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Pressemitteilung

26.09.2011
Ausstellungsreihe „Kunst in der HNO Homburg“

Vortrag von Sabine Graf am Montag, 26. September, 19 Uhr in der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Geb. 6 des UKS

Was Kunst im Krankenhaus ausrichtet

 

Medizin und Kunst verbindet über zwei Jahrtausende hinweg eine wechselvolle Geschichte: Bestimmt von Gleichberechtigung, Abhängigkeit, Distanz und erneuter Annäherung. Die Notwendigkeit, medizinische Erkenntnisse ins Bild zu setzen, war über Jahrhunderte hinweg die Aufgabe des Künstlers.

 

Diese Überlegung ist Anlass zu der  Betrachtung „Die Hypothek des Hippokrates oder was Kunst im Krankenhaus ausrichtet“. Dazu spricht auf Anregung von Klinikdirektor Prof. Dr. Bernhard Schick die Literaturwissenschaftlerin Sabine Graf im Rahmen der Ausstellungsreihe „Kunst in der HNO Homburg“.

 

Die Veranstaltung findet am Montag, 26. September, 19 Uhr im UKS-Klinikgebäude 6 statt. Im Anschluss an die musikalische Begrüßung im Brunnenhof des Atriums, durch die „Saxophon-Mafia“, findet im Hörsaal der HNO der Vortrag von Sabine Graf statt.

 

Erst jüngst hat Sabine Graf, bei einer Führung durch das Klinik-Gelände, die Vielfalt der Idee „Kunst am Bau“ vorgestellt. Dies geschah in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie im Saarland und dem saarländischen Institut für aktuelle Kunst. „Doch je mehr in der Kunst der Bezug zum Raum galt, nähern sich Kunst und Medizin wieder einander an“. Die Auseinandersetzung mit dem Ort, seiner Geschichte und seinen Bedürfnissen, wurde Bestandteil des künstlerischen Prozesses. Kunst wurde zum Instrument und vermeintliche Imagepolitur in einem Krankenhaus.

 

Graf: „Es kommt darauf an, wie man dieses Instrument zum Nutzen aller einsetzt. Denn die Kunst verfügt über Eigenschaften, welche die Qualität des Aufenthaltes verbessern und die Qualität der Versorgung gewährleisten.“ Vor dem Hintergrund der Kunst und Medizin gemeinsamen Geschichte, ihrer Trennung in der Moderne, wächst wieder die Einsicht, dass künstlerische Mittel dabei helfen können, Menschen, ob Patient oder Klinikpersonal, in einer existentiellen Situation zu begleiten.

  

 

Für Rückfragen:

Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Universitätsklinikum des Saarlandes

Sekretariat Klinikdirektor Prof. Dr. Bernhard Schick,

Frau Pleger, Tel. 0 68 41 – 16 22 984