Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Klinik für Augenheilkunde
Leitung: Prof. Dr. med. Berthold Seitz
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Hilfe gegen Erblindung - Die LIONS - Hornhautbank Saar - Lor - Lux, Trier/Westpfalz

Die Einrichtung einer Hornhautbank in der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum des Saarlandes UKS in Homburg/Saar soll die Wartezeit auf eine Spenderhornhaut verkürzen helfen. Infektionen, Verletzungen oder angeborene Erkrankungen können die Hornhaut des Auges trüben. Damit büßt der Betroffene sein Sehvermögen ein und kann erblinden. Die bereits 1905 eingeführte Hornhauttransplantation gehört heute zu den erfolgreichsten Gewebe-Verpflanzungen überhaupt und gibt einem Großteil der Patienten das Augenlicht zurück. Trotz des 1997 verabschiedeten Transplantationsgesetzes warten bundesweit rund 8000 Menschen auf eine Spenderhornhaut. In Homburg/Saar sind es bis zu 200 Patienten aus ganz Deutschland, Luxemburg und Lothringen. Die Serviceorganisation Lions International und das Hilfswerk der deutschen Lions haben deshalb im Jahr 2000 150.000 DM für die Einrichtung einer Hornhautbank in Homburg/Saar zur Verfügung gestellt. Die Verwaltung des Universitätsklinikums finanziert eine MTA-Stelle und eine halbe Arztstelle. Die offizielle Eröffnung fand am 14. Juli 2000 statt.

 

Warum so viele Menschen auf ein Spendergewebe warten müssen, hat zwei Gründe, die Prof. Dr. Berthold Seitz, Direktor der  Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum des Saarlandes UKS in Homburg/Saar nennt: "Ärzte sollen nach der Gesetzgebung bei der Feststellung des Todes die Angehörigen nach der Einwilligung zur Organspende fragen. Das geschieht leider immer noch zu selten, mit der Folge eines Spenderorganmangels. Zum zweiten kann eine entnommene Hornhaut in einer Aufbewahrungslösung nur wenige Tage überleben. Damit stehen  wir unter einem gewaltigen Zeitdruck." Denn in dieser Zeit müssen sämtliche Qualitätsuntersuchungen durchgeführt und ein passender Empfänger gefunden sein. Mit der Organkultivierung umgeht man heute das Zeit-Problem. Spezielle Nähr- und Konservierungslösungen sorgen dafür, dass entnommene  Hornhäute bis zu vier Wochen lebensfähig aufbewahrt werden können und damit transplantierbar bleiben. Vorraussetzung ist eine sogenannte Hornhautbank mit hochgesetzten Standards in Sachen Sterilität und Kultivierung. Das schließt auch Fachpersonal mit ein, das für die Entnahme, Untersuchung und Aufbewahrung der Hornhäute ausgebildet ist.
Rund 25 Hornhautbanken gibt es in Deutschland, die eng miteinander kooperieren und die auch mit ähnlichen europäischen Einrichtungen vernetzt sind.

 

Mit einer doppelt fortlaufenden Kreuzstichnaht wird die nur 0,5 mm
dicke Spenderhornhaut eingenäht. Sie gibt dem Patienten das Sehvermögen zurück.

 

Die Serviceorganisation Lions International unterstützt seit 1917 weltweit unter dem Motto "Fight for Sight" den Kampf gegen die Blindheit. Zahlreiche Hornhautbanken hat Lions in den USA finanziert. In Deutschland wurden die Hornhautbanken in Düsseldorf, Homburg/Saar und Freiburg mit Lions-Unterstützung eingerichtet. Die Gelder wurden in der Westpfalz, im Saarland, in Lothringen, in Trier und Luxemburg gesammelt, und das Hilfswerk der deutschen Lions gewährte einen Zuschuss.
Rund 180 Hornhauttransplantationen werden in Homburg jährlich durchgeführt. Sie verlangen dem Augenchirurgen ein Höchstmaß an Konzentration und Feinarbeit ab. Mit 16 bis 24 Stichen muss die gerade einmal 0,5 mm dicke Hornhaut vernäht werden. Das macht die Transplantation zu einer "kostbaren Operation" die wegen eventueller Abstoßungsreaktionen in der ersten Zeit einer intensiven Nachbehandlung bedarf. Addiert man zur Operationszahl noch die Patienten auf der Warteliste, ergibt sich für die Region ein Bedarf von bis zu 400 Transplantaten pro Jahr. Die Hornhautbank in Homburg/Saar soll dazu beitragen, dass dieser Bedarf gedeckt werden kann.

 

Informationen zur Hornhautspende

Wer Organe spenden möchte, sollte eine "Erklärung zur Organspende" mit sich führen. Liegt kein Spenderausweis vor, werden die Angehörigen bei Feststellung des Todes um Zustimmung gebeten. Bei Einwilligung werden für die Hornhautspende nur die Hornhautscheiben entnommen.
Dies kann auch noch bis zu 72 Stunden nach dem Tod geschehen. Die entfernten Hornhäute werden durch eine Kunststoffschale ersetzt, die Lider verschlossen, dadurch bleibt der Gesichtsausdruck des Verstorbenen unverändert. Eine Abschiednahme ist damit auch am offenen Sarg noch möglich. Der normale Ablauf der Bestattung wird durch die Entnahme nicht beeinträchtigt.


Nähere Informationen gibt es bei der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum UKS in Homburg/Saar unter (06841) 16-22353.


Der Deutsche Organspenderausweis (DSO)

Infotelefon Organspende:
Hier wird allen Interessierten die Möglichkeit gegeben, mit Fachkräften über ihre persönlichen Fragen zur Organ- und Gewebespende zu sprechen. Dies wird von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und der Deutschen Stiftung Organspende (DSO) organisiert.

 

Telefon: 0800 / 904 04 00 - Gebührenfrei!

Korrespondenzadresse   Spendenkonto
     
LIONS Hornhautbank Saar-Lor-Lux Trier/Westpfalz   Hilfswerk der Deutschen Lions e.V.
Klinik für Augenheilkunde
Universitätsklinikum des Saarlandes
66421 Homburg/Saar
Telefon: 06841 / 16 22353
Telefax: 06841 / 16 22486
e-mail:
lions.hornhautbank @uniklinikum-saarland.de
 

Frankfurter Volksbank eG
BLZ: 501 900 00
Kto.Nr: 300 500

IBAN: DE83 501 900 00 0000 300 500

S.W.I.F.T. / BIC:  FFVB DE FF 


Verwendungszweck:
Lions Hornhautbank Homburg/Saar

Kontakt

Leitung
Prof. Dr. B. Seitz ML, FEBO

 

Stellvertretende Leitung

Frau Dr. M. Bischoff-Jung

 

Hornhautbankassistentin
Frau Dr. K. Laurik

 

Qualitätsmanagement

Verantwortliche Ärztin
Frau Dr. M. Bischoff-Jung

 

Technische Mitarbeiterinnen
Sr. M. Huber

Frau S. Ruffing-Steinbrecher

 

Kontaktaufnahme
Telefon:     06841/16-22353
Fax:           06841/16-22486
Email:       lions.hornhautbank @uniklinikum-saarland.de