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Pressemitteilung

30.11.2011
Homburger Kardiologen mit angesehenen Forschungspreisen ausgezeichnet

Beim diesjährigen Kongress der European Society of Cardiology (ESC) in Paris wurden Dr. Constantinos Bakogiannis und Dr. Christian Ukena von der Klinik für Innere Medizin III – Kardiologie, Angiologie und internistische Intensivmedizin des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS) in Homburg für ihre Arbeit ausgezeichnet. Die Jahrestagung der europäischen Kardiologenvereinigung vom 27. bis 31. August 2011 war mit 33.000 Besuchern der weltweit größte Herz-Kreislauf-Kongress.

Die von Prof. Michael Böhm, Direktor der Klinik für Innere Medizin III – Kardiologie, Angiologie und internistische Intensivmedizin des UKS, organisierte Veranstaltung wurde von Kardiologen aus der ganzen Welt besucht. Alljährlich werden bei diesem Kongress die neuesten Studien aus dem Themenfeld Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorgestellt. Im Rahmen des Kongresses wurden auch angesehene Forschungspreise verliehen, von denen zwei an junge Wissenschaftler der Klinik für Innere Medizin III des UKS in Homburg gingen. Die beiden Mediziner wurden bei der Abschlussfeier des Kongresses geehrt.

 

Dr. Constantinos Bakogianis erhielt den „Young Investigator Award“ der koronaren Pathophysiologie und Mikrozirkulation. Er befasste sich in einer Studie mit der Wirkung von Statinen, cholesterinsenkenden Arzneimitteln, die seit mehreren Jahren zur Behandlung von Herz-Gefäß-Erkrankungen eingesetzt werden. Die Atherosklerose, eine Verhärtung der Arterien, und daraus folgende Herzerkrankungen treten in unserer Gesellschaft sehr häufig auf und verlaufen oftmals tödlich. Neben hohem Lebensalter, Rauchen, Bluthochdruck und Diabetes mellitus gehören erhöhte Cholesterinwerte zu den wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung der Atherosklerose. Um diese zu senken, setzt man die Statine ein, wobei deren Wirkmechanismen immer noch erforscht werden. Es war bereits bekannt, dass Statine neben den cholesterinsenkenden Eigenschaften entzündungshemmende und antioxidative Effekte in den Gefäßen aufweisen. Mit der Studie konnten Bakogianis und seine Forschungsgruppe zeigen, dass diese Effekte noch umfangreicher sind als erwartet. Unter anderem fand die Forschungsgruppe einen verbessernden Effekt auf das Enzym eNOS, was zu einer verbesserten Funktion der Gefäßinnenhaut führt.

 

Dr. Christian Ukena gewann den Preis für die beste Originalarbeit im Bereich Hochdruck. Er untersuchte den Einfluss der Nierenarterienablation auf die körperliche Leistungsfähigkeit. Bei dieser Therapieform werden die Nierennerven über einen Katheter mit Hochfrequenzstrom verödet, was zu einer deutlichen und anhaltenden Senkung des Ruheblutdrucks wirkt. Dazu wurden bei Patienten mit Bluthochdruck vor dem und drei Monate nach dem Eingriff spezielle Fahrradbelastungen durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass der Blutdruck sowohl in Ruhe als auch unter Belastung deutlich gesenkt werden konnte. Nach dreimonatiger Behandlung war die Ruhefrequenz verringert und die Herzfrequenz erholte sich schneller nach Belastung. Negative Effekte der Behandlung konnten nicht beobachtet werden, so dass die Nierenarteriendenervation als eine sichere und effektive Methode zur Behandlung des nicht-einstellbaren Bluthochdrucks gesehen werden muss.

 

 

Kontakt:

Prof. Michael Böhm

Direktor der Klinik für Innere Medizin III

Kardiologie, Angiologie und internistische Intensivmedizin

Gebäude 40 und Gebäude 24

Universitätsklinikum des Saarlandes

Kirrberger Straße

D-66421 Homburg/Saar

E-Mail michael.boehm @uks.eu

Telefon 0 68 41 / 16 - 2 33 72

 

Dr. Constantinos Bakogiannis

E-Mail Constantinos.Bakogiannis @uks.eu

Telefon 0 68 41 / 16 - 2 34 36

 

Dr. Christian Ukena

E-Mail christian.ukena @uks.eu

Telefon 0 68 41 / 16 - 2 30 00