Im Rahmen der Informationsveranstaltung „Aktion Rückenwind – Hilfe bei Lungenkrebs“ beantworten Mediziner des Universitätsklinikums des Saarlandes sowie niedergelassene Ärzte allgemeine Fragen zu Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Erkrankung.
„Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Therapieverfahren ist die Hoffnung auf eine deutliche Verbesserung der Langzeitprognose bei Lungenkrebs in den letzten Jahren gestiegen“, erklärt Prof. Dr. Dr. Robert Bals, Direktor der Klinik Innere Medizin V, Universitätsklinikum des Saarlandes.
„Jeder Patient wird in unserer interdisziplinären Tumorkonferenz vorgestellt. So wird durch die enge Zusammenarbeit aller Disziplinen ein für den individuellen Patienten optimaler Behandlungsplan erarbeitet und festgelegt“, sagt Prof. Dr. Axel Matzdorff, Chefarzt der Klinik für Hämatologie und Onkologie und Leiter des Onkologischen Zentrums, Saarbrücken.
„Das Wissen um die Erkrankung und ihre Therapie hilft vielen Patienten und Angehörigen, sich der Erkrankung zu stellen. Informationen vermindern das Gefühl, der Erkrankung hilflos ausgeliefert zu sein“, betont Dr. Georg A. Jacobs, Schwerpunktpraxis für Hämatologie und Onkologie, Saarbrücken.
„Besonders Angehörige befinden sich häufig in einem Spannungsfeld zwischen eigener Betroffenheit, Hilflosigkeit und dem Wunsch zu helfen“, erklärt Dr. Ingo Stehle, Oberarzt der Klinik Innere Medizin V, Universitätsklinikum des Saarlandes.
Gleichzeitig sollten Betroffene und Angehörige wissen, an wen sie sich wenden können, um entsprechende Unterstützung und Beratung zu bekommen.
Rückenwind für Patienten und Angehörige
Weil es aber „den Lungenkrebs“ nicht gibt und sich die individuelle Situation der Erkrankten stark voneinander unterscheidet, bietet die Aktion Rückenwind auch einen Rahmen für den persönlichen Austausch. In separaten Gesprächsinseln haben alle Besucher die Gelegenheit, den Experten ihre persönlichen Fragen zu stellen und sich darüber hinaus mit anderen Betroffenen sowie Angehörigen auszutauschen.
Service und Hilfestellung im Infopark
Rund um die Veranstaltung haben die Besucher die Möglichkeit, sich in einem Infopark über lokale Anlaufstellen zu erkundigen sowie kostenlose Informationsmaterialien zu erhalten. Ergänzt wird der Infopark durch einen Infostand der „Aktion Rückenwind“.
„Aktion Rückenwind“ in Saarbrücken:
Samstag, 16. März 2013, 11:00 bis 13:00 Uhr
Saarbrücker Schloss
Schlossplatz
66119 Saarbrücken
Das Programm im Überblick:
Lungenkrebs ist nicht gleich Lungenkrebs
Diagnose Lungenkrebs – was nun?
Therapie – was passiert wann?
Rückenwind für die Seele
Lungenkrebs – Sie sind nicht allein
Lungenkrebs – auch Angehörige sind betroffen
Gesprächsinseln
Experten, Patienten und Angehörige im Gespräch
Infopark
Regionale Anlaufstellen rund um die Erkrankung
u.a. BELA Ernährungsberatung, Saarländische Krebsgesellschaft, Sozialdienst, Hospiz, Stand der „Aktion Rückenwind“
Folgende Experten nehmen an der Veranstaltung teil:
Prof. Dr. Dr. Robert Bals, Direktor der Klinik Innere Medizin V, Universitätsklinikum des Saarlandes
Prof. Dr. Rainer M. Bohle, Direktor Institut für Allgemeine und Spezielle Pathologie, Universitätsklinikum des Saarlandes
PD Dr. Sven Gottschling, Leitender Arzt Zentrum für Palliativmedizin, Universitätsklinikum des Saarlandes
Dr. Georg A. Jacobs, Schwerpunktpraxis für Hämatologie und Onkologie, Saarbrücken
Prof. Dr. Axel Matzdorff, Chefarzt der Klinik für Hämatologie und Onkologie, Leiter Onkologisches Zentrum, Saarbrücken
Vera Oberheim, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Praxis Bildstock/Saar
Prof. Dr. Christian Rübe, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, Universitätsklinikum des Saarlandes
Prof. Dr. Hans-Joachim Schäfers, Direktor der Klinik für Thorax- und Herz-Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum des Saarlandes
Dr. Ingo Stehle, Oberarzt der Klinik Innere Medizin V, Universitätsklinikum des Saarlandes
Weitere Informationen zur „Aktion Rückenwind“ und Info-Broschüren über das Thema Lungenkrebs finden Betroffene und Angehörige im Internet unter www.hilfe-bei-lungenkrebs.de.
Über Lungenkrebs
In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 32500 Männer und 14600 Frauen an Lungenkrebs. Bei keiner anderen Krebserkrankung hat die Rate der Betroffenen in den vergangenen Jahren so stark zugenommen wie beim Lungenkarzinom. Die Ursachen für die Erkrankung sind vielfältig: Neben dem aktiven und passivem Rauchen können bestimmte Schadstoffe am Arbeitsplatz, eine unausgewogene Ernährung oder Vererbung diese Krebsform begünstigen. Bei Lungenkrebs unterscheiden Mediziner die Gruppe der nicht-kleinzelligen und der kleinzelligen Lungentumoren. Das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom macht etwa 80 Prozent der bösartigen (malignen) Lungentumoren aus. Es unterteilt sich in die drei Formen Adenokarzinom, großzelliges Karzinom und Plattenepithelkarzinom. Therapieoptionen bieten Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie und in seltenen Fällen so genannte Angiogenese- oder Tyrosinkinase-Hemmer.
