Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Medizinische Informatik
Leitung: Univ.-Prof. Dr. Stefan Wagenpfeil
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Biometrische Beratung

 

Das Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Medizinische Informatik bietet eine biometrische Beratung von medizinischen Forschungsarbeiten sowohl für Doktorarbeiten als auch im Rahmenn von wissenschaftlichen Kooperationen und Drittmittelprojekten für Mitglieder des Universitätsklinikums des Saarlandes und der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes an.

Die Beratung beinhaltet Hilfestellungen zum methodischen Vorgehen bei Planung, Auswertung und statistischer Interpretation der Ergebnisse. Die Datengewinnung und die Durchführung der Auswertung mit Hilfe eines Statistikprogramms ist vom Ratsuchenden selbst durchzuführen, sofern es nicht durch eine Drittmittel- und Kooperationsvereinbarung anders festgelegt wurde.

Es ist sehr empfehlenswert, schon in der Planungsphase der Arbeit eine biometrische Beratung in Anspruch zu nehmen (z.B. für Stichprobenumfangs-Berechnungen), denn häufig führen Fehler in der Planung zu nicht aussagekräftigen Resultaten und machen die gesamte Arbeit der Datenerhebung fragwürdig oder sogar unbrauchbar.

Anmeldung und Terminvereinbarung im Sekretariat, Tel. 06841/16 22061. Zum ersten Beratungsgespräch ist das Anmeldeformular ausgefüllt und unterschrieben mitzubringen!

"Schnellberatungen" am Telefon sind grundsätzlich nicht möglich, da konkrete Auskünfte ohne genaue Kenntnis des Versuchsplans und der Daten nicht möglich sind.

Weitere Hinweise

Eine biometrische Beratung umfasst in der Regel die eingehende inhaltliche Auseinandersetzung mit der klinischen Fragestellung und wird als wissenschaftliche Kooperation angesehen. In der Regel kann dieser Umfang auch für die Mitautorenschaft bei einer späteren Veröffentlichung qualifizieren. In diesem Falle  ist der beratende Mitarbeiter des Instituts als Koautor von Publikationen zu berücksichtigen. Wird das Projekt mit Drittmitteln gefördert, so ist dies dem Berater mitzuteilen und der Institutsleitung anzuzeigen. Das Institut ist in angemessener Weise an dem Drittmittelprojekt zu beteiligen.

Bei prospektiv geplanten oder epidemiologischen Studien, die nicht unter des AMNOG (Arzneimittelneuordnungsgesetz)  oder MPG (Medizinproduktegesetz) fallen, ist das Institut gern bereit, im Rahmen von Drittmittelprojekten an der Planung (z.B. Randomisierung) und späteren Auswertung der Studien mitzuwirken. Nicht zuletzt verbessert die biometrische Beratung bei der Erstellung von Studienprotokollen die Chancen für die Einwerbung von Drittmitteln. Bei AMNOG- oder MPG-Studien ist das Institut gerne beratend tätig. Das Hinzuziehen eines Koordinierungszentrums für klinische Studien (KkS) oder Case Report Organisation (CRO) ist in diesem Falle allerdings unabdingbar.

 

Anmeldung zur Biometrischen Beratung


Bei Doktorarbeiten ist im Falle einer Publikation anhand der Autorenrichtlinien von wissenschaftlichen Zeitschriften zu prüfen und mit dem Berater abzusprechen, ob er in der Autorenliste aufgenommen wird. Vor der finalen Einreichung (submission) ist dem Berater ein aktuelles Belegexemplar vorzulegen. Falls die biometrische Beratung in der Dissertation erwähnt werden soll, erfordert dies das Einverständnis des Beraters. Auch hier ist vor der finalen Einreichung dem Berater ein aktuelles Belegexemplar vorzulegen.
Bei anderen wissenschaftlichen Kooperationen ist der Berater gemäß der Autorenrichtlinien von wissenschaftlichen Zeitschriften als Koautor bei Publikationen zu berücksichtigen. Der Unterzeichnende verpflichtet sich, die aktuelle Version des Beitrags vor der finalen Einreichung (submission) bei einer wissenschaftlichen Zeitschrift dem Berater vorzulegen und den Namen des Beraters nur mit seinem Einverständnis zu erwähnen.
Der Unterzeichnende erklärt sich damit einverstanden, dass seine hier gemachten Angaben elektronisch in einer Datenbank im Klinikumsnetzwerk gespeichert und für institutsinterne Aufgaben verwendet werden. Er kann jederzeit während der Öffnungszeiten des Institutssekretariats nach Voranmeldung seine gespeicherten Daten einsehen.


Um eine Basis für eine effektive Beratung zu haben, wird erwartet, dass die zu untersuchende Fragestellung und das Ziel der Untersuchung in präziser Form schriftlich vorliegen. Für Doktoranden empfiehlt es sich, zum ersten Beratungstermin den Doktorvater und/oder Betreuer mitzubringen.

Es wird dringend empfohlen, sich schon vorher über statistische Grundbegriffe (z.B. Boxplots, Tests, p-Werte) zu informieren. Bei Doktoranden werden die im Querschnittsbereich "Epidemiologie, Medizinische Biometrie und Medizinische Informatik" oder im Kurs "Grundlagen der Medizinischen Statistik und statistische Auswertungen mit SPSS" vermittelten Kenntnisse vorausgesetzt.

Der Ratsuchende sollte beachten, dass die Daten in einem Format erfasst werden, das eine spätere Auswertung ermöglicht. Je nach Umfang der Daten eignen sich z.B. EXCEL und SPSS sowie maskenorientierte Dateneingabeprogramme, wie z.B. ACCESS. Bitte lesen Sie auch die
Hinweise zum Aufbau von EXCEL-Tabellen für das Einlesen in SPSS.

Wir empfehlen die Verwendung des Statistik-Programms SPSS. Dieses Programm kann unter bestimmten Bedingungen über das
Rechenzentrum Saarbrücken bezogen werden. Das Programm SPSS steht im Seminarraum des Instituts (Gebäude 86, Dachgeschoss, Raum 2.08) und CIP-Raum der Medizinischen Fakultät (Gebäude 54) zur Verfügung. Hier bitte Öffnungs- und Belegzeiten beachten.

Das Institut bietet in regelmäßigen Abständen das
Seminar Grundlagen der Medizinischen Statistik und statistische Auswertungen mit SPSS an, in dem sowohl Grundkenntnisse der Statistik als auch der Bedienung von SPSS vermittelt werden. Außerdem wird auf das online-Lernprogramm zur Medizinischen Informationsverarbeitung verwiesen.


Empfohlene Literatur

Fletcher RH, Fletcher SW (2007): Klinische Epidemiologie ? Grundlagen und Anwendung. 2. Auflage, Verlag Hans Huber, Bern.

Schumacher M, Schulgen G (2007): Methodik klinischer Studien. 2. Auflage, Springer-Verlag, Berlin.

Kreienbrock L, Schach S (1997): Epidemiologische Methoden. 2. Auflage, Gustav-Fischer-Verlag, Stuttgart.

Trampisch HJ, Windeler J (1997): Medizinische Statistik. Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg.

Altman DG (1991): Practical Statistics for Medical Research. Chapman & Hall, London.

Campbell MJ, Machin D, Walters SJ (2007): Medical Statistics (fourth edition). Wiley, Chichester

Köhler W, Schachtel G, Voleske P (2012): Biostatistik. 5. Auflage, Springer Spektrum, Berlin, Heidelberg.

Weiß C (2013): Basiswissen Medizinische Statistik. 6. überarbeitete Auflage, Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg.

 

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