Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
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02.12.2016
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Ziel: Bessere Frühdiagnose bei Leberzirrhose - Universitätsklinikum des Saarlandes und Universitätsmedizin Mainz erhalten Fördermittel aus dem Innovationsfonds

Das Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg hat zusammen mit der Universitätsmedizin Mainz erfolgreich eine Förderung zur besseren gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung aus dem Innovationsfonds auf Bundesebene eingeworben. Mit dem ausgezeichneten innovativen Projekt soll die bestmögliche gesundheitliche Versorgung für Patienten mit Leberzirrhose durch eine engere Kooperation von Hausärzten und Spezialisten sichergestellt werden.

 

Eine zu späte Diagnose gilt auch bei der Leberzirrhose als problematisch. Häufig wird sie erst dann bemerkt, wenn Komplikationen auftreten. Früher erkannt ließe sich in vielen Fällen ein Voranschreiten der Erkrankung verhindern und der Entwicklung von Komplikationen vorbeugen. Doch aktuell fehlt es an einem fest etablierten Diagnosepfad für Patienten mit fortgeschrittenen Lebererkrankungen. Eine bessere Frühdiagnose bei Leberzirrhose ist das Ziel des Projekts „SEAL“ (Strukturierte Früherkennung von Patienten mit Leberzirrhose). Zu diesem Zweck wollen die beteiligten Wissenschaftler herausfinden, inwieweit ein beim Hausarzt während der Check-Up-Untersuchung (ab 35 Jahre) durchgeführtes Leberwert-Screening dazu beitragen kann, die Frühdiagnose von Leberzirrhose zu verbessern. Die auf Basis des Leberwert-Screenings diagnostizierten Betroffenen sollen in einen strukturierten Versorgungskreis übernommen werden.

 

Das Projekt wird von einem Konsortium aus Universitätsmedizin Mainz, dem Universitätsklinikum des Saarlandes, der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, den Hausärzteverbänden in beiden Bundesländern sowie dem Berufsverband niedergelassener Gastroenterologen (bng) umgesetzt. Das Konsortium wird von Prof. Dr. Peter Galle, I. Medizinische Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz geleitet; die Koordination für das Saarland erfolgt gemeinsam durch Prof. Dr. Frank Lammert, den Direktor der Klinik für Innere Medizin II am UKS, Prof. Dr. Johannes Jäger als Leiter des Zentrums für Allgemeinmedizin der Medizinischen Fakultät der Universität und den Saarländischen Hausärzteverband. Das Fördervolumen beträgt 2,7 Millionen Euro.

 

Aus Mitteln des Innovationsfonds können neue gesundheitliche Versorgungsmodelle gefördert werden, die über die bestehende Regelversorgung hinausgehen und eine sektorenübergreifende Versorgung zum Ziel haben. Beantragt werden können Fördermittel aus dem Innovationsfonds beim Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA). Dieser wurde vom Gesetzgeber damit beauftragt, über die Förderanträge zu beraten und zu entscheiden. Gefördert werden diejenigen Kosten, die für die Entwicklung und Einführung eines Versorgungsmodells notwendig sind und nicht über die Vergütungssysteme der Regelversorgung abgedeckt werden.

 

Kontakt für Journalisten:

 

Universitätsklinikum des Saarlandes

und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes

 

Klinik für Innere Medizin II - Gastroenterologie und Endokrinologie

Univ.-Prof. Dr. Frank Lammert

Kirrberger Straße 100
Gebäude 77
66421 Homburg

Telefon 06841/16-23201

E-Mail: frank.lammert @uks.eu

 

Zentrum Allgemeinmedizin

Prof. Dr. Johannes Jäger

Kirrberger Straße
66421 Homburg

Telefon: 06841/16-26800

E-Mail: johannes.jäger@uks.eu

 

Die Klinik im Internet:

www.uks.eu/gastroenterologie

 

www.uks.eu

 

Universitätsmedizin Mainz

Univ.-Prof. Dr. med. Peter. R. Galle

Direktor der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik

 

Die Klinik im Internet:

http://www.unimedizin-mainz.de/1-med/startseite/startseite.html

 

http://www.unimedizin-mainz.de/