Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
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10.05.2014
VeranstaltungenAktuelles
Ist Ihre Bauchschlagader in Ordnung? - Lassen Sie sich untersuchen!

Samstag, 10. Mai 2014 zwischen 13:00 und 16:00 Uhr, in der chirurgischen Prämedikationsambulanz der Klinik für Allgemeine Chirurgie, Viszeral-, Gefäß- und Kinderchirurgie im Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg (Gebäude 57, EG)

 

Ergänzende Vorträge zum Thema werden voraussichtlich um 13:00, 14:00 und 15:00 Uhr angeboten.

 

„Wir nehmen an dieser bundesweiten Aktion teil und möchten die Bevölkerung über diese Gefäß-Erkrankung informieren. Am 10. Mai laden wir zwischen 13.00 Uhr und 16.00 Uhr zu Ultraschalluntersuchungen und Informationsvorträgen ins UKS nach Homburg ein“, erklärt Oberärztin Dr. Shayesteh-Kheslat, Gefäßchirurgin und Leiterin des Gefäßzentrums am Universitätsklinikum.

 

Seit 2009 organisiert die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin einen bundesweiten Bauchaortenaneurysma-Screeningtag (BAA-Screeningtag).

An diesem Tag informieren Kliniken und Praxen über die Erkrankung Aortenaneurysma, eine Aussackung der Bauchschlagader, die beobachtungswürdig und ab einem gewissen Grad behandlungsbedürftig ist. Spezieller Fokus ist hierbei die Vorsorgeuntersuchung mittels Ultraschall. Diese Untersuchung ist schmerzlos und strahlenfrei. Sie sorgt dafür, dass ein Aneurysma frühzeitig erkannt werden kann, so dass vorbeugende oder aber auch therapeutische Maßnahmen ergriffen werden können.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Hintergrundinformationen:

Bei einem Aneurysma handelt es sich um eine unnatürliche Gefäßaussackung, im Falle eines Bauchaortenaneurysmas (genannt BAA oder AAA) speziell um die Aufweitung der Bauchschlagader, die sauerstoffreiches Blut in den gesamten Köper verteilt. Erreicht der Durchmesser der Schlagader 30 oder mehr Millimeter, spricht man einem Aneurysma.

Die Schlagaderaussackung bleibt vom Patienten häufig und lange unentdeckt. Das Risiko eines solchen Aneurysmas besteht aber darin, dass es ab einer gewissen Größe gefährdet ist, spontan zu reißen oder zu platzen (Ruptur). Wird dann nicht äußerst schnell und mit Expertise behandelt, kann es zum Verbluten mit Todesfolge kommen.

Eine solche Schlagaderaussackung kann verschiedene Ursachen haben, wie z.B. Nikotinkonsum, Gefäßwandschwäche oder Degeneration, Bluthochdruck, aber auch selten Infektionen.

Man geht von einer Häufigkeit von 2 % in der Bevölkerung aus, wobei Männer öfter betroffen sind als Frauen.

Vorbeugen kann man nur begrenzt, beispielsweise mit Raucherentwöhnung, Behandlung von Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung sowie Diabetes mellitus.

Tritt ein solches Aneurysma auf, ist es wichtig, dass es frühzeitig erkannt und beobachtet wird. Sichtbar machen kann man den Befund mit Ultraschall, Computertomographie und Kernspin.

Wächst es sehr schnell oder überschreitet es eine kritische Größe, steigt das Risiko einer lebensgefährlichen Ruptur stark an. Dann sollte frühzeitig und geplant eine Therapie erfolgen. Hierbei ist es möglich, eine Gefäßstütze (Stent) einzubringen und damit das Aneurysma zu überbrücken oder aber die Bauchschlagader durch eine Prothese komplett zu ersetzen. Die Entscheidung muss jedoch in jedem Fall individuell getroffen werden.

Zur umfassenden Überwachung und Behandlung eines solchen Krankheitsbildes ist sinnvollerweise eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Chirurgen, Radiologen und Angiologen notwendig, wie sie am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg seit jeher praktiziert wird.

 

Ansprechpartner für Journalisten:

Oberärztin Dr. Roushanak Shayesteh-Kheslat

Leiterin der Sektion Gefäßchirurgie, Leiterin des interdisziplinären Gefäßzentrums

E-Mail: roushanak.shayesteh-kheslat @uks.eu

Telefon:  0 68 41 - 16 - 30000  über Pforte Chirurgie

http://www.uniklinikum-saarland.de/de/einrichtungen/interdisziplinaeres_gefaesszentrum_am_uks/

 

Informationsbroschüre zur Veranstaltung