplantaten. Mittels gentechnologischer Verfahren soll die Funktion von künstlich gezüchteten Knorpelkonstrukten ("Tissue engineering") verbessert werden. Unser Ziel ist, auf Basis von Entwicklungen im Bereich der Stammzellforschung, des Gentransfers und des "Tissue engineering" in Zukunft bessere Therapiemöglichkeiten für Knorpeldefekte, Arthrose und Meniskusschäden anzubieten. Wir forschen z.T. in enger Kooperation mit ähnlich spezialisierten Instituten der Universität des Saarlandes, des In- und Auslandes und mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Deutschen Arthrose-Hilfe (DAH), der AO Foundation (AO), der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Arthroskopie (AGA) und anderer Förderer im Rahmen von nationalen und internationalen Forschungsverbünden.

 

Diese experimentellen Therapiekonzepte komplettieren das Spektrum an klinischen Behandlungsmethoden, welche durch den Lehrstuhlinhaber, Prof. Dr. med. Henning Madry, im Rahmen der Spezialsprechstunde für "Rekonstruktive Knorpel- und Meniskuschirurgie" an der Klinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie des Universitätsklinikums des Saarlandes angeboten werden. Mit der Klinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (Direktor: Prof. Dr. med. Dieter Kohn) ist der Lehrstuhl für Experimentelle Orthopädie und Arthroseforschung eng verzahnt.