Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
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08.03.2013
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Minister Andreas Storm würdigt besonderes Engagement des Universitätsklinikums des Saarlandes für die Organspende

Das Ministerium und die Region Mitte der DSO zeichnen jährlich ein Krankenhaus aus, das sich in besonderer Weise der Gemeinschaftsaufgabe Organspende annimmt. Die Auszeichnung soll alle Mitarbeiter des Krankenhauses aber auch weitere Kliniken anspornen und motivieren, sich auf diesem Gebiet einzusetzen. Jedes gespendete Organ kann das Leben von einem schwerkranken Menschen retten.

 

Die Kriterien für die Auszeichnung sind das Engagement der Transplantationsbeauftragten sowie deren Unterstützung durch die Klinikleitung, die Fortbildung des Klinikpersonals und die Erarbeitung von Richtlinien für den Akutfall Organspende als selbstverständlichen Teil des medizinischen Versorgungsauftrages.

Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) und das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen

und Familie des Saarlandes zeichnen das Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) für besonderes

Engagement bei der Organspende aus. V.l.n.r.: Prof. Dr. med. Wolf-Ingo Steudel, Ärztlicher Direktor des

UKS; PD Dr. med. Ralf Ketter, Inhousekoordinator Organspende am UKS; Dr. med. Undine Samuel,

Geschäftsführende Ärztin der DSO in der Region Mitte; Andreas Storm, Minister für Soziales, Gesundheit,

Frauen und Familie des Saarlandes; PD Dr. med. Urban Sester, Oberarzt Innere Medizin IV am UKS.

Foto: Rüdiger Koop

Die Transplantationsbeauftragten spielen bei der Organspende eine wichtige Rolle. Sie tragen dafür Sorge, dass die Krankenhäuser ihrer Pflicht zur Meldung möglicher Organspender an die DSO nachkommen. Sie veranlassen, dass die Zuständigkeiten und Handlungsabläufe in einem Krankenhaus für den Fall einer Organspende festgelegt werden. Zu ihren Aufgaben gehört auch die regelmäßige Information des ärztlichen und pflegerischen Personals im Krankenhaus über die Bedeutung und den Prozess der Organspende.

Seit der Novellierung des Transplantationsgesetzes im vergangenen Jahr sind nun bundesweit alle Krankenhäuser mit Intensivstation verpflichtet, Transplantationsbeauftragte zu benennen.

 

Die DSO ist seit Juli 2000 die bundesweite Koordinierungsstelle für Organspende. Sie hat bundesweit sieben Regionen gebildet, die jeweils ein Bundesland oder mehrere Bundesländer umfassen. In der Akutsituation Organspende begleitet sie alle Abläufe: von der qualifizierten Feststellung des Hirntods über das Gespräch mit den Angehörigen, medizinische Maßnahmen zur Erhaltung von Organen und zum Schutz der Organempfänger bis hin zum Organtransport. Daneben unterstützt sie die Krankenhäuser durch Fortbildungen und Prozessoptimierung zum Thema Organspende. Die Mitarbeiter der DSO-Region Mitte, zu der Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland gehören, betreuen insgesamt 202 Krankenhäuser.

 

 

Andreas Storm, Minister für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarlandes:

„Im novellierten Transplantationsgesetz ist nun erstmals die Förderung der Organspende als Ziel festgeschrieben. Die Mitarbeiter des Universitätsklinikums des Saarlandes zeigen beispielhaft, wie dies in den Krankenhäusern aussehen kann. Ich danke ihnen heute für ihren Einsatz, den sie für die 12.000 Menschen, die auf eine Transplantation warten, geleistet haben.

Die gesellschaftliche Akzeptanz und Anerkennung der Organspende in Deutschland ist zwar deutlich gestiegen, aber immer noch entscheiden sich zu wenige Menschen, tatsächlich einen Organspendeausweis auszufüllen. Damit die Organspendezahlen wieder steigen, wird es nötig sein, das verloren gegangene Vertrauen der Bevölkerung durch Transparenz zurück zu gewinnen. Die Wahrscheinlichkeit, einmal als Spender ein Organ zu benötigen, ist wesentlich höher als die, einmal ein Organ spenden zu müssen. Daher müssen wir die Bereitschaft in der Bevölkerung wecken, durch Organspende Menschenleben zu retten und neue Lebensqualität zu schenken".

 

Prof. Dr. med. Wolf-Ingo Steudel, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der UKS:

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung für unsere Transplantationsbeauftragten und bedanken uns für deren Engagement."

 

PD Dr. med. Ralf Ketter, Inhousekoordinator Organspende am UKS:

„Noch heute sterben in Deutschland täglich drei Patienten, welche auf eine Organtransplantation warten. Jedes gespendete Organ kann einem solchen schwerkranken Patienten helfen und sogar das Leben retten. Für diese verantwortungsvolle Aufgabe der Organspende wollen wir uns auch weiterhin einsetzen."

 

Dr. med. Undine Samuel, Geschäftsführende Ärztin der DSO-Region Mitte:

„Die Transplantationsbeauftragten sind für die Koordinatoren der DSO die wichtigsten Ansprechpartner in den Krankenhäusern. Die gute Zusammenarbeit wollen wir gemeinsam fortführen."