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28.04.2017
VeranstaltungenAktuelles
Patienten mit Lungenhochdruck treffen sich am UKS

Am Freitag, 28. April 2017, findet um 16 Uhr das 41. Patiententreffen mit Angehörigen des Landesverbandes Saarland/Rheinland-Pfalz (SRP) im ph e.V. statt. Veranstaltungsort ist die Ambulanz der Klinik für Innere Medizin V – Pneumologie, Allergologie, Beatmungs- und Umweltmedizin (Direktor: Prof. Dr. Dr. Robert Bals) bei Prof. Dr. Heinrike Wilkens, Raum A05 in Gebäude 91 auf dem UKS-Campus in Homburg. Es wird um eine Anmeldung bis zum 24. April 2017 gebeten.

 

Atemnot, Herzrasen und ständige Erschöpfung – Alltag für Patienten mit Lungenhochdruck (=pulmonale Hypertonie). Die Lebenserwartung der Patienten ist dank neuer Medikamente in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Die vielschichtige Erkrankung wirft sehr viele kardiologische Fragen auf.

 

Dr. Christian Ukena (Klinik für Innere Medizin III – Kardiologie, Angiologie und internistische Intensivmedizin des UKS) wird über Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen referieren und für Fragen zur Verfügung stehen.

 

Ein abschließender Imbiss bietet die Möglichkeit zum gemeinsamen Gespräch und zum Gedankenaustausch.

 

Es wird um eine Anmeldung bis zum 24.04.2017 gebeten. Programm und Anmeldebogen zum Termin finden Sie hier.

 

Kontakt

ph e.V. Landesverband Saarland/Rheinland-Pfalz

Nicole Urig

Leiterin des Landesverbandes Saarland/Rheinland-Pfalz

Tel. 0 68 06 / 30 77 74

E-Mail srp @phev.de

www.phev.de/

 

Hintergrundinformationen zur Pulmonalen Hypertonie und dem Verein ph e.V.

Die pulmonale Hypertonie (PH) ist eine schwerwiegende und potentiell tödliche Erkrankung, bei der die Lunge und das Herz betroffen sind. Im sogenannten Lungenkreislauf fließt das Blut von der rechten Herzkammer durch die Lungenarterien, wird dort mit Sauerstoff versorgt und fließt zur linken Herzkammer zurück. Ist in diesem Lungenkreislauf der Blutdruck erhöht, spricht man von pulmonaler Hypertonie. Daraufhin kommt es oftmals zu Herzproblemen, einer sogenannten Rechtsherzinsuffizienz.

Menschen mit Lungenhochdruck sind sehr rasch erschöpft, haben Schwindel, Herzklopfen und Luftnot, sie sind körperlich wenig belastbar. Die Krankheit ist meist fortschreitend und kann unbehandelt zu einem frühzeitigen Tod führen, oft wird sie erst in fortgeschrittenen Stadien erkannt. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt ohne Therapie drei Jahre ab der Diagnosestellung. Für einen Teil der Patienten bestehen chirurgische Therapieoptionen wie die pulmonale Thrombendarteriektomie (PTE, bei chronisch thromboembolischer pulmonaler Hypertonie) und die Lungentransplantation. Noch bis zur Jahrtausendwende gab es fast keine wirksame medikamentöse Therapie, so dass als Behandlungsmöglichkeit letztlich nur die Lungentransplantation blieb. Seither gibt es erfreulicherweise mehrere zugelassene Medikamente, die einzeln oder in Kombination als wirksame Therapieoption eingesetzt werden und die  Lebensqualität und Prognose deutlich verbessern. Die spezialisierten klinischen Zentren für pulmonale Hypertonie in Deutschland haben maßgeblich dazu beigetragen, dass durch grundlagenwissenschaftliche Forschung und kontrollierten Studien diese weltweit etablierten Fortschritte in den letzten Jahren möglich waren.

2004 wurde der Landesverband Saarland-Rheinland/Pfalz im Selbsthilfeverein ph e.V. im spezialisierten Zentrum für pulmonale Hypertonie der Klinik für Innere Medizin V (bei Prof Dr. Heinrike Wilkens) gegründet. In dieser Zeit hat sich bezüglich Diagnostik und Therapiemöglichkeiten sehr viel getan.  Der ph e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich die Verbesserung der Situation von Erkrankten und deren Familien nach der Diagnose „Lungenhochdruck“ zum Ziel gesetzt hat.  Die mehrmals jährlich stattfindenden Patiententreffen des Selbsthilfevereines bieten nicht nur die Möglichkeit, an medizinischen Vorträgen oder Workshops teilzunehmen, sondern auch Kontakt mit anderen Betroffenen aufzunehmen.