Die Tagesklinik ist das erste sogenannte ÖPP, Öffentlich-Private-Partnerschaftsprojekt, das neben dem gemeinsamen Betrieb auch eine gemeinsame Finanzierung der Umbau- und Ausstattungskosten vorsieht. Es besaß von Anfang an die volle Unterstützung des Ministeriums für Wirtschaft und Wissenschaft.
Dadurch konnte die Finanzierung gesichert und mit dem Johanniterorden ein Partner gewonnen werden, der Erfahrungen in der Behandlung psychisch erkrankter Kinder und Jugendlicher mitbringt. In Neuwied betreibt der Johanniterorden bereits ein Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie.
Minister Dr. Christoph Hartmann betonte in seiner Ansprache die Vorteile der Tagesklinik, sie sei „ein Beispiel für eine familienfreundliche und exzellente Versorgung“. Das Johanniterhaus des UKS dient der Behandlung von mittelschweren psychischen Störungen, für die eine ambulante Therapie nicht ausreicht und eine stationäre noch nicht notwendig ist. Die Kinder können so am Abend und am Wochenende in ihrem häuslichen Umfeld bleiben. Es werden Kinder im Alter von 5 bis 14 Jahren in zwei Gruppen nach einem multimodalen, individuell zusammengestellten Therapieprogramm durch Mitarbeiter verschiedener Berufsgruppen behandelt.
Diese wichtige Therapieform konnte durch die enge und gute Kooperation des Johanniterordens und des Universitätsklinikums gemeinsam realisiert werden.
„Unser Wunsch ist es, dass die Kinder nach der Behandlung ohne Angst, Depressionen oder sonstige Verhaltensauffälligkeiten nach Hause gehen können“, so Prof. Dr. Alexander von Gontard, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie. Sein Ziel ist auch, in den nächsten Jahren verstärkt Kleinkinder zu behandeln.
Kontakt:
Direktor Professor Dr. Alexander von Gontard
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie
Universitätsklinikum des Saarlandes
Telefon: 06841/16-24395
