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12.05.2014
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Herzenssache Schlaganfall – Mobile Aufklärungskampagne informiert über Risiken eines Schlaganfalls und Präventionsmöglichkeiten

Termin in Homburg ist der 12.05.2014 auf dem Christian-Weber-Platz von 10 - 16 Uhr.

 

 

Die von Boehringer Ingelheim, der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft initiierte Aufklärungskampagne Herzenssache Schlaganfall informiert in rund 40 deutschen Städten rund um das Thema Schlaganfallprävention. Im Rahmen dieser Info-Veranstaltung hat der interessierte Bürger die Möglichkeit, mehr über seinen Gesundheitszustand mittels Demonstrationen zu Blutdruck- und Blutzucker zu erfahren. Zusätzlich kann mit einem speziellen Testbogen das persönliche Schlaganfallrisiko abgefragt werden. Ärzte der Klinik für Neurologie des UKS, Klinikdirektor Professor Dr. Klaus Faßbender, unterstützen die Kampagne und stehen am Bus für die Bevölkerung zu Fragen zur Verfügung.  Zusätzlich werden die Schlaganfallselbsthilfegruppe sowie die Mobile Stroke Unit (MSU)  des Universitätsklinikums in Homburg vor Ort sein.

 

Der Schlaganfall ist nach Krebs- und Herzerkrankungen die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Jährlich erleiden hierzulande rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall. Ein Umstand, der durch das Wissen um Risikofaktoren und Prävention verhindert werden könnte. Die Aufklärungskampagne Herzenssache Schlaganfall hat das Ziel, bundesweit über das Thema Schlaganfallprävention zu informieren und Bürger im Notfall zu schnellem Handeln zu motivieren. Im Fokus der Aufklärungstour mit dem signalroten Schlaganfall-Infobus steht insbesondere der Risikofaktor Vorhofflimmern – eine häufig zu spät diagnostizierte Herzerkrankung. Unterstützt wird die bundesweite Kampagne von regionalen Kliniken, lokalen Selbsthilfegruppen und Krankenkassen.

 

 

 

Herzstück der Kampagne ist der als Praxisraum umgebaute, rote Schlaganfall-Infobus. Dieser steuert zwischen April und Juli rund 40 deutsche Städte an und soll möglichst viele Menschen über die Ursachen eines Schlaganfalls, insbesondere dem bis zu fünffach erhöhten Risiko bei der Vorerkrankung Vorhofflimmern, und die oft schweren Folgen informieren. Ziel ist es, die Menschen zu aktivieren im Notfall sofort zu handeln und den Notruf zu verständigen. Für weiterführende Beratung und das persönliche Gespräch unterstützen Ärzteteams aus regionalen Kliniken, Vertreter von Selbsthilfegruppen und Krankenkassen die Aktion vor Ort.

 

Interessierte erwartet ein vielfältiges Aktionsangebot am Bus: So haben sie die Möglichkeit, mittels Demonstrationen zu Blutdruck- und Blutzucker- sowie Cholesterinwert-Messung mehr über ihren Gesundheitszustand zu erfahren und anhand eines Testbogens das persönliche Schlaganfallrisiko abzufragen.

 

Weitere Informationen und alle aktuellen Tourdaten zur Bustour Herzenssache Schlaganfall sowie zur Erkrankung gibt es auf www.vorhofflimmern.de.

 

So führt Vorhofflimmern zum Schlaganfall

Mit rund einer Million Betroffenen allein in Deutschland1, ist Vorhofflimmern die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung. Die Dunkelziffer liegt Annahmen zufolge weitaus höher, da sich viele Betroffene aufgrund von unklaren Symptomen ihrer Erkrankung nicht bewusst sind.2 Laut Experten wird sich die Anzahl der Betroffenen bis 2050 sogar noch verdoppeln.3 Vorhofflimmern bringt das Herz aus seinem gewohnten Takt. Die Vorhöfe schlagen nicht mehr im gleichen Rhythmus wie die Herzkammern und flimmern. Der regelmäßige Blutfluss wird dadurch gestört – Blut kann sich in den Vorhöfen stauen, verklumpen und Gerinnsel bilden. Problematisch wird es, wenn sich eines dieser Gerinnsel löst und über die Blutbahn ins Gehirn wandert. Hier droht der Verschluss von Gefäßen, was zu einem Schlaganfall führt – oft mit schweren Folgen. Dazu zählen Behinderungen wie Seh-, Sprech- oder Bewegungsstörungen, Lähmungen, aber auch Veränderungen der Persönlichkeit.

Bei etwa 92% der Schlaganfälle in Folge von Vorhofflimmern handelt es sich um einen Hirninfarkt, den sogenannten ischämischen Schlaganfall.4 Dieser tritt auf, wenn die Blutzufuhr zu einem Teil des Gehirns durch ein Gerinnsel blockiert ist. Oberstes Ziel bei der Behandlung von Patienten mit Vorhofflimmern ist daher, ihr deutlich erhöhtes Schlaganfallrisiko mit Hilfe von oralen Blutgerinnungshemmern, auch Antikoagulanzien genannt,  zu senken.

 

Weitere Informationen zu Boehringer Ingelheim finden Sie unter www.boehringer-ingelheim.de.

 

 

Referenzen

1 Leute A et al. Klinische Studien und Register im Kompetenznetz Vorhofflimmern. DZKF 2008; 11/12:71-78.

Nach einer Pressemitteilung des Kompetenznetz Vorhofflimmern vom 07.06.2010:

www.kompetenznetz-vorhofflimmern.de/aktuelles/2010/06/2013.php

3 Miyasaka Y et al. Secular trends in incidence of atrial fibrillation in Olmsted County, Minnesota 1980 to 2000, and implications on the projections for future prevalence. Circulation 2006;114:119-125.

4 Andersen KK et al. Hemorrhagic and ischemic strokes compared: stroke severity, mortality, and risk factors. Stroke 2009;40(6):2068-72.