![]() | In den westlichen Ländern erkrankt derzeit jede zehnte Frau im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Bundesweit gibt es jährlich über 50.000 Neuerkrankungen. Obwohl Diagnostik und Therapie ständig weiterentwickelt und verbessert werden, ist die Früherkennung und somit die Brustselbstuntersuchung von besonderer Bedeutung. Die Heilungschancen sind umso größer, je früher ein Tumor entdeckt wird.
Die 2009 am UKS stattgefundenen Kurse zur Brustselbstuntersuchung wurden sehr zahlreich besucht und werden deshalb weiter angeboten.
Die Erfahrungen der Kursteilnehmerinnen sind bisher sehr positiv. So berichtet beispielsweise eine Teilnehmerin, die nicht genannt werden möchte, über ihre anfänglichen Bedenken durch den Kurs gesundes Brustgewebe von einem auffälligen Befund unterscheiden zu können. |
“Meine Brust ist im Ganzen sehr knotig, weshalb ich nur ungern der Aufforderung meines Frauenarztes nachkam regelmäßig zu tasten. Ich wusste nicht genau, wie ich vorgehen soll und fühlte nur Knoten, was mich dann nur weiter verunsicherte. Durch das Tasten an einem Silikonmodell zeigte mir die Mamma-Care-Trainerin, wie sich ein bösartiger Knoten anfühlen kann. Sie unterstützte mich bei der Anwendung der Methode an der eigenen Brust und machte mich aufmerksam auf optische Veränderungen, die ich beobachten kann. Da ich nun auch weiß, wie meine Brust in ihrer Struktur aufgebaut ist, machen mir die knotigen Erscheinungen, die ich immer fühle, keine Angst mehr. Meine Kasse hat die Kosten nicht übernommen, trotzdem war es mir die Sache wert.“
Das Angebot richtet sich an gesunde Frauen jeden Alters. Frauen mit familiärer Brustkrebsbelastung, sowie bereits an Brustkrebs Erkrankte. Denn auch nach einer abgeschlossenen Brustkrebstherapie ist es wichtig, ein erneutes Auftreten der Erkrankung im Narbenbereich oder an der anderen Brust früh zu entdecken.
Warum ausgerechnet die Mamma-Care-Methode, reicht ein einfaches Tasten im Uhrzeigersinn oder nach Quadranten nicht aus?
„Grundsätzlich ist jedes Tasten, unabhängig von der Methode, zu unterstützen. Vorteil bei dieser Methode, ist das systematische Tasten in engmaschige Bahnen und drei verschiedenen Druckstärken. Bei geübter Anwendung ist es schwer, ein Areal zu übersehen, so können auch kleine Knoten früh erfasst werden. Die Methode ist über lange Jahre wissenschaftlich erprobt und anerkannt.“
Die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen ist bundesweit leicht rückläufig, kleine Tumore werden früher entdeckt, jedoch ist die Anzahl der Erkrankten unter 40 Jahren ansteigend. Regelmäßige gezielte Untersuchungen durch Fachärzte und die geübte Selbstuntersuchung sollten für jede Frau selbstverständlich sein.
Die Kurse finden zweimal monatlich statt. Dienstags oder samstags im Gymnastikraum der Frauenklinik des UKS, Geb. 9.
Treffpunkt Eingangshalle;
Kursgebühr 30.00 €;
Termine und weitere Infos erfahren Sie unter der 06841 1628125 oder unter

