Einst galt die Fallsucht oder Epilepsie als Teufelswerk, das den Menschen besessen macht. 1870 entdeckten die deutschen Hirnforscher Gustav Fritsch und Eduard Hitzig erste Zusammenhänge elektrischer Reize des Gehirns und der Muskulatur. Aus dieser Entdeckung entwickelte sich die Funktionsdiagnostik. Heute bestimmen Medizinisch-technische Assistentinnen und Assistenten für Funktionsdiagnostik in der Neurologie mithilfe der Hirnstrommessung (EEG) die betroffenen Gehirnanteile so genau, dass sich die Erkrankung, je nach festgestellter Ursache, sogar operieren lässt. Der Beruf ist spannend, verantwortungsvoll und bietet gute Berufsaussichten, ist aber auch leider wenig bekannt.
Unter dem Motto „Schau rein, was für Dich drinsteckt“ stellt die MTA-Schule Ausbildung und Beruf der MTAF in Vorträgen und Führungen vor. Auszubildende, sowie bereits examinierte MTAF testen die Funktion der Sehnerven und führen Messungen der Nervenleitgeschwindigkeiten und Ultraschalluntersuchungen durch. Dabei gibt es ausreichend Gelegenheit, ihnen in persönlichen Gesprächen Fragen zu stellen. Die Teilnahme ist kostenlos.
Das können MTAF
MTAF erkennen Störungen des zentralen und peripheren Nervensystems, der Sinnesorgane insbesondere im Hals-Nasen-Ohren-Bereich, des Herz-Kreislaufsystems und der Lunge mit funktionsdiagnostischen Methoden wie EKG, EEG, Hör- und Lungentests. Auch im Verlauf therapeutischer Maßnahmen werden die Funktionen dieser Organe geprüft. Die Funktionsdiagnostik bedient sich dabei komplizierter und empfindlicher elektronischer Messverfahren. Sie kennen sich gut mit IT-Systemen aus. Im Umgang mit Menschen sind sie Profis und behalten auch unter Spannung einen klaren Kopf.
Beste Perspektiven
Am Arbeitsmarkt sind MTAF gefragt. Laut einer Studie des Deutschen Krankenhausinstituts bleiben die Aussichten auch in den kommenden Jahren gut. Mit etwas Berufserfahrung besteht die Möglichkeit zur Weiterbildung zum Gesundheitsbetriebswirt oder zum Medizinpädagogen. Ebenso bieten mittlerweile viele Fachhochschulen und Hochschulen ein berufsbegleitendes Studium an.
Die Ausbildung am Universitätsklinikum des Saarlandes
Voraussetzung für die Ausbildung zum MTAF am Universitätsklinikum des Saarlandes ist ein mittlerer Bildungsabschluss oder ein Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer mindestens zwei Jahre dauernden Berufsausbildung. Gute Kenntnisse in den naturwissenschaftlichen Fächern sind vorteilhaft. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und schließt mit einer staatlichen Prüfung ab. Am Universitätsklinikum des Saarlandes ist die Ausbildung kostenfrei. Ausbildungsbeginn ist am 1. September 2012. Interessenten bewerben sich mit Anschreiben, tabellarischem Lebenslauf und einer aktuellen Zeugniskopie beim Schulzentrum des Universitätsklinikum des Saarlandes. Fragen beantwortet Frau Weber,
Tel. 0 68 41/16-23730.
Werben um den Nachwuchs
Der Aktionstag „Schau rein, was für Dich drinsteckt“ geht auf eine Initiative des Deutschen Verbandes Technischer Assistentinnen und Assistenten in der Medizin e.V. (dvta) zurück. Der dvta vertritt als Berufsverband seit 1969 die Belange der vier Berufe der medizinisch-technischen Assistentinnen und Assistenten.
Mehr Informationen auf www.mtawerden.de/aktionstage/2011-mtaf.html
Pressefotos auf Anfrage
Pressekontakt
Deutscher Verband Technischer Assistentinnen/
Assistenten in der Medizin e.V.
Andreas Pfeiffer
Spaldingstr. 110b
20097 Hamburg
Tel. 0 40/23 51 17-0
E-Mail andreas.pfeiffer@dvta.de
