Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Klinik für Neurologie
Leitung: Prof. Dr. med. Klaus Faßbender
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Pressemitteilung:


Assistenzärztin Bianca Schmidl aus der Klinik für Neurologie mit dem Nachwuchspreis der Dr. Mähler-Linke-Stiftung ausgezeichnet

 

Die 29-jährige Assistenzärztin Bianca Schmidl aus der Klinik für Neurologie des UKS wurde am 22.09.2017 auf dem 90. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) mit dem 1. Preis für Nachwuchsförderung der Dr. Mähler-Linke-Stiftung geehrt. Frau Schmidl, die seit 2014 in Homburg am UKS arbeitet, erhielt diese mit 3000 € dotierte Auszeichnung vom Kuratoriumsvorsitzenden der Stiftung, Prof. Stefan Lorenzl (Agatharied), für ihre Arbeit „Die Stimmlippenabduktorenparese als wichtige Differenzialdiagnose der akuten respiratorischen Insuffizienz“. Ziel der Dr. Mähler-Linke-Stiftung ist die Förderung des Nachwuchses in der Forschung und der klinischen Versorgung von Patienten mit Multisystematrophie (MSA), einer schwer verlaufenden atypischen Parkinsonvariante. Die von Frau Schmidl beschriebene Stimmlippenabduktorenparese ist eine schwerwiegende Komplikation der Multisystematrophie, die zu akuter lebensbedrohlicher Atemnot führen kann und oft einen Luftröhrenschnitt (Tracheotomie) erforderlich macht. Wir gratulieren Frau Schmidl herzlich zu dieser Auszeichnung!

 

Kontakt:
Bianca Schmidl
Assistenzärztin der Klinik für Neurologie
Universitätsklinikum des Saarlandes
Kirrberger Straße
66421 Homburg/ Saar
Tel.: 06841/1624100
Mail: bianca.schmidl@uks.eu


Aus der FAZ - Wissen 14.05.2012

Notfallmedizin: Zeit sparen beim Schlaganfall

14.05.2012 ·  Mit Spezial-Rettungswagen kann die Diagnostik beim Schlaganfall schon auf dem Weg zur Klinik gemacht werden. So lässt sich die Zeit zwischen Notruf und Therapie verkürzen. mehr .......

Aktuelle Reaktionen zur Veröffentlichung in Lancet Neurology (April 2012):

50 % Verkürzung der Zeit bis zur Diagnose und Behandlung des Schlaganfalls durch Mobile Stroke Unit


NEWS in:

Frankfurter Allgemeine Zeitung 14.05.2012
n24 11.04.2012
BBC 11.04.2012
Zeit 11.04.2012
Spiegel Online 11.04.2012
Ärzteblatt.de 11.04.2012

Welt Online 11.04.2012
Ärzte Zeitung 10.04.2012
US News 11.04.2012
Medical News Today 11.04.2012

Offizielle Pressemitteilung:

Mittels eines spezialisierten Rettungswagens (Mobilen Stroke Unit), welche die Diagnosestellung und Behandlung von Patienten mit Verdacht auf Schlaganfall bereits am Ort des Notfalles erlaubt, konnte die Zeit von Notruf bis Therapieentscheidung dramatisch verkürzt werden, entsprechend den Ergebnissen einer randomisierten, kontrollierten Studie, welche im April in „The Lancet Neurology“ veröffentlicht wurde.

„Die Mobile Stroke Unit-Strategie“ bietet eine mögliche Lösung für das medizinische Problem, dass die meisten Patienten zu spät für eine Therapie in das Krankenhaus kommen, und unterbietet alle bisher berichteten Zeitgrenzen beim Schlaganfallmanagement, erklären Silke Walter und Klaus Fassbender von der Universität des Saarlandes, Homburg/Saar.

Die einzige Therapie des akuten ischämischen Schlaganfalls (bei welchem der Blutfluss im Gehirn durch ein Gerinnsel gestört ist), ist die Thrombolyse mittels eines Gerinnsel-auflösenden Medikamentes (Gewebsplasminogen-Aktivator). Die Patienten müssen jedoch vor Therapie eine Computertomographie des Gehirns erhalten, um festzustellen, dass der Schlaganfall durch ein Gerinnsel verursacht wurde und nicht durch eine Gehirnblutung. Weniger als 15 – 40 % aller Patienten erreichen das Krankenhaus früh genug und nur 2 – 4 % aller Patienten erhalten schließlich die Thrombolyse.

In dieser Studie wurden 100 Patienten mit Verdacht auf Schlaganfall entweder mittels einer Mobilen Stroke Unit, welche einen multimodalen Computertomographen, eine Point of Care-Laboreinheit und eine telemedizinische Anbindung zum Krankenhaus beherbergt, oder mittels optimierter Standard-Behandlung im Krankenhaus behandelt.

Die Prähospitalbehandlung mit der Mobilen Stroke Unit reduzierte signifikant die „Alarm-bis-Therapieentscheidungs-Zeit“ verglichen zur Behandlung im Krankenhaus (35 Minuten versus 76 Minuten). Die Mobile Stroke Unit verringerte zudem die Zeit von Symptombeginn bis zur Therapieentscheidung auf unter 1 Stunde in 57 % der Patienten verglichen zu 4 % in der Kontrollgruppe. Zusätzlich war die „Alarm-bis-Therapiebeginn-Zeit“ signifikant kürzer (38 Minuten versus 78 Minuten).

Die Autoren gehen davon aus, dass, entsprechend des „Zeit ist Hirn“-Konzeptes, eine solch massive Verringerung der Verzögerung bis zur Behandlung mit einem besseren klinischen Ergebnis einhergehen sollte. Sie folgern, dass „obwohl der Nutzen hinsichtlich des klinischen Ergebnisses in größeren Studien weiter untersucht werden muß, die Ergebnisse dieser ersten randomisierten Studie zur Mobilen Stroke Unit-Strategie, in der quasi das Krankenhaus zum Schlaganfallpatienten kommt, eine Leitlinien-entsprechende Therapie zuverlässig innerhalb der ersten 35 Minuten nach Alarm durchgeführt werden kann“.

Prof. Dr. Klaus Fassbender
Department of Neurology
University of the Saarland
Homburg/Saar, Germany
T: 004968411624102
Klaus.fassbender @uks.eu This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Dr. Silke Walter
Department of Neurology
University of the Saarland
Homburg/Saar, Germany
T: 004968411624102
Silke.walter @uks.eu

ARD Mittagsmagazin vom 10.5.2011

Mobile "Stroke Unit" ein Erfolg

Die saarländische Uniklinik Homburg hat eine weltweit einzigartige Mobile Stroke Unit entwickelt, die über einen Computertomographen, Laborgeräte zur Blutanalyse und Telemedizinanbindung zum Krankenhaus verfügt. Das Krankenhaus kommt sozusagen direkt zum Patienten. Damit wird wertvolle Zeit zur Behandlung gewonnen. .........

 



Team der Mobile Stroke Unit - Schlaganfallrettungswagen- zählt zu den neun saarländischen Preisträgern des Wettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“.

Professor Klaus Fassbender erhält Urkunde in der Staatskanzlei des Saarlands.

Fotodatei: Deutschland – Land der Ideen

Foto: Empfang der Preisträger 2011 aus dem Saarland im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“

v.l.n.r. mit Peter Müller Ministerpräsident des Saarlandes, Dr. Silke Walter und Professor Klaus Fassbender, Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg.

Das Projekt findet in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz, Homburg (Team von H.C. Müller) statt und wird durch das Ministerium für Gesundheit des Saarlandes, der Jackstädt-Stiftung und dem Rettungszweckverband Saar  gefördert.

Anlässlich eines Empfangs in der Staatskanzlei begrüßte Ministerpräsident Peter Müller alle Menschen, die in diesem Jahr mit ihren Ideen und Projekten exemplarisch für die Innovationskraft und das Engagement im Land stehen. Um dieses Potenzial weiter zu fördern und sichtbar zu machen, führen die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank bereits seit 2006 den bundesweiten Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ durch.

Ministerpräsident Peter Müller beglückwünschte Professor Klaus Fassbender und die Kollegin, Dr. Silke Walter aus Homburg,  für ihre Leistungsfähigkeit im Saarland und übergab eine vom Schirmherrn des Wettbewerbs, Bundespräsident Christian Wulff, unterzeichnete Urkunde: „Die ausgewählten saarländischen Projekte können stolz darauf sein, zu den Gewinnern des Wettbewerbs zu zählen. Sie zeigen, dass Mut, Kreativität und Innovation zu einem erfolgreichen Ziel führen. Ich gratuliere den Gewinnern ganz herzlich zu ihrem Erfolg. Sie haben Vorbildcharakter für andere.“

„Preisträger im Wettbewerb ‚365 Orte im Land der Ideen‘ zu sein, ist ein Qualitätsmerkmal in allen Bereichen. Mit großem Engagement und Leidenschaft machen die ‚Ausgewählten Orte‘ aus dem Saarland Innovationen sichtbar und geben wichtige Impulse für unsere Zukunft. Wir freuen uns, die vielfältigen Preisträger in diesem Jahr auszuzeichnen“, gratulierte Marie-Therese Bettscheider, Marktgebietsleiterin Saar-Trier von der Deutschen Bank.

Die Preisträger des Wettbewerbs werden sich und ihre Ideen im Laufe des Jahres der Öffentlichkeit präsentieren. Darüber hinaus wird dieses Jahr in den sechs Wettbewerbskategorien Wirtschaft, Wissenschaft, Umwelt, Kultur, Bildung und Gesellschaft jeweils ein Bundessieger geehrt. Auch ein Publikumssieger kann erstmals online gewählt werden. Neu ist weiterhin eine interaktive Mitmachplattform, die es den Bürgern ermöglicht, die Preisträger mit Zeit-, Geld- oder Sachspenden zu unterstützen. So können die Ideen aus Saarland durch bürgerschaftliches Engagement noch weiter wachsen.

Pressekontakt:

Universitätsklinikum des Saarlandes

Direktor der Klinik für Neurologie

Professor Dr. Klaus Fassbender

Kirrberger Straße / Gebäude 90

66421 Homburg / Saar, Saarland

Tel.: 06841 1624103


http://www.uks.eu/neurologie

Deutschland – Land der Ideen

Verena Schad

Tel.: 030/206 459-155

Deutsche Bank

Doris Nabbefeld

Tel.: 069/910-31070