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17.12.2015
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Welche Rolle spielt Kalzium bei multipler Sklerose?

Bei Multipler Sklerose (MS) greift das Immunsystem körpereigenes Nervengewebe an. Nervenzellen sterben in der Folge ab. Könnte ein gestörter Kalzium-Haushalt der beteiligten Zellen Ursache und Antrieb der chronischen Erkrankung sein? Dieser zentralen Frage geht ab sofort eine neue Forschungsgruppe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unter Federführung von Professor Dr. Ricarda Diem, Neurologische Universitätsklinik Heidelberg, nach. Beteiligt sind
Wissenschaftlerteams aus Heidelberg, Hamburg-Eppendorf, Münster und Homburg (aus dem Institut für Biophysik Dr. Alansary und Prof. Niemeyer, aus dem Institut für Pharmakologie und Toxikologie Prof. Flockerzi, aus dem Institut für
Physiologie Prof. Kirchhoff und aus dem Institut für Anatomie und Zellbiologie Prof. Schmitz).

In gemeinsamen interdisziplinären Projekten werden sie untersuchen, was das Kalzium-Gleichgewicht durcheinanderbringt, wie sich dadurch die Interaktion von Immun- und Nervenzellen verändert und welche Bedeutung dies für den Verlauf der MS hat. Weiteres Ziel ist es, Ansatzpunkte für neue Therapien zu identifizieren, die regulierend in den Kalzium-Haushalt von Immun- oder Nervenzellen eingreifen können. Die DFG fördert die Forschungsgruppe „Kalzium-Homöostase bei Neuroinflammation und -degeneration“ zunächst drei Jahre lang mit insgesamt 2,7 Millionen Euro.