Die Klinik für Innere Medizin III – Kardiologie, Angiologie und internistische Intensivmedizin des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS) veranstaltet zusammen mit der Deutschen Herzstiftung und der AOK Saarland ein Herz-Seminar zum Thema Bluthochdruck.
Das UKS bietet interessierten Besuchern eine umfassende Informationsveranstaltung unter der Schirmherrschaft von Karlheinz Schöner, Oberbürgermeister der Stadt Homburg. Themenschwerpunkt des beliebten Herz-Seminars ist in diesem Jahr die Arterielle Hypertonie, also der Bluthochdruck. Ärzte der Klinik für Innere Medizin III des UKS referieren zu verschiedenen Aspekten der Erkrankung. Dr. Janine Pöss erklärt die Ursachen und zeigt, wie die Diagnosefindung abläuft. Welche Folgen die Krankheit hat, wird Dr. Christian Ukena dem Publikum vortragen; wie die Therapie aussieht, beleuchtet Prof. Ulrich Laufs, der Leitende Oberarzt der Klinik für Innere Medizin III. Dr. Felix Mahfoud wird den Besuchern Alternativen aufzeigen, wenn der Bluthochdruck nicht mehr durch Medikamente zu kontrollieren ist. Prof. Michael Böhm wird am Ende der Veranstaltung die dargelegten Themen wieder für alle Besucher zusammenfassen.
Hoher Blutdruck ist die Volkskrankheit schlechthin und häufigste Todesursache in Deutschland. Viele Betroffene kennen ihr erhöhtes Risiko nicht und kommen oft erst dann zum Niedergelassenen oder ins Krankenhaus, wenn schon Gesundheitsschäden bestehen. "Nur 50% der Bluthochdruckfälle werden entdeckt und nur 20 % der Bluthochdruckfälle werden adäquat behandelt", schätzt Böhm die Situation aktuell ein. Ein Blutdruck von 120/80 mmHg ist ideal. Die arterielle Hypertonie gehört zu den häufigsten chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ist einer der führenden Risikofaktoren für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Herzinfarkt, Herzmuskelschwäche, Schlaganfall und Nierenschwäche mit der Notwendigkeit zur Dialyse. Studien haben gezeigt, dass jeder Anstieg des Blutdrucks um 20 mmHg systolisch bzw. 10 mmHg diastolisch über das normale Niveau hinaus zu einer Verdoppelung der kardiovaskulären Sterblichkeit über einen Zeitraum von 10 Jahren führt. Eine Senkung des systolischen Blutdrucks auch um geringe Werte wie 5 mmHg kann das Risiko eines Schlaganfalls um fast 20 Prozent reduzieren.
Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Hintergrundinformation zur neuen Behandlungsmethode von schwerem therapieresistentem Bluthochdruck am UKS in Homburg:
Die Homburger Klinik für Innere Medizin III des UKS, Europäisches Exzellenzzentrum für die Behandlung von Bluthochdruck, ist weltweit führend was die Anwendung und Erforschung einer neuen Behandlungsmethode zur Blutdrucksenkung betrifft. Bei Bluthochdruck ist unter anderem die Regulierung des sympathischen Nervensystems gestört. Die überaktiven Nierennerven, die den Bluthochdruck verursachen, werden bei dem Therapieverfahren per Katheter mit Hochfrequenzstrom ausgeschaltet. Durch diesen relativ kurzen und unkomplizierten Eingriff kann mit einer raschen Blutdrucksenkung gerechnet werden. Der Eingriff erfolgt an beiden Nieren jeweils über die Nierenarterie. Der Eingriff wird aktuell bei Patienten durchgeführt, bei denen unterschiedliche blutdrucksenkende Medikamente keine oder nicht die erwünschte Wirkung zeigen.
Kontakt:
Prof. Michael Böhm
Direktor der Klinik für Innere Medizin III, Kardiologie, Angiologie und internistische Intensivmedizin
Gebäude 40 und Gebäude 24
Universitätsklinikum des Saarlandes
Kirrberger Straße
D-66421 Homburg/Saar
E-Mail michael.boehm @uks.eu
Telefon 0 68 41 / 16 - 2 33 72
