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Pressemitteilung

04.01.2012
Forschungsstipendien der Medizinischen Fakultät in Homburg vergeben

Fünf junge Mediziner können ein Jahr ausschließlich forschen

Foto: Koop

v.l.n.r.:

Die Übergabe der Stipendien erfolgte im November 2011:

Professor Dr. Danilo Fliser, Direktor der Klinik für Innere Medizin IV - Nieren- u. Hochdruckkrankheiten,

Stipendiat Lorenz Thurner, Klinik für Innere Medizin I - Onkologie, Hämatologie, Klin. Immunologie und Rheumatologie,

Professor Mathias Herrmann, Prodekan Klinische Medizin der Medizinischen Fakultät der UdS,

Stipendiatin Dr. Sarah Kirsch, Klinik für Innere Medizin IV - Nieren- und Hochdruckkrankheiten,

Professor Dr. Michael Menger, Dekan der Medizinischen Fakultät der UdS,

Stipendiat Marcin Krawczyk, Klinik für Innere Medizin II - Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie, Diabetologie und Ernährungsmedizin,

Stipendiat Dr. Patrick Orth, Klinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie,

Professor Dr. Tim Pohlemann, Klinik für Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie

 

Erstmalig wurde die Vergabe von Klinischen Forschungsstipendien durch den Klinischen Bereich der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes in 2011 ausgeschrieben. Die Fakultät erkennt dabei, dass es für junge Ärztinnen und Ärzte gerade in den frühen Phasen ihrer Ausbildung eine ganz besondere Herausforderung ist, den Aufgaben der Krankenversorgung sowie gleichzeitig dem notwendigen Anschub ihres wissenschaftlichen Arbeitsgebietes voll gerecht zu werden. „Die Praxis zeigt dabei, dass die jungen Kolleginnen und Kollegen oft erst gegen Ende des klinischen Arbeitstages zur eigentlichen Forschung kommen und damit nicht immer die notwendige Zeit haben, um anspruchsvolle wissenschaftliche Projekte anzustoßen und durchzuführen“, erläutern Professor Michael Menger und Professor Mathias Herrmann, Dekan und Prodekan der Medizinischen Fakultät.

Für einige, wissenschaftliche besonders qualifizierte Projekte bzw. ihre Projektleiter soll ein solches Klinisches Forschungsstipendium hier jetzt praktische Unterstützung bringen. Es richtet sich an junge Mediziner aus klinischen Institutionen und eröffnet ihnen die Möglichkeit, bereits während ihrer Facharztausbildung die rein klinisch-ärztliche Tätigkeit im Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg vollständig zu unterbrechen, um ausschließlich ihrer wissenschaftlichen Arbeit am Universitätsklinikum nachgehen zu können. Das Konzept wurde in enger Abstimmung zwischen Medizinischer Fakultät der Universität des Saarlandes und dem Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg umgesetzt.

Eines der geförderten Projekte stammt aus der Klinik für Innere Medizin IV, Nieren und Hochdruckkrankheiten. „Bei der Transplantation einer Niere werden die Zellen des zu transplantierenden Organs aufgrund der fehlenden Durchblutung geschädigt. Diese Schädigung kann zu einer Funktionsverschlechterung der neuen Niere führen. Im Rahmen meines Forschungsjahres werde ich schwerpunktmäßig einen körpereigenen Reparaturmechanismus für diese Schädigung genauer untersuchen und Ansätze zur Verbesserung der Reparaturvorgänge erforschen“, freut sich die Stipendiatin Dr. Sarah Kirsch darauf, sich ganz dieser Forschungsarbeit widmen zu können.

Weitere Projekte, auf Antrag und nach wissenschaftlichem Auswahlverfahren durch den Klinischen Bereich geförderte Projekte kommen aus der Klinik für Innere Medizin I, der Klinik für Innere Medizin II, der Klinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, und der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie. Vergabekriterien waren neben der Qualität des geplanten wissenschaftlichen Forschungsprojektes eigene Vorarbeiten bzw. Publikationen und das Alter der Antragsteller (Höchstalter in der Regel 36 Jahre). Mit der Annahme des Stipendiums durch Antragsteller und Klinikdirektor einher geht die Verpflichtung zum vollständigen Ausscheiden aus dem klinischen Betrieb (mit Ausnahme der Teilnahme an einzelnen Wochenend-Diensten). Die durch die Beurlaubung der Wissenschaftler bzw. durch das Stipendium zur Verfügung stehenden freien Mittel werden dabei zur befristeten Beschäftigung von Ärztinnen und Ärzten eingesetzt, die dadurch die Aufgaben der Krankenversorgung von ihren Kolleginnen und Kollegen während der Rotation übernehmen können.

 

Kontakte für Journalisten:

Dekan der Medizinischen Fakultät

Univ.-Prof. Dr. Michael D. Menger

Geb. 15

66421 Homburg

Sekretariat: Frau Gries, Tel:  06841/16-26000, Fax: 06841/16-26003

mfdekan @uks.eu

 

Univ.-Prof. Dr. Mathias Herrmann

Prodekan Klinische Medizin

Sekretariat: Silke Müller, Tel:  06841/16-26005, Fax: 06841/16-26324

fb4prodekan @uks.eu