Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
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09.01.2014
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Frühere Hilfen für Eltern – verbesserter Kinderschutz

Kinder haben ein Recht darauf, vor Vernachlässigung und Misshandlung geschützt zu werden. Zwar sind Pflege, Erziehung und Schutz der Kinder vorrangig Aufgaben der Eltern, doch wenn Eltern dieser Erziehungsverantwortung nicht gerecht werden können, müssen die Kinder vor Gefährdung geschützt werden.

 

Kinderschutz ist eine gewichtige, gesellschaftliche Aufgabe. Staat und Gesellschaft müssen deshalb Rahmenbedingungen schaffen, um Kinder bestmöglich vor Misshandlung und Vernachlässigung zu schützen.Dies ist mit Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes geschehen. Eine wesentliche Voraussetzung für den effektiven Kinderschutz sieht dieses Gesetz darin, dass Kinderschutz als eine gemeinsame übergreifende Aufgabe verstanden wird.

 

Dafür ist es notwendig, über den eigenen Aufgaben- und Zuständigkeitsbereich hinauszublicken. Man muss die jeweiligen Aufgaben, Möglichkeiten und Arbeitsweisen der anderen Institutionen kennen. Deshalb ist es wichtig, dass Institutionen, die mit Kindern und Familien arbeiten, Kooperationsvereinbarungen zum Kinderschutz schließen.

V.l.n.r.: Prof. Dr. Ludwig Gortner (Direktor der Klinik für Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie und stellvertretender

Ärztlicher Direktor UKS), Claudia Göpfrich, (Jugendamt Saarpfalz-Kreis) Klaus Guido Ruffing (Leiter des Jugendamtes

Saarpfalz-Kreis), Prof. Dr. Wolf-Ingo Steudel (Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender UKS), Karl-Heinz Becker

(Jugendamt Saarpfalz-Kreis), Dr. Stephanie Lehmann-Kannt (Leiterin der Kinderschutzgruppe am UKS), Clemens

Lindemann (Landrat des Saarpfalz-Kreises), Doris Leitner (Psychologische Psychotherapeutin, Kinderschutzgruppe

am UKS)                                                                                                                                              (Foto: Koop/UKS)

 

Das Universitätsklinikum des Saarlandes UKS und der Saarpfalz-Kreis sind dieser Empfehlung nachgekommen und haben als Erste im Saarland einen Kooperationsvertrag zwischen einer Klinik und dem zuständigen Jugendamt geschlossen.

 

Die 2011 gegründete Kinderschutzgruppe am UKS kümmert sich in einem multiprofessionellen Team um Kinder mit Verdacht auf Gefährdung ihres körperlichen oder psychischen Wohles durch Dritte. Nach der (in aller Regel stationären) medizinischen und psychologischen Diagnostik ist die Vernetzung u.a. mit Jugend- und Gesundheitsämtern, Frühförderstellen und Sozialdiensten der für den weiteren Verlauf wichtigste Schritt.

 

Landrat Clemens Lindemann: „Die beiden Vertragspartner, die in ihrer Arbeit jeweils eine hohe Qualität auszeichnet, streben jetzt auch eine professionell abgestimmte Vorgehensweise bei Verdachtsfällen von Kindeswohlgefährdungen an.“

 

In dieser Zusammenarbeit wird sowohl die Chance früher und ausreichender Hilfen für Eltern in schwierigen Lebensphasen gesehen, als auch eine rechtzeitige Gefahrenabwehr, um Kindern ein geschütztes gesundes Aufwachsen zu ermöglichen.

  

Kontakt

Dr. Stephanie Lehmann-Kannt

Leitung der Kinderschutzgruppe

Klinik für Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie

Universitätsklinikum des Saarlandes

Kirrberger Straße

Gebäude 9

66421 Homburg/Saar

E-Mail: kinderschutz @uks.eu